"monster_hunter_world.vdata"
{
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1000_RadiantCreeps_LocFieldNotes" "Als ich Frug den Barbaren zum ersten Mal traf, saß er inmitten einer Waldlichtung auf einem Felsen. Ohne mit der Wimper zu zucken, versorgte er seine klaffenden Schnittwunden, die sich über seinen ganzen Körper zogen. Neben ihm lagen einige Kreaturen, die bei genauerer Betrachtung aus Holz zu sein schienen – oder besser Kleinholz, dank Frugs schonungslosem Eingreifen.
Nachdem ich mich vorgestellt hatte, erzählte mir Frug, dass er eines Tages ein Held werden möchte. Er schlug mir vor, dass ich exklusiv von seinen Heldentaten berichten könne, angefangen mit der gerade gewonnenen Schlacht.
„Wer ein Held werden will, sollte unbedingt mit diesen Viechern hier üben“, grunzte der Barbar. „Selbst erfahrene Helden kreuzen häufig mit ihnen noch die Klinge.“
„Und das Beste ist der Lohn“, fügte er hinzu, während er sich bückte und seine eben niedergestreckten Opfer um einige Münzen erleichterte.
Ich brachte den Einwand vor, dass das Plündern für gewöhnlich nicht als besonders heroisch angesehen werde. Daraufhin kratzte sich Frug am Kinn und runzelte die Stirn.
„Ich dachte, alle Helden tun das“, schmunzelte er, ohne wirklich selbst davon überzeugt zu sein. „Wenn alle es tun, kann es doch nicht falsch sein, oder?“
Dann grunzte er erneut, schnappte sich seine wuchtige Axt und stapfte mit seinen blutigen Verbänden in den Wald davon."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1000_RadiantCreeps_LocNonHeroName" "Radiant-Pfaddiener"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1001_DireCreeps_LocFieldNotes" "Ich saß gerade im Eberkopf, einer kleinen Taverne in Hauptstadt, als Frug der Barbar in die Stube trat. Unter seinem Arm trug er einen abgetrennten Kopf mit einer sonderbaren Knochenmaske.
„Kann ich DAMIT hier einkehren?“, fragte Frug den Kneipenwirt grimmig. „Für alle anderen Heldentavernen ist der Kopf nicht gut genug.“
Der Kneipenwirt ließ argwöhnisch verlauten, dass Frug willkommen sei und er sich seinen Platz aussuchen könne. Nachdem der Barbar ein Bier bestellt und sich schwermütig an einem kleinen Tisch niedergelassen hatte, entschied ich mich, noch einmal mit ihm zu plaudern.
„Oh, du bist’s“, rief er aus. „Ich habe darüber nachgedacht, was du mir damals im Wald gesagt hast. Seitdem rühre ich diese hölzernen Kreaturen nicht mehr an … Es sei denn, sie fangen einen Streit an.“
„Jetzt mache ich Jagd auf diese Typen.“
Mit einem stolzen Grinsen zeigte er auf den abgetrennten Kopf, den er mitgebracht hatte. Sowohl die Knochenmaske als auch die Enthauptungswunde waren ein scheußlicher Anblick.
„Der hatte auch ’n paar Münzen dabei“, sagte Frug heiter.
Ich brachte den Einwand vor, dass das Abschlachten und Plündern anderer Kreaturen nicht unbedingt eine Verbesserung gegenüber seiner früheren Herangehensweise darstelle.
„Manchen Leuten kann man es einfach nicht recht machen!“, schimpfte der Barbar. „Und jetzt lass mich in Ruhe saufen!“
Also verabschiedete ich mich. Wer weiß, was Frug für die Münzen in meinem Beutel tun würde."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1001_DireCreeps_LocNonHeroName" "Dire-Pfaddiener"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1002_Courier_LocFieldNotes" "Daz Cardle schaufelte gerade einen Haufen Mist weg, den einer der hundert kleinen, aber kräftigen Packesel auf der saftigen grünen Wiese hinter der Hütte von Cardle’s Kurierzucht eindrucksvoll hinterlassen hatte. Als er mich kommen sah, stützte er sich auf seine Schaufel und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„Bist du an einem Kurier interessiert?“, fragte er. „Meine Kunden sind normalerweise ein gutes Stück größer als du.“
Ich versicherte ihm, dass ich lediglich an seinem Geschäft interessiert sei. Freudig erklärte er sich bereit, all meine Fragen zu beantworten – vorausgesetzt, ich ginge ihm bei seinen Aufgaben etwas zur Hand.
„Die Nachfrage nach meinen Kurieren ist groß“, erzählte er mir mit einem stolzen Lächeln, während er eine weitere Ladung Mist wegschaufelte. „Zu meinem Glück vermehren sich meine Esel wie die Karnickel.“
Einige seiner Kunden kämen sogar mehrmals am Tag vorbei, beteuerte er. Was seinen Erfolg beträfe, so führe er diesen auf zwei eiserne Regeln zurück: Erstens muss ein Packesel stark und gesund sein, bevor er verkauft wird, und zweitens werden dem Kunden keine Fragen gestellt, wofür dieser einen Esel benötigt.
Gedankenversunken streichelte er eines der Tiere und fütterte es mit einem Leckerbissen aus seiner Tasche. Es war offensichtlich, dass er sich liebevoll um sie sorgt. Ich entschied mich, das unausweichliche Schicksal der Esel für mich zu behalten."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1002_Courier_LocNonHeroName" "Kurier"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1003_Tormentor_LocFieldNotes" "„Seltsam, nicht wahr?“, sagte Gren und blinzelte ins Sonnenlicht, hinüber zu dem riesigen Würfel auf der nahe gelegenen Anhöhe. Nur durch Ketten am Erdboden gehalten, schien dieser über dem Hügel zu schweben. „Das Ding ist eines Tages einfach aufgetaucht. Keine Ahnung, woher oder warum.“
Seltsam traf es ganz gut. Der angekettete Würfel schwebte nicht nur mitten in der Luft, sondern war auch von einer leuchtenden, nebelartigen Kugel umhüllt. Die Landwirte aus Grens Dorf trauten ihren Augen nicht, als sie ihn zum ersten Mal erblickten. Dann bekamen sie es mit der Angst zu tun. Und Angst bringt Menschen dazu, ohne Verstand zu handeln.
„Mein Ehemann Shev, Gott hab ihn selig, hat ein paar andere Bauern zusammengetrommelt, um das Ding niederzureißen“, erzählte sie. „Shev war noch nie zu etwas zu gebrauchen; ich hoffte jedoch inständig, dass sie als Gruppe Erfolg haben würden.“
Weit gefehlt. Mistgabeln, Steine, Beile – nichts schien dem Ding etwas anhaben zu können. Schlimmer noch, die Angriffe der Landwirte wurden plötzlich auf sie zurückgeworfen, wodurch sie alle brutal ums Leben kamen. Gren muss sich nun alleine um die Felder ihrer Familie kümmern. Und der Würfel?
„Das Ding tut niemandem weh“, sagte sie. „Außer den Idioten, die es niederreißen wollten.“ Und mit einem flüchtigen Lächeln fügte sie hinzu: „Immerhin bin ich dadurch Shev losgeworden, also alles halb so schlimm.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1003_Tormentor_LocNonHeroName" "Peiniger"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1004_Roshan_LocFieldNotes" "„Roshan? Oh, den kann man schon töten“, prahlte der mittlerweile in die Jahre gekommene Krieger Barrios. Mit seinem verbliebenen Arm drehte er einen Spieß, an dem ein Hase vor sich hin brutzelte. „Aber eins kann ich dir versichern: Einfach ist das nicht.“
Barrios war einst ein stolzes Mitglied der Scharlachschwingen, einer berüchtigten Gruppe aus fünf Söldnern, die vom Stadtrat von Krimwohl angeheuert wurde, die uralte Kreatur zu töten. Mit aller Macht schlugen sie zu, doch Roshan schlug härter zurück. Nur zwei der Scharlachschwingen konnten aus seiner Grube entkommen, und für einen der beiden war bereits jede Hilfe zu spät.
Als der angeschlagene Barrios nach Krimwohl zurückkehrte, hielt er eine flammende Ansprache und konnte einen großen Trupp an Kriegern, Magiern und Helden um sich scharen. Die Aussicht auf Ruhm, Roshans Schätze und eine großzügige Belohnung aus Krimwohls Stadtkasse taten ihr Übriges. Nichtsdestotrotz waren alle erdenklichen Zauber und Klingen nötig, um das Biest endgültig zu Fall zu bringen. Barrios’ Schwertarm war dabei noch der geringste Verlust.
„Wie sich herausstellte, wurde Roshan nicht ohne Grund als der zur Unsterblichkeit Verfluchte bezeichnet“, seufzte Barrios. „Als wir Krimwohl endlich erreichten, erschien er aufs Neue in seiner Grube – man könnte meinen, wir hätten ihm nie auch nur einen Kratzer zugefügt.“
„Ich habe nie auch nur eine Bronzemünze von diesem Kopfgeld gesehen“, grummelte er, das Feuer schürend."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1004_Roshan_LocNonHeroName" "Roshan"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_100_Tusk_LocFieldNotes" "„Du wärst keine Herausforderung für mich“, gluckste Tusk, als ich ihm auf die Schulter tippte. „Ich kämpfe nicht gegen kleine Elfen. Das würde gegen den Geist des Sports verstoßen.“
Vielleicht war es töricht, ihn beim Zechen in einer vor rauem Gelächter hallenden Bierhalle in der eisigen Stadt Cobalt zu unterbrechen. Sein Blick wanderte umher, während er seine behandschuhte Faust ballte und wieder öffnete. Seine andere Hand blieb stets in Reichweite des massiven Bierkrugs.
Als ich ihm erklärte, dass ich nicht auf eine Kneipenschlägerei aus sei, sondern seine Heldentaten niederschreiben wollte, brüllte er vor Lachen.
„Wozu die Mühe? Jeder kennt Tusks Heldentaten bereits“, sagte er und hämmerte auf den Tisch, um ein weiteres Bier zu verlangen. „Ich bin der bester Kämpfer in ganz Eismarsch. Der beste Kämpfer überhaupt.“
Das erregte die Aufmerksamkeit eines Trolls in der Nähe, der sich laut lachend aufrichtete, um Tusk herauszufordern. Eine schlechte Idee. Schneller als gedacht stand der Faustkämpfer auf. Noch schneller schlug er seinen Gegner so hart, dass ich sieben deutliche Knackgeräusche hörte. Ein einzelner Trollschädel sollte die wohl kaum verursachen. Die bisher so ausgelassene, aber dennoch friedliche Menge verstummte. Denn Tusk sah sich nach einem anderen Herausforderer um. Egal wer – er hätte sich mit jedem angelegt. Ich konnte nicht beurteilen, ob seine Miene erwartungsvoll oder verzweifelt aussah. So oder so, es wagte sich niemand aufzustehen.
„Hier gibt es keine guten Kämpfe“, grummelte Tusk, sichtlich enttäuscht. Dann rollte er sich zu einem Schneeball zusammen und verschwand in der Kälte."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_100_Tusk_LocHeroName" "Tusk"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_101_SkywrathMage_LocFieldNotes" "Wenn ich den Himmelszornmagier Dragonus mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es „beeindruckend“ – obwohl „humorlos“ eine gute zweite Wahl wäre.
Dragonus hielt gerade Wache im Dornennest im Herzen des Grausamen Horsts, als ich um einen Moment seiner kostbaren Zeit bat. Anstatt mir zu antworten, würdigte er mich keines Blickes. Ein hilfsbereiter Hofbeamter nahm mich zur Seite und empfahl mir, dass ich in sieben Stunden zur Wachablösung mein Glück versuchen solle. Bei meiner Rückkehr wurde Dragonus gerade von einem stämmigen Fluglosen namens Grackle abgelöst und ich bekam tatsächlich eine Audienz.
„Die Fluglosen sind genauso fähig und respektiert wie die Hochgeborenen“, näselte er sogleich. Jedoch strafte die Art und Weise, wie er es sagte, ihn Lüge.
Dragonus marschierte währenddessen dienstbeflissen neben mir her. Er erweckte den Eindruck, als betrachte er sich stets im Dienst. Zumindest verbrachte er seine freie Zeit ausschließlich damit, über seine Pflichten zu sprechen.
„Die Königin zu bewachen, ist die höchste Berufung, die ein Soldat anstreben kann“, erklärte er mir.
„Die wahre Königin … Shendelzare!“, korrigierte er sich. „Im Grausamen Horst sitzt jetzt die rechtmäßige Regentin auf dem Thron“, schallte seine Stimme durch die majestätischen Hallen. Und dieses Mal glaubte ich ihm. Zum ersten Mal sah ich ein Funkeln in seinen Augen und den Hauch eines stolzen Lächelns."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_101_SkywrathMage_LocHeroName" "Skywrath Mage"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_102_Abaddon_LocFieldNotes" "Ich war noch nie auch nur in die Nähe des Taufbeckens von Avernus gekommen. Das schaffen nur wenige. Es ist nämlich kein einfacher Springbrunnen in einem Innenhof. Es ist ein Riss im Gestein unter dem Bergfried, aus dem ein dichter, tintenschwarzer Nebel quillt.
Wer ihn einatmet, so heißt es, erhält mysteriöse Kräfte und Visionen. Man erzählt sich auch, dass der rätselhafte Lord Abaddon so viel davon eingeatmet hat, dass er nun mehr Nebel als Mensch ist. Sein Geheimnis kann nur der Nebel selbst preisgeben. Unglücklicherweise war der Zugang versperrt; die Priester ließen niemanden hinein.
Also tat ich das Nächstbeste: Ich sprach mit jenen, die den Ort von innen gesehen haben.
Zunächst ist da eine Reinigungskraft, die einen Hauch des Nebels abbekommen hat und seitdem unter Schlafentzug leidet und von Träumen über ihren eigenen Tod geplagt wird. Ein weiteres Opfer ist ein Ritter, dem für seine Verdienste einst eine „Kostprobe“ gewährt wurde, und der sich daraufhin die Fäuste an den Toren des Bergfrieds blutig schlug, weil es ihn nach mehr verlangte.
Wie sich der Nebel dort unten anfühlt? Laut Aussage der Zeugen: kalt … und besitzergreifend. Als ob eine unheimliche Präsenz sich durch die eigenen Gedanken wühlt und an einzelnen Stellen Fragmente zurücklässt.
Und Lord Abaddon? Seine Verbindung zum Nebel bleibt ein Buch mit sieben Siegeln."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_102_Abaddon_LocHeroName" "Abaddon"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_103_ElderTitan_LocFieldNotes" "Hoch oben auf einem zerklüfteten Tafelberg in der Chaoswüste suchte ich unter einem Felsvorsprung Schatten. Zu meiner Überraschung entdeckte ich dort zahlreiche Höhlenmalereien, die genauso verwittert und uralt wie die Landschaft erschienen.
Auf den ersten Blick erinnerten mich die Bilder an einen Schöpfungsmythos. Sie stellten riesige Gestalten dar, die Berge formen und die Weltmeere füllen – ganz so, als bestünde das Universum aus Lehm.
Auf dem nächsten Bild jedoch zerschmettert der größte Hüne die eben erschaffene Welt – augenscheinlich aus Versehen. Wer auch der Künstler gewesen sein mag, die neueren Malereien zeigen alle, wie der Zerstörer in mühevoller Kleinarbeit versucht, die Welt aus den Trümmern wieder zusammenzufügen. An den Rändern der Bilder sind winzige Figuren abgebildet. Ob sich die Künstler auf diese Weise verewigen wollten? Schwer zu sagen. Ich fuhr mit dem Finger über eine der Malereien und plötzlich erzitterte der Tafelberg. Ein kurioser Zufall?
Allmählich dämmerte es mir: Die Bilder stellten keinen Schöpfungsmythos dar, sie waren ein Warnhinweis. Wer auch immer diese Maler waren und was auch immer mit ihnen geschah, ihre Botschaft überdauerte die Jahrtausende: VORSICHT! BAUSTELLE! "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_103_ElderTitan_LocHeroName" "Elder Titan"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_104_LegionCommander_LocFieldNotes" "Der majestätische Kaiserpalast von Steinhalle thronte über dem Rest der Stadt. Das Mauerwerk wurde sorgfältig ausgebessert, um die Abschnitte zu erneuern, die Jahre zuvor von der Horde des Abgrunds zerstört worden waren. Ebenfalls neu: ein mächtiger Eisenzaun, der das Bauwerk umspannte.
Imperator Galanius war unabkömmlich (in anderen Worten: Er hatte keine Zeit für einen Schreiberling), jedoch schenkte mir der Seneschall des Palastes, ein übereifriger Mann namens Lorath, einen Moment seiner Zeit.
„Die Stadt befindet sich auch Jahre später noch im Wiederaufbau“, sagt er monoton. „Ohne Tresdin hätte es nichts zum Wiederaufbau gegeben, und niemanden, der sie wieder hätte aufbauen können.“
Als Kommandantin der gerühmten Bronzelegion der Stadt hatte Tresdin eine entscheidende Rolle bei der Vertreibung der Dämonen gespielt, die die Stadt einst belagerten. Als die Legion drohte, aufgerieben zu werden, forderte sie den Anführer der Horde des Abgrunds zu einem Duell heraus. Gegen alle Widrigkeiten ging sie als Siegerin hervor.
„Nachdem ihr Anführer besiegt war, zog sich die Horde in den Abgrund zurück“, erzählte Lorath.
Er berichtete weiter, dass er mit eigenen Augen gesehen habe, wie Tresdin sich mit zahlreichen mächtigen Gegnern duelliert und ganze Patrouillen von Eindringlingen in die Flucht geschlagen habe – natürlich von seinem Aussichtsposten hoch oben im Wachturm.
„Sie ist fortgegangen, um Rache an denen zu nehmen, die unsere Stadt zerstört haben. Doch sollte Steinhalle jemals wieder einen Verteidiger brauchen, wird Tresdin zurückkehren.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_104_LegionCommander_LocHeroName" "Legion Commander"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_105_Techies_LocFieldNotes" "Dumpfe, entfernte Explosionen wurden lauter, als ich durch die Reuländer stapfte. Brandspuren und Krater wiesen mir den Weg durch das sandige Gelände. Wie sich herausstellte, brauchte man nicht wirklich einen Ortskundigen, um die als Techies bekannten Keen zu finden – zu meinem Glück, denn derjenige, den ich dafür angeheuert hatte, war eine Meile zuvor auf eine Mine getreten und in die Luft geflogen.
Als ich kurze Zeit später auf die Bande traf, fummelten gerade zwei Gestalten an wirren Drähten herum, die an einer großen Holzkiste befestigt waren, aus deren Ritzen Pulver rieselte.
„Hey, willste mal sehen, wie wir was in die Luft jagen?“, quiekte der Größere.
„Wenn nicht, würd ich ein paar Schritte zurücktreten“, murrte der Dürre mit der Zigarre.
Ich erklärte ihnen, dass ich mich freuen würde, eine Explosion mitanzusehen. Allerdings hätte ich vorher ein paar Fragen an sie.
„So beantworten wir normalerweise alle Fragen“, sagte der Dürre und warf eine rostige Metallkugel über eine Düne. Bei der Explosion brach die ganze Bande in schallendes Gelächter aus.
Ich blieb beharrlich und fragte, warum sie im Krieg der Ancients kämpften.
„Was’n ein Ancient?“, wollte eine Stimme aus dem Fass auf dem Rücken des Großen wissen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_105_Techies_LocHeroName" "Techies"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_106_EmberSpirit_LocFieldNotes" "„Du bist kein Krieger“, sagte die flammende Gestalt mit tiefer und ruhiger Stimme.
Zögernd erklärte ich, dass ich tatsächlich keiner sei. Ich war tagelang durch die Klagenden Berge gewandert, um die Festung der Flammen zu finden und mehr über den Ember Spirit Xin zu erfahren – nicht, um kämpfen zu lernen. Jetzt stand er vor mir und zum Glück nahm er mir mein Eindringen nicht übel.
„Wissen ist ebenso bedeutend“, murmelte Xin anerkennend und bat, mich zu ihm zu setzen. „Nahrung für unseren Geist.“
Ich hielt etwas Abstand. Er wirkte nicht böswillig; es lag an der unangenehmen Hitze, die er ausstrahlte.
Xin erzählte, wie er in seiner menschlichen Gestalt sowohl die Wege eines Kriegers als auch die eines Dichters studierte. Durch Weisheit und Stärke meisterte er schließlich die obskure Kampfkunst, die als die Bindung mit der Flamme des Wächters bekannt ist. Als Lehrer fand er seine wahre Bestimmung in der Festung der Flammen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die falschen Charaktere davon Wind bekamen.
„Ich war ihnen unterlegen“, gestand er wehmütig. „Zu viele jagten mich.“
Lange nachdem Xin seinen Angreifern zum Opfer gefallen war, wurde das Flammende Himmelswesen auf sein Lebenswerk aufmerksam, besuchte die Ruinen der Festung und erweckte ihn als Ember Spirit wieder zum Leben. „Ich bekam eine zweite Chance“, schloss Xin seine Geschichte ab. Anschließend fuhr er fort, mir die Weisheit der Flamme näherzubringen. Seine Worte waren wie ein loderndes Feuer: unmöglich zu fassen und unklug zu ignorieren."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_106_EmberSpirit_LocHeroName" "Ember Spirit"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_107_EarthSpirit_LocFieldNotes" "Inmitten der Hochland-Klippen saß Kaolin im Schneidersitz am Rand einer Schlucht. Sein Blick fiel vor ihm auf einen schmalen Flöz von Korund und er kraulte abwesend das Kinn eines kleinen Archtyrex. Auf den ersten Blick schien seine Sanftmut nicht zu seiner massiven Statur zu passen – und doch war er die Gutmütigkeit in Person.
Während wir uns unterhielten, setzte er eine unsichtbare Kraft ein, um einen Stein im Zickzack umherzubewegen – ganz zur Freude des kleinen Archtyrex, der ihm vergnügt hinterherjagte. Ein liebenswürdiger Anblick.
Einst war er ein großer General gewesen, dessen Heldentaten mit einer Statue aus heiliger Jade geehrt wurden. Die Steinmetze wussten allerdings nicht, dass die Seele der Erde selbst durch den Edelstein strömte. Sie hauchte der Statue von Kaolin Leben ein und machte ihn zum Earth Spirit.
Sein Bewusstsein geht weit über seine steinerne Gestalt hinaus: „Mein Wissen reicht von den Urkräften, die dieses Land geformt haben, bis zu den tiefsten Gräben der Meere“, erzählte er mir.
Von der Erde beseelt, fand Kaolin eine neue Bestimmung: „Beschütze die Schutzlosen. Vernichte all jene, die nur zerstören können.“
Als ich aufstand, um mich zu strecken, brach plötzlich ein Stück Klippe ab – laut schreiend stürzte ich mit ihr in die Tiefe. Doch plötzlich kehrte sich mein Fall um, bis ich Kaolin wieder Auge in Auge gegenüberstand.
„Alle sind aus Erde gemacht und alle kehren zur Erde zurück – aber nicht heute“, sagte er lächelnd.
Ich bedankte mich von Herzen bei ihm und überließ ihn, nachdem ich selbst für diesen Tag genug von Abgründen hatte, seinen Meditationen. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_107_EarthSpirit_LocHeroName" "Earth Spirit"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_108_Underlord_LocFieldNotes" "Selbst nach Jahren des Wiederaufbaus lagen in Steinhalle noch immer ganze Viertel in Trümmern – Narben der Abwehrschlacht gegen die Horde des Abgrunds. Es überraschte mich nicht, dass es sich dabei um Armenviertel handelte, jene ohne wohlhabende Kaufleute oder ambitionierte Adlige, die sich als Wohltäter aufspielen könnten. Da ich schon länger davon überzeugt bin, dass verbitterte Menschen das beste Gedächtnis haben, machte ich mich auf den Weg dorthin.
Die Anwohner waren überaus gesprächig, darunter auch verstümmelte Soldaten, die das Glück hatten, die Belagerung zu überleben. Voller Verachtung sprachen sie von der Arroganz der Bronzelegion und dem absurden Befehl, dass die Bürger in ihren Häusern Schutz suchen sollten. Sie erkannten ihren Fehler erst, als Vrogros, der monströse Herr der Unterwelt, eine Bresche in die Stadtmauer schlug, als wäre sie aus Butter.
Sie erzählten mir, dass weder Schwerter noch Pfeile oder Ballisten dem Koloss etwas anhaben konnten. „Es klang wie Stahl, der über einen Stein kratzt“, erinnerten sich ein paar wagemutige Soldaten, die den Herrn der Unterwelt mit ihren Klingen attackiert und nicht mit dem Leben bezahlt hatten.
Als ich sie jedoch nach dem Moment fragte, als Vrogros die Teufelspforte öffnete, verstummten sie. Ich sah ihre fahlen Gesichter und wusste, dass keiner von ihnen die Geschichte weitererzählen würde."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_108_Underlord_LocHeroName" "Underlord"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_109_Terrorblade_LocFieldNotes" "Zurückgehalten von Siegeln und Kerzen schwebte der lila Kobold über dem Pentagramm, das mir ein geldgieriger Zauberer für eine Stunde heraufbeschworen hatte. Gleich nach der letzten Silbe seiner Beschwörungsformel hatte dieser mich alleine mit seinem Werk zurückgelassen. Vermutlich, um anderen Kunden mit zweifelhafter Magie ihr hart verdientes Gold abzuknöpfen.
Mein Ozkavosh ist nicht perfekt, aber Flüche heben sich in jeder Sprache ab. Zwangsläufig verriet mir der Kobold, warum die Bewohner der Hölle Terrorblade so sehr fürchten.
Seine Macht war demnach schon immer unwiderstehlich. Selbst die von ihm bestohlenen Dämonenfürsten, wagten nicht, alleine gegen ihn anzutreten. Sie schlossen einen höllischen Pakt, um ihn gemeinsam zur Strecke zu bringen, und sandten die geballte Macht ihrer Wutwächter aus. Keiner kehrte lebendig zurück.
Nachdem Terrorblade die Lebenskräfte der gefallenen Wächter absorbiert hatte, stellte er eine noch größere Gefahr für die chaotische Ordnung der Hölle dar. Unter großen Verlusten wurde er schließlich doch überwältigt und nach Faulfjell verbannt. Dieser Ort ist ein düsteres Spiegelbild der Realität und als Hölle der Hölle gefürchtet. Als Gefängnis für Terrorblade erwies sich Faulfjell jedoch als ungeeignet.
Der Kobold zeigte mir sein kostbarstes Souvenir, eine verspiegelte Scherbe aus Faulfjell als Beweis, dass Terrorblade die Mauern seines fraktalen Gefängnisses durchbrechen konnte. Leider musste ich im selben Moment niesen und löschte eine der Kerzen. Der Kobold wurde sofort verbannt … oder möglicherweise befreit? Letztendlich spielte es keine große Rolle, ich war froh, dass das Ritual endete. Hatte mich doch der Kobold derart unter Druck gesetzt, dass ich beinahe meine Unterschrift unter einen Vertrag gesetzt hätte, ohne das Kleingedruckte zu lesen. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_109_Terrorblade_LocHeroName" "Terrorblade"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_10_Morphling_LocFieldNotes" "„Die Ortsvorsteherin wird dich jetzt empfangen“, nuschelt der Assistent und zeigt auf eine Eichentür am anderen Ende des Warteraums, in dem ich über eine Stunde ausgeharrt hatte.
Ich war in das Dorf Rosengrund gekommen, weil dort als Letztes ein rätselhaftes Wesen gesichtet worden war, das als Morphling bekannt und gefürchtet wird. Ich fragte mich bei meiner Ankunft, ob deshalb der kleine Ort wie ausgestorben wirkte. Auf der Straße sah ich nie mehr als nur eine Person.
Gedankenverloren gehe ich durch die Tür in einen nach Lavendel duftenden Raum. Zu meiner Rechten öffnet sich wenig später eine andere Tür und die Ortsvorsteherin tritt mir entgegen. Wir geben uns die Hand. Ihre ist schweißgebadet.
Mit überraschend leiser Stimme warnt sie mich sogleich: „Stell nicht zu viele Fragen zu Morphling!“
Als die Kreatur vor ein paar Tagen im Rosengrund aufgetaucht sei, hätten ängstliche Dorfbewohner sofort zu ihren Waffen gegriffen, erklärt sie weiter. „Morphling wehrte sich, richtete aber keinen Schaden an. Er hatte keine bösen Absichten.“ Beschwichtigend hob die Frau ihre klammen Hände: „Schließlich erkannten die Verteidiger des Dorfes ihren Irrtum, hörten auf zu kämpfen und ließen Morphling ziehen.“
So schnell wie unser Gespräch begann, endet es: „Alles Schnee von gestern! Jetzt muss ich mich um andere Angelegenheiten kümmern.“
Sie dreht sich um und geht zurück zu der Tür, durch die sie hereingekommen war. Beim Öffnen bleibt mein Herz stehen. Hinter der Tür stapeln sich Dutzende von aufgeblähten Wasserleichen. Das Gesicht der Ortsvorsteherin schimmert und verwandelt sich zu meinem Entsetzen in mein eigenes."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_10_Morphling_LocHeroName" "Morphling"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_110_Phoenix_LocFieldNotes" "Ich war in drei Städten, die Phoenix angeblich besucht hatte, aber bisher war niemand aus der Asche auferstanden, mit dem ich hätte reden können. Auch wenn ich seinen Spuren folgend keine Phoenixe fand, fand ich doch viel Asche. Ganze Städte voll, von Holzbalken bis zu bröckelndem Granit. Was die Menschen betraf und wohin sie gegangen waren – nun, zwischen all den haushohen Aschehaufen waren jede Menge kleinere Aschehaufen auf der Straße, also hatte ich eine Vermutung. Es sah aus, als würde ich wohl keine Interviews bekommen, daher musste ich das Ganze wissenschaftlicher angehen.
Im 19. Stockwerk des Violetten Archivs fand ich das Dossier, von dem mir die Plünderer erzählt hatten. Eine Sammlung gebundener Papiere mit einer Radierung von Phoenix auf dem Einband. Es befand sich in einer schweren, nicht anhebbaren Kiste aus rauchigem, diamantartigem Stein und war an allen Seiten mit Brandflecken übersät.
Das Dossier beginnt mit Hypothesen über Mindestsicherheitsabstände und enthält Hinweise, welche exotischen Mineralien aus welchen Reichen den brennenden Vogel enthalten könnten. Der Großteil des Dossiers ist jedoch unverständlich – gekritzelte Symbole und Zahlen neben Begriffen wie „Verbrennungsrate“ und „Glühquotient“ auf angebrannten Seiten.
Die Kiste wurde, wie durch ein Wunder unversehrt, inmitten eines Glaskraters in einem Feld aus gehärtetem, geschmolzenem Gestein gefunden. Ich vermute, die Forscher haben den Mindestsicherheitsabstand möglicherweise falsch eingeschätzt. Trotzdem gute Arbeit an der Kiste. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_110_Phoenix_LocHeroName" "Phoenix"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_111_Oracle_LocFieldNotes" "Es heißt oft, das Glück sei mit den Mutigen. Doch wie die Berater von Cymurri angesichts ihrer Vernichtung erkannten, ist das Glück tatsächlich mit jenen, die es mit Händen greifen.
Nerif war das letzte Orakel in einer langen Linie von Orakeln in den Diensten des Götzenkönigs. Doch anstatt wie seine Vorgänger die Zukunft vorherzusagen, schien er die Fähigkeit zu besitzen, sie zu gestalten. Wild entschlossen, neue Länder zu erobern, hielt der Despot Nerif für seine Geheimwaffe. Mit jemandem an seiner Seite, der die Realität nach seinem Willen formen konnte, würde er nie wieder eine Schlacht verlieren.
Bis Nerif sich eines Tages weigerte, den Sieg vorherzusagen.
„Ich habe dem König lediglich gesagt, dass beide Möglichkeiten eintreten könnten“, summte seine Stimme in meinem Kopf.
Und so kam es dann auch. Krieger, die tot zu Boden sackten, setzten gleichzeitig ihren Kampf fort – die Schlacht wurde gleichzeitig gewonnen und verloren. Die Realität spaltete sich in zwei Teile, ebenso wie die Gedanken der Soldaten. Dann spalteten sie sich erneut. Und erneut.
Hatte Nerif diese Zukunft geformt und unendliche, widersprüchliche Realitäten geschaffen, um den Götzenkönig zu vernichten und sich selbst zu befreien? Er selbst schien es nicht zu wissen.
„Ich kann nicht in die Vergangenheit schauen, nur in die Zukunft“, erklärte das Orakel lapidar.
Ich fragte mich für einen Augenblick, wohin mich mein Weg führen würde … Angesichts des Schicksals seines früheren Meisters verkniff ich mir meine Neugier. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_111_Oracle_LocHeroName" "Oracle"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_112_WinterWyvern_LocFieldNotes" "„Es ist unmöglich, nur eines auszuwählen“, flunkere ich.
Auroth hatte mich gefragt, ob ich mit ihrem Werk vertraut wäre, und als ich log und es bejahte, wollte sie wissen, welches ihrer Gedichte mein Favorit sei.
Als Federschwingerin bin ich eigentlich der Wahrheit verpflichtet, jedoch war ich nicht durch die eisige Tundra von Eismarsch gewandert, nur um Winter Wyvern zu brüskieren und von ihr eingefroren zu werden. Ganz davon abgesehen, dass ich ohne ihre Hilfe und ein kleines Feuer ohnehin bald erfrieren werde.
Genau deshalb kann ich ihr nicht gestehen, dass ich ihre Gedichte nicht gelesen hatte, weil die Rezensionen vernichtend waren. Leider liegen Auroths Stärken auf dem Schlachtfeld, auch wenn sie dies vielleicht nicht wahrhaben möchte.
„Wir sollten zusammenarbeiten“, zischt sie hoffnungsvoll. „Es kommt nicht oft vor, dass man in dieser Einöde auf eine Freundin im Geiste trifft.“
Ihr Auftreten ist warm, aber ihr Atem lässt mich bis auf die Knochen frieren. Ich nicke energisch, um von meinem Zittern abzulenken.
Sie lächelt mit blanken Zähnen und ihre ledrigen Schwingen knarren, als sie sie langsam über die gesamte Breite ihrer umfangreichen Bibliothek ausbreitet. Plötzlich bebt der ganze Raum und mit ein paar kräftigen Schlägen fliegt sie durch ein riesiges Fenster. „Ausgezeichnet“, ruft sie durch das Getöse. „Dann begebe ich mich auf ein Abenteuer, worüber wir schreiben können.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_112_WinterWyvern_LocHeroName" "Winter Wyvern"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_113_ArcWarden_LocFieldNotes" "„Die Geschwister des Selbst wissen nicht, welche Verzweiflung sie verursachen“, sagte das zeitlose Wesen neben mir.
Zet, der Arc Warden, und ich standen vor umgestürzten und verkohlten Steinsäulen. Zwischen ihnen erstreckte sich ein von Blut und Eingeweiden gesäumter Teich, der schwach im Mondlicht schimmerte.
Zet nahm sich einen Moment Zeit, um den Schaden zu begutachten. Der scheinbar unerschütterliche Stoiker zeigte plötzlich einen Anflug von schwerer Enttäuschung.
Er erklärte, dass er einst Teil eines großen Ganzen war, das er die „Einheit“ nannte. Als das Universum mit einem Donnerschlag erschaffen wurde, zerbrach diese auf unerklärliche Weise. Zwei der Fragmente – Zets „Geschwister“ Dire und Radiant – erhoben beide den Anspruch auf den jungen Kosmos. Ein Konflikt entbrannte, der bis heute die gesamte Schöpfung bedroht.
„Das darf nicht zugelassen werden“, warnte er. „Das Selbst hat seine Geschwister schon einmal eingesperrt. Das Selbst wird es wieder tun.“
Nur wenn er die beiden Widersacher in Schach halte, führte Zet aus, könne wieder Harmonie im Kosmos herrschen. Und wenn er scheitern sollte?
„Disharmonie darf nie die Oberhand gewinnen“, sagte er. „Keines der Geschwister darf siegen. Entweder werden sie wieder vereint – oder sie werden vernichtet.“
Ich würde zu den Göttern beten, dass es Zet gelingt, diese Einheit wiederherzustellen. Dann wurde mir bewusst, dass ich gerade mit einem Gott sprach – und dieser schien sich der Sache bereits aus tiefster Überzeugung verschrieben zu haben."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_113_ArcWarden_LocHeroName" "Arc Warden"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_114_MonkeyKing_LocFieldNotes" "Auch wenn die Götter über grenzenlose Macht verfügen, sind sie nicht mit unendlicher Geduld gesegnet. Nicht, dass Sun Wukong sich darum geschert hätte. Für den Monkey King war das Stiften von Chaos die höchste aller Freuden – doch eines Tages war ihm seine Ignoranz teuer zu stehen gekommen.
Ich hatte gehofft, ihn zu seiner Buße befragen zu können; schließlich hatten ihn die Götter als Strafe für seine Ausschweifungen für ein halbes Jahrtausend unter einem Berg gefangen gesetzt. Doch Sun Wukong war für Sterbliche wie mich noch schwerer zu fassen, als die Geschichten vermuten ließen.
Ich erhaschte einen kurzen Blick, als er zwischen den grünen Ästen eines hohen Baumes Ausschau hielt. Dann erspähte ich ihn, wie er über eine Waldlichtung tollte, bevor er plötzlich in einem Wäldchen verschwand, das einen Moment zuvor – bei meiner Ehre als Federschwingerin – nicht da gewesen war. Ich zweifelte an meiner Wahrnehmung … War alles nur eine Illusion gewesen?
Keine Täuschung waren jedoch diese verfluchten Affen! Immer und immer wieder überfielen mich diese Biester, johlten, gackerten, griffen nach meinen Notizen und stahlen alle meine gottverdammten Bleistifte. Wenigstens hat die Horde keinen Kot nach mir geworfen – außer einem Affen. Er schien sich besonders über meinen berechtigten Ärger zu freuen.
Meine Suche wurde so kräftezehrend, dass ich sie nach ein paar Tagen wieder aufgab. Wenn der Monkey King die Götter zur Verzweiflung brachte – was hatte ich mir dann erhofft?"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_114_MonkeyKing_LocHeroName" "Monkey King"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_119_DarkWillow_LocFieldNotes" "Die Rennbahn beim Weißen Turm war gut besucht. Allerlei betrunkene Taugenichtse und Glücksritter feuerten oder fluchten die Kuriere an, während sie über die Strecke hechelten.
Nah am Geschehen fand ich Mireska Sunbreeze, besser bekannt als Dark Willow. Obwohl sie einen Wettschein in der Hand hielt, beobachtete sie das Treiben eher kühl. Sie bemerkte meinen Blick und flatterte sogleich herüber.
„Ein gefährlicher Ort für jemanden wie dich“, sagte sie mit trällernder, aber scharfer Stimme. „Pass besser auf, dass du nicht abgestochen wirst.“
Ich stammelte, dass ich in Wahrheit ihretwegen gekommen war. In diesem Augenblick schwebte ein kleines Irrlicht zu ihr herüber und übergab ihr eine Münze, was sie mit einem Augenzwinkern quittierte.
„Gibt eigentlich nicht viel zu erzählen“, summte Mireska. „Meine Eltern waren Dummköpfe und Spaßbremsen – weitere Worte wären Zeitverschwender und Geizhälse. Also habe ich mein Heim jung verlassen und bin alleine in die weite Ferne gezogen.“
Das Irrlicht brachte ihr eine weitere Münze.
„Man muss in dieser Welt selbst für seinen Spaß sorgen“, sagte sie bestimmt und zwinkerte erneut.
Dann brachte das Irrlicht ihr einen prall gefüllten Münzbeutel, der mir seltsam bekannt vorkam. Ich griff diskret an meinen Gürtel, nur um festzustellen, dass meiner verschwunden war. Genau wie Mireska, als ich wieder aufblickte."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_119_DarkWillow_LocHeroName" "Dark Willow"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_11_ShadowFiend_LocFieldNotes" "Die Ritter der Basaltebene sind ein stolzer und edler Orden. Wie sich herausstellte, leiden sie aber unter einem tragischen Mangel an Kriegern. In Anbetracht ihrer heroischen Bemühungen, die Schlachtfelder der Endlosen Blutbäder von Untoten und Dämonen zu säubern, war ich schockiert zu erfahren, wie wenige von ihnen es gibt.
„Willkommen, ich bin hocherfreut, deine Bekanntschaft zu machen“, begrüßte mich der Feldmarschall des Ordens. Sein Name war Endalor und er war mir am Rande ihres kleinen Lagers, das trostlos auf einer staubigen Ebene lag, entgegengekommen. „Ich hoffe, deine Reise verlief ohne Zwischenfälle?“ Seine Sorge für mein Wohlergehen war besorgniserregend.
Nachdem wir die Formalitäten hinter uns gebracht hatten, fragte ich ihn nach Nimmermehr, dem Shadow Fiend. Seine verstaubte Gestalt geriet kurz ins Wanken, ehe er die Fassung wiedererlangte.
„Es war eine Schlacht, wie ich sie hoffentlich nie wieder erleben muss“, sagte er unverblümt. „Wir griffen den Unhold aus allen Richtungen an und mussten geschockt feststellen, dass wir auf seinem schattenhaften Körper keine Treffer landen konnten.“
Endalor erzählte, wie ein Mann nach dem anderen fiel und Nimmermehr ihre Seelen für sich beanspruchte. Hundert Ritter seien in den Kampf gezogen, aber lediglich das dreckige Dutzend im Lager hinter ihm sei mit dem Leben davongekommen.
„Diese Abscheulichkeit hat uns fast aufgerieben, aber sie zu bezwingen ist unser einzig verbleibendes Ziel“, fügte er mit gesenktem Kopf hinzu.
„Unser Eid verbietet uns aufzugeben … und dennoch schlummert in uns allen die Hoffnung, ihm nie wieder gegenübertreten zu müssen.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_11_ShadowFiend_LocHeroName" "Shadow Fiend"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_120_Pangolier_LocFieldNotes" "Die Stammgäste einer urigen Kneipe in der Stadt des Weißen Turms unterhielten mich gerade mit Geschichten über Donté Panlins Heldentaten, als der berühmte Haudegen persönlich erschien.
„Mir wurde zugetragen, du hättest dich nach mir erkundigt“, schnurrte der Pangolier mit einem Augenzwinkern. „Meine Leute haben mir glatt verschwiegen, wie UMWERFEND du aussiehst. Donté Panlin, zu deinen Diensten.“
Dann verbeugte er sich tief und gab mir einen Handkuss. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass die anderen Damen am Tisch in Ohnmacht fielen, als er mir gegenüber auf der Bank Platz nahm.
„Möchtest du vielleicht hören, wie ich einen Riesen erschlagen habe?“, trumpfte Donté auf. „Oder lieber von Schlachten gegen Drachen, Dämonen und Despoten?“
Er stellte seine Abenteuer mit Händen und Füßen nach – zahllose, sorgfältig ausgearbeitete Geschichten von geretteten Monarchen, befreiten Dörfern und besiegten Monstern, von denen eine ausgefallener war als die andere. Ich hatte bereits mehrere davon gehört; Dontés Versionen schwankten auffällig zwischen „wilder Übertreibung“ und „glatter Lüge“.
Es war offensichtlich, dass der Pangolier eine beachtliche Anzahl an Bewunderern hat. Doch niemand bewundert Donté Panlin so sehr wie Donté Panlin selbst."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_120_Pangolier_LocHeroName" "Pangolier"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_121_Grimstroke_LocFieldNotes" "Im verfallenen Tempel von Ashkavor ruht ein von getrockneter Tinte und alten Sünden geschwärzter Runenstein, dessen stummer Schrei „An diesem Ort geschahen grauenvolle Dinge!“ durch die leeren Säle hallt.
Und es fand tatsächlich früher ein heiliges Ritual dort statt: Eingeweihte bepinselten den Runenstein mit magischer Tinte, um ihre Seelen mit denen des Volkes zu vereinen und zu Aufgestiegenen zu werden.
Doch dann sah Grimstroke eine Chance, wo andere bisher nur Tradition gesehen hatten. Er veränderte die Zusammensetzung der Tinte, um ihre und gleichzeitig auch seine eigene Macht zu steigern. Jeder, der ihm bei dieser Tat in die Quere kam, hatte sich die Konsequenzen selbst zuzuschreiben.
Und auf diese Weise schrieb Grimstroke neue Geschichte. (Natürlich sollte man die Schichten selbstverherrlichender Propaganda abtragen, um an den Kern zu gelangen.)
Machthungrig und davon besessen, aufzusteigen, mischte Grimstroke seine Tinte mit einem verbotenen Sekret. Das stellte sich als eine äußerst schlechte Idee heraus – und war aus gutem Grund verboten. Grimstroke rettete seine Haut, indem er ganz Ashkavor in monströse Schatten verwandelte und seine gesamte Zivilisation mit einem einzigen Schlag auslöschte.
Dies sind die grundlegenden Fakten. Bestimmt hätte er es lieber, wenn ich von seinen grandiosen Plänen schwärmen würde, die Welt nach seiner Vorstellung neu zu gestalten. Soweit kommt das noch. Im Namen von Grimstroke ist schon genug Tinte vergossen worden. Und Blut natürlich. Und Sekret. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_121_Grimstroke_LocHeroName" "Grimstroke"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_123_Hoodwink_LocFieldNotes" "Jeder Führer unweit des Waldes Tomo’kan gab mir die gleiche Warnung mit auf den Weg: Versuch nicht, Hoodwink zu finden. Und ich nahm diese Warnung ernst. Stattdessen beschloss ich, mich von Hoodwink finden zu lassen. Als ich mein Lager aufschlug, stellte ich ein paar Fallen auf, die ich von Rattletrap bekommen hatte, um weniger schlaue Raubtiere aufzuhalten und Hoodwink hoffentlich glauben zu machen, sie hätte es mit einem Dummkopf zu tun. Noch bevor ich so tun konnte, als würde ich einschlafen, riss eine fliegende Eichel die Rinde von der Eiche über meinem Kopf.
Sie war kleiner, als ich erwartet hatte. Ihre Armbrust war fast so groß wie sie selbst. Und doch strahlte sie mehr Autorität aus als jeder ausgebildete Soldat der Bronzelegion.
„Was wolltest du denn fangen?“, fragte sie höhnisch. „Das hier ist MEIN Wald!“
Ich gestand in aller Ruhe meine List und bat Hoodwink um ihre Geschichte. Zu meiner Überraschung schien sie einzuwilligen, holte dann jedoch nicht sehr weit aus: Sie erzählte mir von dem Proviant, den sie aus meiner Tasche stibitzt hatte. Und von den Münzen aus meinem Münzbeutel, die den Besitzer gewechselt hatten. Und dann gab sie mir eine genaue Wegbeschreibung und riet mir, den Wald Tomo’kan schleunigst zu verlassen – bevor sie ihre gute Laune verlieren würde. Zu guter Letzt überreichte sie mir noch meine Fallen, die zu nichts mehr zu gebrauchen waren. Lange Rede, kurzer Sinn: Hoodwink übertraf meine kühnsten Erwartungen und ich nahm die Beine in die Hand."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_123_Hoodwink_LocHeroName" "Hoodwink"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_126_VoidSpirit_LocFieldNotes" "„Deine Realität ist flüchtig.“ Inai saß mit einem ausdruckslosen Gesicht auf meiner Couch. Void Spirit tat mir für diese Unterhaltung den Gefallen, mich in meinem Zuhause aufzusuchen – eine willkommene Geste, auch wenn es für ihn kein großer Aufwand war.
„Sie ist nur eine unter unendlich vielen Realitäten, die sich separat entfalten und gleichzeitig ineinander übergehen.“
Ich hörte Inais Erklärungen stundenlang zu und zum ersten Mal schienen seine Worte einen Sinn zu ergeben. Nicht, dass ich von ihm eine Klarstellung erwarten konnte … Bei jeder meiner Nachfragen hielt Void Spirit kurz inne, schien durch mich hindurchzublicken und fuhr ungehindert fort.
Was ich als Laie über meinen Besucher schlussfolgern konnte, ist nicht von dieser Welt: Inai reist durch Realitäten, um sicherzustellen, dass sie nicht von ihrem vorbestimmten Zeitstrahl abweichen. Obwohl diese verantwortungsvolle Aufgabe auf seinen Schultern lastet, spricht er nicht gerne über sich selbst; er interessiert sich mehr für die Existenz als Ganzes. Seine Worte würden zweifellos selbst die größten Denker verwirren, zu denen ich mit Sicherheit nicht zähle.
Während seiner langen Monologe hatte sich mein Notizbuch mit unleserlichen Kritzeleien gefüllt. Umso größer war mein Schock, als Inai plötzlich fragte: „Hast du alles verstanden?“
Mit rotem Gesichte log ich ihn an und bejahte. Sein bislang stoischer Gesichtsausdruck verriet einen Hauch von Skepsis: „Wiederhole es für mich!“
Meine hoffnungslos überforderten grauen Zellen gaben ihr Bestes: „Äh … unsere Existenz ist nur eine … iterative Rekursion ontologischer … Rahmenbedingungen?! Und wenn ich mich nicht irre … brechen diese unter ihrem eigenen Gewicht zusammen … aufgrund epistemischer … Illusionen? Nein … Wahnvorstellungen?
Mit einem Schnauben öffnete er unter sich ein Portal und verschwand. Wohin, konnte ich nicht einmal erahnen.
Epistemische Widersprüche! Wäre es mir nur früher eingefallen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_126_VoidSpirit_LocHeroName" "Void Spirit"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_128_Snapfire_LocFieldNotes" "„Dinge herzustellen, mit denen man seine Feinde in die Luft jagen kann, is’ nicht sonderlich schwer. Platz, Mortimer“, dozierte Beatrix Snapfire.
Wir saßen in ihrer baufälligen Hütte mitten in der sengenden Wüste von Nanarak, umgeben von halbfertigen Apparaten, die meine Gastgeberin mit allerlei schrägen Werkzeugen zusammengezimmert hatte. Ich wies darauf hin, dass die explodierten Behausungen ihrer Nachbarn darauf schließen lassen würden, dass die Herstellung von Sprengstoff nicht so einfach sei, wie sie behauptete.
„Das kann jeder mit ’n bisschen Verstand“, korrigierte sie mich. „Platz, Mortimer! Noch ’ne Tasse Tee, meine Teure?“
Endlich hörte ihr riesiges Haustier auf, mein Gesicht abzulecken, sodass ich ihr Angebot ablehnen konnte. Der Tee war für meinen Geschmack etwas zu pfeffrig. Aber immer noch besser als die Kekse, die für meinen Geschmack VIEL zu pfeffrig waren.
„Die Leute hier haben nich’ so viel in der Birne“, schüttelte Beatrix den Kopf. „Zu ihrem Glück hab’n sie ja mich und Mortimer. Mortimer, PLATZ!“
Dann begann sie, ein langes Metallrohr an ein rostiges Stück Schrott zu schweißen, das irgendwie noch älter aussah als sie selbst.
„Was sie alle vergess’n, is’, dass das Pulver ZUM SCHLUSS reinkommt“, schnalzte sie, während eine nahe Explosion die ganze Hütte aus dem Nichts erzittern ließ – mich eingeschlossen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_128_Snapfire_LocHeroName" "Snapfire"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_129_Mars_LocFieldNotes" "„Früher war ich schamlos“, dröhnte Mars von seinem goldenen Thron. Mit erstaunlicher Einsicht fuhr der uralte Kriegsgott fort: „Ich war arrogant. Ich führte Krieg, nur um die entsetzten Gesichter der Sterblichen zu sehen, wenn ich sie auf dem Schlachtfeld mit meinem Speer durchbohrte.“
Wenn sein prächtiger Thronsaal ein Symbol für den geläuterten Mars ist, muss er früher unerträglich gewesen sein. Gewaltige Wandteppiche hängen an allen Seiten und jeder feiert ihn als Sieger einer epischen Schlacht, die alle vorangegangenen Schlachten in den Schatten stellt. Dutzende Statuen füllen den Raum. Jede zeigt den Kriegsgott in heroischer Kampfpose, in weißen Marmor gemeißelt, was in den engeren Ecken des Saales den Eindruck vermittelt, dass er sein eigener größter Feind ist.
Unsere Unterhaltung vermittelt ein anderes Bild. Mit sich selbst im Reinen versichert Mars, dass er sich nicht länger von niederen Impulsen zum Kampf verleiten lasse. Er begehre nicht länger die Angst und den Respekt der Sterblichen. „Was aber nicht bedeutet, dass ich nie mehr in den Krieg ziehen werde“, wirft er schnell ein.
„Krieg ist notwendig“, hallt seine Stimme durch den riesigen Saal. „Er zeigt, wer würdig ist.“
„Apropos würdig …“, legt er ohne Atem zu nehmen nach. Die alten Götter seien selbstgefällig und schwach geworden. Mit seiner neu gewonnenen Demut und Verantwortung habe er daher beschlossen, dass er die Bürde tragen muss, mit eiserner Faust zu herrschen.
„Weil ich anmaßend und dumm war, dachte ich früher, ich sollte die Herrschaft über alle Götter und Sterblichen an mich reißen“, brauste Mars auf, bevor er einen Moment innehielt. „Heute sehe ich, dass meine Vernunft mir keine Wahl lässt. Ich muss dieser Herrscher sein.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_129_Mars_LocHeroName" "Mars"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_12_PhantomLancer_LocFieldNotes" "Azwraith beobachtete die kräuselnde Strömung des Flusses. In seiner Hand ein Speer, den er so fest umklammerte, als hätte er den Krieg nie hinter sich gelassen. Über seine Speerkunst, die er in der Schlacht gegen Dread Magus Vorn zum Besten gegeben hatte, wollte er jedoch nicht sprechen.
In Anbetracht dessen, dass er als einziger seines Volkes den brutalen Angriff überlebt hatte, konnte ich es ihm nicht verübeln. Er wies meine Frage mit einem einfachen, „Wir hatten kein Interesse an den Kriegen anderer, bis sie ihre Kriege zu uns brachten“, ab.
Nach diesen Worten widmete er seine volle Aufmerksamkeit wieder dem Fluss und seiner Fischpracht. Er erklärte mir, welche essbar und welche giftig waren. Welche sich leicht fangen ließen und welche nicht ohne einen Kampf aufgeben würden. Obwohl mein Ziel nicht eine Unterweisung in die Fischkunde gewesen war, verbot sich jeder Versuch, das Thema zu wechseln.
So entschloss ich mich, die Ruhe des Tages zu genießen. Kurz bevor ich fast eingenickt wäre, begann Azwraith plötzlich, das Wasser scheinbar unbeholfen mit seiner Waffe zu durchlöchern. Ein Schwarm zu Tode erschrockener Fische flüchtete ohne Probleme auf die andere Seite des Flusses. Ich begann zu glauben, dass er für ein einfaches Leben als Fischer nicht geschaffen wäre, als auf einmal ein Abbild seiner Selbst am anderen Ufer erschien, das geschickt drei der essbaren Fische mit einem einzigen Stoß aufspießte.
Als wir wieder zu zweit waren, ignorierte Azwraith meinen verdutzten Gesichtsausdruck und lud mich ein, den Fang zu teilen. So kam es, dass wir in dieser Nacht am Lagerfeuer ein ebenso köstliches wie friedliches Festmahl zu uns nahmen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_12_PhantomLancer_LocHeroName" "Phantom Lancer"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_131_Ringmaster_LocFieldNotes" "Meinen Gegenüber als Klotz zu bezeichnen, würde jeden Klotz stolz machen. Wir sitzen in einem mit Gerümpel vollgestopften Werkstattwagen, in dem dieser breitschultrige Schmied Ersatzteile für den Zirkus herstellt. Seine Brust hebt und senkt sich unter leisem Schluchzen.
„Zuerst habe ich rundheraus nein gesagt, dann aber hat Cogliostro dieses verdammte Rad herausgeholt … Ehe ich mich versah, gab ich ihm die gewünschten Zahnräder“, erzählt er stockend. Der zweite Besuch des Zirkusdirektors sei noch merkwürdiger gewesen: „Er betrat unsere Schmiede, alles verschwimmt, und im nächsten Augenblick saßen mein Sohn und ich in seinem voll besetzten Zelt.“
Zitternd löst er den Verband von seinem linken Fuß, der bei einer Publikumsaktion namens „Klinge oder Knüppel“ zu Brei zermahlen wurde. Aber was ihn wirklich aus der Fassung bringt, ist das Schicksal seines Sohnes. „Cogliostro holte ihn in die Manege und steckte ihn in eine Kiste“, wimmerte der Klotz. „Dann johlte er, der Zaubertrick funktioniere nur, wenn die Zahnräder des Schmieds funktionieren.“
Das haben sie wohl. Es klopft an der Tür und eine leise Stimme ruft: „Papa?“ Der Schmied humpelt rasch zur Tür und reißt sie auf. Was ich erblicke, ist mehr ein Mechanismus als ein Junge: Freiliegende Zahnräder surren, ein Federwerk schnalzt, kleine Blasebälge heben und senken sich. Eine lebende Puppe, gebaut mit den Fabrikationen des Schmieds, gebaut, um ihn noch mehr zu quälen.
„Cogliostro hat mir aufgetragen, auf dich aufzupassen“, zwitschert die Abscheulichkeit und legt ihren Kopf mechanisch zur Seite.
Der Schmied weint hemmungslos. Und auch ich vergieße eine Träne."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_131_Ringmaster_LocHeroName" "Ringmaster"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_135_Dawnbreaker_LocFieldNotes" "Normalerweise hätte ich bei der Aufforderung „auf das Licht zuzugehen“ mit rollenden Augen nach einer Person verlangt, die keinen Hang zur Dramatik hatte und über etwas mehr Wissen verfügte. Aber im Falle von Valora, besser bekannt als Dawnbreaker, hatten mir die Dorfbewohner nahe des Nachtsilberwaldes alles erzählt, was ich wissen musste.
Valora hatte den finsteren Wald einige Tage zuvor betreten und zahlreiche Augenzeugen des Dorfes, einige davon meilenweit entfernt, gaben an, dass sie helle Lichtkugeln über den Bäumen gesehen hätten.
Als ich mich selbst auf den Weg machte, stellte ich schnell fest, dass es sich bei ihnen nicht um geltungsbedürftige Scharlatane handelte, die alles dafür gegeben hätten, um in einer Abhandlung zu erscheinen. Dank der Finsternis, die den Nachtsilberwald umgab, waren die hellen Blitze am Ende meines Pfades nicht zu übersehen. Zudem war es menschlich unmöglich, das dumpfe Geräusch zu überhören, das Valoras Hammer von sich gab, wann immer er auf Holz, Stein oder Feind traf.
Ich betrat eine Lichtung und bevor ich erblindete – zum Glück nur für eine Woche –, konnte ich einen kurzen Blick auf Dawnbreaker werfen: Sie war wahrhaftig ein funkelnder Stern, der sich der unkontrolliert ausbreitenden Finsternis mit schierer Willenskraft entgegenstellte.
Zu viel Finsternis ist wahrlich keine gute Sache und deren teilweiser Verbannung würde jeder Normalsterbliche zustimmen. Aber die komplette Verbannung der Finsternis? Bis in alle Ewigkeit nur gleißendes Licht? Valoras Utopie brannte sich nur für einen Augenblick auf meiner Netzhaut ein … wenig überraschend, bekäme sie meine Stimme nicht. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_135_Dawnbreaker_LocHeroName" "Dawnbreaker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_136_Marci_LocFieldNotes" "Als mir berichtet wurde, dass Marci stumm sei, wollte ich die vielgerühmte Leibwächterin von Prinzessin Mirana umso mehr kennenlernen. Es kommt äußerst selten vor, dass einem Helden ein guter Ruf vorauseilt, ohne dass dieser sich lautstark seiner eigenen Taten rühmt.
Zu meinem Glück erklärten sich einige Bekannte von ihr bereit, für einen kleinen Obolus in ihrem Namen zu sprechen. Wir trafen uns im Nachtsilberwald, wo sie in meinem Beisein in Erinnerungen schwelgten. Plötzlich erschien Marci selbst auf der Lichtung und beobachtete aufmerksam eine Baumreihe, während sie auf die Rückkehr ihrer Schutzbefohlenen, Prinzessin Mirana, zu warten schien. Ein jeder hat eine Geschichte zu erzählen, die er angeblich selbst erlebt hatte, und jede dieser Geschichten war fantastischer als die vorherige. Mit bloßen Fäusten, schwelgten die Erzähler, habe Marci Banditen, ganze Armeen und sogar den einen oder anderen Gott vernichtend geschlagen.
Angesichts Marcis unscheinbarer Erscheinung vermutete ich, dass das alles Unsinn war. Bis ein schriller Pfiff der Heldin unsere Unterhaltung abrupt unterbrach. Als ich mich nach Marci umdrehte, sprang sie schon zielstrebig in den Wald hinein. Ihre Bekannten versicherten mir, dass es keinen Grund zur Sorge gäbe, und so warteten wir. Bald darauf kehrte Marci blutüberströmt, aber siegreich zurück, mit einer unberührten Prinzessin Mirana an ihrer Seite."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_136_Marci_LocHeroName" "Marci"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_137_PrimalBeast_LocFieldNotes" "Einige Gelehrte meinen, dass Primal Beast nur ein Baby ist. Wenn man sich die Trümmer des ehemaligen Fischerdorfs Andujar anschaut, scheint es zunächst plausibel, dass die ungezügelte Wut eines Kleinkindes dafür verantwortlich gewesen ist. Auf den zweiten Blick erkennt der Betrachter jedoch eine Boshaftigkeit, die einem Baby völlig fremd ist.
Gebäude, die in Schutt und Asche liegen, die Stege nur noch ein Haufen Splitter, die Boote der Fischer zerschmettert und über die ganze Bucht verstreut. Andujar steht für sinnlose Zerstörung in ihrer kalkuliertesten Form. Von den Dorfbewohnern fehlt jede Spur und ich kann nur hoffen, dass sie sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.
Ihr Dorf ist jetzt nur noch ein Eintrag auf der immer länger werdenden Liste von Orten, die Primal Beast seit seinem mysteriösen Erscheinen von der Karte gelöscht hat. In den Reichen keimte kurz Hoffnung auf, als das Biest von einer Gruppe mutiger Helden in eine Falle gelockt und mithilfe von Gleipnir gebunden werden konnte. Doch obwohl die magischen Ketten dieser mächtigen Waffe dazu bestimmt sind, göttliche Wesen in Zaum zu halten, erwiesen sie sich als zu schwach für Primal Beast. Das Monster sprengte die Ketten und zieht seitdem mit ungezügelter Wut eine Spur der Verwüstung durch das Land.
Während ich die Ruinen von Andujar hinter mir lasse und weiter dieser Spur folge, kann ich einen Gedanken nicht vertreiben: Wenn Primal Biest nur ein Baby ist, so helfen uns die Götter, wenn jemals seine Eltern auftauchen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_137_PrimalBeast_LocHeroName" "Primal Beast"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_138_Muerta_LocFieldNotes" "Der Besitzer der heruntergekommenen, sonnengebleichten Schenke wischte sich den Schweiß von der Stirn. Selbst im Schatten dieser einsam inmitten einer trostlosen und staubigen Ebene stehenden Zuflucht war es brütend heiß.
Er bat mich auf ein Glas herein und ich fragte ihn nach Muerta. „Sie stammte aus einer alten Siedlung namens Skirma, die früher einmal ganz in der Nähe lag“, sagte er. „Sie war noch ein kleines Mädchen. Ich glaube, ihr Name war Celeste.“
„Früher haben sich hier viele Banditen herumgetrieben. Und zwar von der üblen Sorte. Sie haben jeden Ort weit und breit ausgeraubt. Bei einem ihrer Überfälle in Skirma schossen sie das arme Mädchen kaltblütig nieder und ihre Angehörigen gleich mit.“
Er schenkte beiden von uns ein weiteres Glas einer rauchig schmeckenden Flüssigkeit ein, die mir zwar im Hals brannte, ihm aber die Zunge zu lösen schien. Solange er erzählte, würde ich das Zeug bezahlen und tapfer hinunterwürgen.
„Und dann … Nun, niemand weiß, was dann passierte.“ Er blickte sich verstohlen um, bevor er fortfuhr. „Man munkelt, sie habe den Tod selbst bezwungen. Und jetzt übt sie als Untote Rache an allen, die ihr Unrecht getan haben.“
Er wischte sich erneut den Schweiß von der Stirn, doch dieses Mal lag es nicht an der Hitze – der Mann war kreidebleich.
„Diese Banditen waren ein skrupelloses, bösartiges Gesindel“, flüsterte er heiser. „Gott, ich möchte nicht in ihrer Haut stecken.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_138_Muerta_LocHeroName" "Muerta"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_13_Puck_LocFieldNotes" "Riesige, bunte Schmetterlinge flattern aufgeregt zwischen den schimmernden Blättern des Schattenfeewaldes im Südwesten von Revtel umher, während dazu in den Wipfeln unsichtbar die Vögel zwitschern. Ich starre wie gebannt auf diesen luftigen Tanz, als plötzlich Puck der Feendrache aus dem Nichts über meiner rechten Schulter erscheint.
„Was für ein seltsames Geschöpf“, klingt ihre Stimme seltsam gestelzt in meinem Ohr. „Was für ein Wesen bist du?“ Puck scheint die Worte nur nachzuahmen und nur zur Hälfte selbst zu verstehen.
Bevor ich antworten kann, huscht der Feendrache kichernd im Kreis um einen besonders großen zinnoberroten Schmetterling. Ich schaue dem Ballett fasziniert zu, bis Puck in einem Wimpernschlag aus meinem Blickfeld verschwindet und über meiner linken Schulter wieder auftaucht.
„Ich habe dich gefragt, was für ein Wesen du bist“, wiederholt Puck ihre Frage, doch dieses Mal mit einer Spur gefährlicher Schärfe. Obwohl Feendrachen länger leben als ganze Planeten, scheint dies ihnen keine Geduld zu verleihen.
„Ich bin eine Wald … Waldelfe“, stammle ich. Neugierig streckt Puck eine ihrer vier Hände mit drei Fingern aus und untersucht mein Gesicht. Die Berührung fühlt sich an wie ein Windzug und ich wage nicht, mich zu bewegen. In meiner Nase kribbelt es und ich rieche Wildblumen und Schwefel.
„Es fühlt sich aber nicht an, als wärst du aus Holz“, erklärt Puck und ihr Lächeln gibt keinen Hinweis darauf, ob dies ein Scherz ist oder sie mich der Lüge bezichtigt.
Bevor ich etwas erwidern kann, verschwindet Puck in einem Blink so schnell, wie sie gekommen war. Die Schmetterlinge zerstreuen sich und ich stehe allein im totenstillen Wald."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_13_Puck_LocHeroName" "Puck"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_145_Kez_LocFieldNotes" "Der Krumme Schnabel, eine vornehme Taverne hoch oben in den Wolken des Grausamen Horstes, war an diesem Abend brechend voll. Das ist nicht ungewöhnlich am Tag der Krönung, doch in diesem Jahr war etwas anders.
Wo normalerweise ausschließlich Hochwohlgeborene Schulter an Schulter gefeiert hatten, mischten sich nun unzählige Fluglose unter die feiernde Menge. Einer davon reichte der verwegen aussehenden Gestalt mit blauen Federn, die mir am Tisch gegenüber saß, einen Krug und klopfte ihr auf die Schulter.
„Ich habe mich nicht des Ruhmes wegen darauf eingelassen, aber ich muss zugeben, dass ich Gefallen daran finde“, sagte er.
Kez, selbst ein Flugloser und ein Held unter seinesgleichen, hatte eine entscheidende Rolle beim Thronsturz von Imperia, einer Usurpatorin und falschen Königin, gespielt. Es war eine gefährliche Mission, doch letzten Endes brachte der Erfolg ihm – und damit auch seinen Artgenossen – den Respekt ein, der ihnen lange verwehrt worden war. Bis zu dem schicksalshaften Tag des Thronsturzes galten sie in Himmelszorn als Bürger zweiter Klasse und waren den Launen der Hochwohlgeborenen ausgeliefert.
„Wir hatten Hilfe“, gab er zu. „Und die haben wir auch gebraucht. Imperia hatte nicht vor, ihre Krone so einfach aufzugeben. Wir haben einen hohen Blutzoll bezahlt.“
Inzwischen durchstreifte Kez das Land auf der Suche nach neuem Unrecht, das es zu beseitigen galt, und kehrte für gewöhnlich nur zum größten Fest der Stadt nach Himmelszorn zurück. Ein Flugloser reichte ihm einen weiteren Krug.
Kez grinste breit. „Gegen das Freibier habe ich auch nichts einzuwenden.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_145_Kez_LocHeroName" "Kez"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_14_Pudge_LocFieldNotes" "Goodkind tat bei der Zuweisung von Pudge, als hätte sie mir damit einen Gefallen getan, aber ich durchschaute sie sofort. Wen kümmert es, dass die Leser Geschichten über Pudges Blutgier lieben? Sie sind nicht diejenigen, die seinem Haken und, was noch viel schlimmer ist, seinem Geruch beim Recherchieren viel zu nahekommen. Sie sind nicht diejenigen, die durch Schlamm, Eingeweide und alle möglichen Substanzen stapfen müssen, über die ich lieber nicht nachdenken möchte.
Aber als ich ihn aus sicherer Entfernung außerhalb von Quoidge beobachtete, kam ich zu dem Schluss, dass Pudge wesentlich vielschichtiger ist, als ich angenommen hatte. Um Missverständnissen vorzubeugen: Er ist immer noch abstoßend, blendet man jedoch seine Monstrosität aus, erkennt man eine Methode hinter seiner Metzelei.
Er frisst alles, am liebsten aber verschlingt er lebendige Opfer. Hängt sein Ziel erst einmal am Haken, hält er es so lange wie möglich am Leben. Während der Mahlzeit entfernt er unter erbärmlichen Schreien einzelne Körperteile mit der Präzision eines Gourmets und verschlingt sie genüsslich. Irgendwann setzt Stille ein und am Ende bleibt vom Opfer nur noch eine Maske aus losem Gesichtsfleisch übrig.
Um mich nicht selbst in Gefahr zu bringen, kann ich nur darüber spekulieren, ob Pudge diese als Dekoration aufhebt oder für einen späteren Nachtisch. Angesichts meiner fortgeschrittenen Appetitlosigkeit wird es jedoch nicht mehr lange dauern, bis Pudge mich von seiner Menüliste streicht. Als Haut und Knochen bin ich seinen Haken nicht wert."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_14_Pudge_LocHeroName" "Pudge"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_14_Pudge_LocPersonaFieldNotes" "Der Bestatter war immer noch dabei, die Leichen zu vernähen, als ich in Trauerrose ankam. Sämtliche Mitglieder einer bedeutenden Familie waren in einem Kutschenunglück ums Leben gekommen. Ich ärgerte mich zunächst, dass ich dem Hinweis eines betrunkenen Gardisten gefolgt und hergekommen war. So ein Unfall war tragisch, aber wohl kaum ungewöhnlich.
Als der Bestatter meinen fragenden Gesichtsausdruck sah, rief er mich mit einer Geste zu den Leichen, die auf mehreren aneinandergereihten Tischen als stumme Zeugen ausgebreitet waren. Ich konnte nun entsetzt erkennen, was an dem Ganzen ungewöhnlich war. Neben den zu erwartenden Knochenbrüchen und klaffenden Schnittwunden waren die Körper mit Löchern und Einstichen übersät. An einigen Wunden hingen zudem schmutzige Fäden, die nicht vom Bestatter stammten. Ich sah, abgetrennte Finger, herausgerissene Augäpfel sowie abgeschälte Hautflächen.
Bevor der Kutscher, der als einziger überlebt hatte, endgültig dem Wahnsinn anheimfiel, redete dieser über ein Stofftier daher, das sie während einer Rast aufgelesen hatten. Ein widerliches kleines Ding, das die Kinder trotzdem sogleich in ihr Herz schlossen. Mögen sie in Frieden ruhen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_155_Largo_LocFieldNotes" "Ich hatte mich mit Kerrick, Mossgrave und Quibbins im Wachtelkopf verabredet – einer Strandtaverne, die bei uns Schreiberlingen sehr beliebt ist. In ihren verwinkelten Sitzecken lassen sich ungestört Notizen austauschen und Schlägereien sind äußerst selten. Als ich ankomme, sitzen sie bereits mit einem grünen Koloss am Tisch, dem ein auffälliges Saiteninstrument vom Rücken baumelt.
„Er hat sich gerade zu uns gesetzt“, begrüßt mich Kerrick, als er meinen fragenden Blick auffängt. „Sein Name ist--“.
„Ich heiße Largo“, unterbricht ihn der Fremde, als ich mir einen Platz schnappe. „Diese Jungs haben mir gerade alles über die Federschwinger erzählt.“
Es kommt nicht oft vor, dass die Chronisten selbst ausgefragt werden, weshalb ich den Spieß schnell wieder umdrehe. „Woher kommst du, Largo?“ Der riesige Frosch nickt in Richtung Küste und speist mich mit einer vagen Antwort ab: „Oh, ich kam über das Meer.“
Doch bevor ich misstrauisch werden kann, bombardiert der Neuankömmling uns freundlich mit weiteren Fragen, und ganz gegen die Gewohnheiten der Federschwinger geben wir munter Auskunft. Selbst der mürrische Mossgrave ist untypisch geschwätzig.
Schließlich erhebt sich Largo vom Tisch und verabschiedet sich mit einem fröhlichen „Wohlan, meine Brüder und Schwestern …“ an die Bar. Aber anstatt sich ein Bier zu bestellen, greift er sich sein Instrument und springt auf den Tresen. Im nächsten Moment zieht er mit einer beschwingten Ballade den Wachtelkopf in seinen Bann – mit uns vieren als Hauptattraktion.
Beim schmissigen Refrain stimmen alle Besucher mit ein: „Wer würde uns sonst glauben?“ Die Taverne macht erstmals ihrem Namen alle Ehre und steht Kopf. Und obwohl wir ein notorisch verschwiegenes Volk sind, stelle ich fest, dass es keinen Federschwinger am Tisch zu stören scheint. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_155_Largo_LocHeroName" "Largo"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_15_Razor_LocFieldNotes" "Eine Legende besagt, dass unsere Seelen nach dem Tod in das Verschlungene Labyrinth gelangen, wo über unser ewiges Schicksal entschieden wird. Das mag wie ein Märchen klingen, das uns zu einem rechtschaffenen Leben ermutigen soll. Doch der Mann in zerlumpter Kleidung, der neben mir durch den überfüllten Basar des Helio-Imperiums schlenderte, versicherte mir, dass das Labyrinth wirklich existierte.
„Razor ist derjenige, der die Seelen antreibt“, sagte er mit einem Schaudern. „Er peitscht dich mit seiner elektrischen Kraft aus, bis du so schnell rennst, dass deine Füße kaum noch den Boden berühren.“
Der Mann, der mir seinen Namen nicht verraten wollte, war angeblich Razors wachsamen Blick – und damit dem Verschlungenen Labyrinth – entkommen. Er erzählte mir seine Lebensgeschichte in aller Ausführlichkeit. Ich hatte den Eindruck, dass er weniger an einem Gespräch interessiert war, sondern vielmehr seine Sünden rechtfertigen wollte. Schließlich kam er doch noch auf Razor zu sprechen.
„Er hat ein Buch, in dem die Namen aller Toten stehen“, berichtete der Mann. „Ich weiß nicht, ob mein Name nach meiner Flucht noch darin steht – deshalb halte ich mich lieber im Verborgenen. Ich möchte nicht, dass er mein Verschwinden bemerkt und mich aufspürt.“
Plötzlich knisterte die Luft unheilvoll. Trotz des blauen Himmels fuhr ein Blitzschlag nieder. Und der Mann war verschwunden."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_15_Razor_LocHeroName" "Razor"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_16_SandKing_LocFieldNotes" "Der sonnenüberflutete Basar von Qaldin strotzt nur so vor Leben. Händler preisen aus voller Lunge ihre Waren an, um den Lärm der ankommenden Karawanen zu übertönen. Der Duft von Gewürzen parfümiert die Luft. Wirbelnde Derwische tanzen nach rätselhaften Riten. Ich knabbere an einem Lammspieß und erwähne dem Stadtführer gegenüber, wie lebendig das Königreich inmitten der leblosen Wüste wirkt.
Wasim lacht. „Die Schimmernde Wüste ist voller Leben! Sie denkt sogar. Sie bewegt sich. Und wenn sie ihrer Sammlung eine weitere Leiche hinzufügen möchte, schickt sie den Sandkönig aus.“ Dieser König, so erzählt Wasim, erscheine in der Gestalt einer riesigen Spinne namens Crixalis, auch „Seele des Sandes“ genannt. Er lehnt sich zu mir hinüber. „Und wer hat die Rüstung geschmiedet, die den Sandkönig diese Gestalt annehmen lässt? Der Dschinn von Qaldin!“ In seinen Augen schimmert Belustigung. Oder Stolz.
Ich wundere mich, warum der Dschinn die Rüstung erschaffen hat. Wasim zuckt mit den Achseln. „Manche behaupten, sie sollte der Wüste eine Form geben, damit man mit ihr verhandeln kann und damit sie Qaldin nicht verschlingt. Andere wiederum sagen, dass der Dschinn ein Monster erschaffen wollte, das die Menschen quält. Und wieder andere denken, er wollte sich einfach nur amüsieren.“
Ich frage Wasim nach seiner Meinung, warum der Dschinn einen magischen Sandskorpion heraufbeschworen hat.
Wasim lacht. „Weiß der Teufel, welche Gründe ein Dschinn hat.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_16_SandKing_LocHeroName" "Sand King"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_17_StormSpirit_LocFieldNotes" "Für ein halbhimmlisches Wesen, das aus reiner Elektrizität zu bestehen scheint, ist Raijin Donnerfass überraschend bodenständig.
In dieser Region kennt man ihn hauptsächlich unter dem Namen Storm Spirit, aber er besteht darauf, dass ich ihn Raijin nenne.
„So nennen mich meine Freunde“, sagt er glucksend. „Und jede Person, die ich treffe, ist ein Freund.“
Ich halte diese Aussage für äußerst fraglich. Während er mir von Schlachten erzählt, die er auf unserer Wanderung durch die Sturmlande geführt und gewonnen hat, bereitet mir das Blitzgewitter Sorgen. Aber er scheint die Blitze dazu zu zwingen, nur ihn zu treffen, und behauptet, sie kitzeln. Auch das halte ich für fraglich.
Darauffolgend erzählt mir Raijin, wie er an die Macht kam. Bei seinem Versuch, Regen heraufzubeschwören, um seinem hungernden Volk zu helfen, verärgerte er den Himmelssturm, der daraufhin versuchte, ihn zu töten. Ein weiterer Zauber, mit dem er sich selbst opfern wollte, um sein Dorf zu retten, verschmolz stattdessen den Magier und Celestial zu einem Wesen.
Seine Stimmung verdunkelt sich wie die Sturmwolken über uns, doch nicht lange.
„Jetzt versuche ich, die Kraft des Sturms für das Gute einzusetzen“, strahlt er und versetzt mir einen gut gemeinten Schlag auf den Rücken. Der Schlag hat Wucht, aber es ist die statische Aufladung seiner Hand, die mich in die Luft schleudert. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_17_StormSpirit_LocHeroName" "Storm Spirit"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_18_Sven_LocFieldNotes" "Muscheln, abgeworfene Krabbenpanzer und der Blutsand knirschten unter Svens gepanzerten Stiefeln, als er den Strand der Langen Meerenge entlangmarschierte. Seit einer Woche hatte ich mich in zwanzig Schritten Entfernung an seine Fersen geheftet. Einmal winkte ich. Keine Antwort.
Folgendes lässt sich jedoch festhalten: Er rennt, als würde er den Boden dafür bestrafen, dass er unter seinen Füßen ist. Er fühlt sich im Wasser genauso wohl wie an Land, also stimmen vielleicht die Geschichten, dass seine Mutter ein Meeresgeschöpf war. Und er ist mit der Klinge des Ausgestoßenen bei der Jagd auf Wild genauso geschickt wie im Kampf gegen seine Feinde.
Das ist kein Witz. Ich sah, wie er diese Klinge hundert Meter weit auf einen springenden Gungadeer warf und ihn durch den Nacken an einem Eisenholzbaum aufspießte – sie drang dabei tief ins Holz ein. Am nächsten Morgen ließ er eine der gut durchgebratenen Keulen des Gungadeers neben seinem Feuer liegen. Teil seines persönlichen Ritterkodex? Ein Friedensangebot? Oder vielleicht hatte er einfach keinen Hunger mehr.
Wir hatten die Lange Meerenge fast hinter uns gelassen, als Sven plötzlich stehenblieb und mich näherkommen ließ. Ich nutzte meine Chance und fragte, ob er wirklich ein Halbmeranth sei. Er schaute mich wortlos von der Seite an, ging auf einen der vielen Anlegestege hinaus, die die Lange Meerenge säumen, sprang in voller Rüstung ins Wasser und verschwand, ohne eine Welle zu schlagen, in den unendlich schwarzen Tiefen der See.
„Ja“, hielt ich also als Antwort fest. Und so endete die längste Unterhaltung, die jemals eine Seele mit Sven geführt hat. Gar nicht übel, oder?"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_18_Sven_LocHeroName" "Sven"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_19_Tiny_LocFieldNotes" "Die schwefelhaltige Luft in einem kleinen Tal zwischen zwei rauchenden Gipfeln des Vuurcrag Gebirges ließ mich heftig husten. Aber nicht nur deswegen hatte ich Mühe, mit Tiny mitzuhalten. Während wir voranschritten, schien der Steinriese stetig zu wachsen. Nahm er etwa die umliegenden losen Felsen in seinen Körper auf? Wurden dadurch seine Schritte länger? Ist er ein Teil dieses Vulkangebirges?
„Ja, vielleicht war ich ursprünglich Lava“, beantwortete er meine letzte Frage, die ich offenbar unbewusst laut ausgesprochen hatte. „Einer dieser Vulkane könnte mich vor langer Zeit erschaffen haben“, grollte er.
Ich hatte ihn vor ein paar Stunden am Rande des Gebirges beim Baumwerfen entdeckt. Als ich die runden, konzentrischen Linien auf seinem Kopf kommentierte und andeutete, dass sie ein Hinweis auf seine Herkunft sein könnten, schien er etwas verwirrt. Er behauptete, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Nachdem ich ihm mithilfe eines Spiegels aus meinem Rucksack einen Blick gewährte, hätte ich schwören können, dass er lächelte.
„Ich bin einmal auf den höchsten Berg des Vuurcrag Gebirges geklettert“, begann Tiny. „Diese Kreise ähneln den Ausläufern der gesamten Gebirgskette, die ich von dort oben sah. Sie sind eine Karte!“
Seit dieser Erkenntnis war Tiny nicht mehr aufzuhalten gewesen. Ich für meinen Teil bereute mittlerweile den Entschluss, ihm zu folgen. Zwar hatte ich es bis in dieses Tal geschafft, aber für jeden seiner Schritte, musste ich fünf machen. Mein Wissen um die schiere Größe des Vuurcrag Gebirges und ein weiterer Hustenanfall brachten mich zur Besinnung. „Viel Glück, Großer“, keuchte ich und blieb zurück."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_19_Tiny_LocHeroName" "Tiny"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1_Antimage_LocFieldNotes" "Meine Suche nach Anti-Mage brachte mich unausweichlich zur Akademie von Ultimyr. Denn dies war jener Ort, den die Geißel aller Zauberer nur zu gerne mitsamt all seinen Bewohnern niederbrennen würde.
Nachdem eine magische Tür meine Identität bestätigt hatte, wurde ich sogleich zum großen Speisesaal geleitet. Ich begegnete einem meiner meistvertrauten Informanten in magischen Angelegenheiten genau dort, wo ich ihn letztes Mal zurückgelassen hatte: triefäugig auf einem Stuhl sitzend, den Blick auf einen Krug mit Met gerichtet, der sich unaufhörlich aufs Neue füllte.
Dieser Mann, der sonst unablässig über alles sein Wissen und gelegentlich seine Meinung teilte – vom Groll erzürnter Götter über große Magierschlachten bis hin zu Halbwahrheiten über den Mond –, weigerte sich nun, über genau den Mann zu sprechen, wegen dem ich gekommen war. Er wich all meinen Fragen mit unnützen Plattitüden aus oder wechselte komplett das Thema. „Hast du schon von den Riesenspinnen aus dem Schreckenwald gehört?“, war seine Antwort auf meinen Versuch, mehr über Anti-Mages Klinge herauszufinden, die Magie entziehen kann. Zum Tyler-Anwesen, wo Anti-Mage gefangene Zauberer einsperrte, fiel ihm nur ein: „Lass mich dir verraten, wo du Roben von äußerster Qualität für einen günstigen Preis erwerben kannst.“
Ich unternahm einen letzten Versuch und fragte ihn, wo der Anti-Mage als Letztes gesichtet worden war. Er erstarrte und wusste nicht mehr, wie er mir ausweichen sollte. Mit einem plötzlich vollkommen nüchternen Blick sah er mich an und sagte angsterfüllt: „Zwinge mich nicht, über ihn zu reden.“ Nach diesen Worten wandte er mir den Rücken zu und sein Blick verlor sich abermals in seinem Krug, in dem unentwegt der Met floss. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1_Antimage_LocHeroName" "Anti-Mage"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_1_Antimage_LocPersonaFieldNotes" "Wei lief auf und ab, während wir uns in einem spärlich eingerichteten Raum im Tyler-Anwesen befanden, der Endstation für kriminelle Magier und das Vermächtnis ihres Mentors, Anti-Mage. Nachdem ich an die Tür geklopft hatte, waren wir beide erst einmal enttäuscht gewesen. Ich hatte gehofft, endlich mit Anti-Mage reden zu können. Bei Wei hatte das Klopfen die Vorfreude geweckt, endlich wieder einmal einen flüchtigen Insassen nachzustellen und diesen samt seiner grässlichen Magie auszuradieren.
Ihre Enttäuschung legte sich wieder, als ich erwähnte, dass Goodkind mich geschickt habe. Mit großer Begeisterung und einem Lächeln in ihrem Gesicht gestand sie mir, dass sie insgeheim immer gehofft hatte, namentlich in einem Buch erwähnt zu werden. „Aber schreib das nicht nieder“, fügte sie hinzu. Ich tat so, als würde ich den Teil aus meinen Aufzeichnungen streichen.
Die Informationen sprudelten nur so aus ihr heraus und ihre Schilderungen verliefen kreuz und quer, wie ein wilder Fluss nach einem Dammbruch. Von ihrer Familie, die von einer räuberischen Hexe ermordet wurde, hin zu einer Tirade über Anti-Mages Essverhalten, gefolgt von einer Anekdote über die Enthauptung ihres ersten Magiers, die sie abrupt unterbrach, um auf das einzige Buch im Regal ihres Lehrmeisters hinzuweisen: „Der Schinken ist gar nicht so langweilig!“
Als ich schließlich einhaken konnte und fragte, wie Anti-Mage sie gefunden habe, antwortete sie: „Natürlich! Das wäre die perfekte Geschichte für deine Aufzeichnungen.“ Sie sammelte sich kurz und starrte mich dann mit großen Augen an: „Entschuldige, wo waren wir stehen geblieben?“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_20_VengefulSpirit_LocFieldNotes" "„Sag einfach Shendelzare zu mir“, lächelt mich die Königin des Grausamen Horst freundlich an.
So viel Freundlichkeit hätte ich im GRAUSAMEN Horst nicht erwartet, zumal ihr Spitzname Vengeful Spirit eher auf eine Besessenheit mit Rache schließen lässt. Aber allem Anschein nach regiert sie das Königreich mit gütiger Hand und scheint von vielen Untertanen verehrt zu werden. Es hilft wahrscheinlich, dass mit ihrer Schwester Imperia zuvor eine ruchlose und bösartige Diktatorin auf dem Thron saß.
Und bösartig beschreibt Imperia nur unzureichend. Sie raubte Shendelzare den Thron, indem sie ihr während des Palastputsches die Flügel abhackte und sie aus dem Dornennest warf. Nur durch ein Wunder überlebte die fluglose Shendelzare den Fall und wurde von einer wandernden Göttin aufgelesen. Zufall oder nicht, dies rettete ihr das Leben. Jedoch nicht das Leben im herkömmlichen Sinne!
Jahrelang existierte sie in einem Zustand, der weder als lebendig noch als tot zu bezeichnen war. Ich nehme an, daher kommt der „Geist“-Teil von Vengeful Spirit. Der „Rache“-Teil erklärt sich offensichtlich durch Shendelzares „komplizierte“ Familiengeschichte.
Zurück auf dem Thron scheint Shendelzare endlich ihren Frieden gefunden zu haben. Welche Rache auch immer sie getrieben hat, sie scheint gestillt. Es hilft natürlich, dass sie ihren Körper zurückbekommen hat. Ein Aufstand und ein Königinnenmord später ist im Reich von Himmelszorn wieder Frieden eingekehrt.
Größtenteils! Denn die Hälfte ihres Volkes sind die Fluglosen, ohne die der Sturz von Imperia nicht gelungen wäre. Im Austausch für ihre Unterstützung forderten die bislang Unterdrückten gleiche Behandlung im Königreich. Für Hochwohlgeborene kein einfaches Zugeständnis, aber trotz einiger politischer Auseinandersetzungen scheint Himmelszorn auf dem richtigen Weg zu sein.
„Mit Rache konnte ich meinen Thron zurückgewinnen, aber nicht mein Volk“, beendet Shendelzare zuversichtlich unsere Unterhaltung. „Es wird immer Zweifler auf beiden Seiten geben, aber ich werde sie in Zaum halten, solange ich gerecht und fair regiere.“ Mit anderen Worten: Solange sie das Gegenteil ihrer teuflischen Schwester personifiziert, müssen wir uns um Himmelszorn keine Sorgen machen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_20_VengefulSpirit_LocHeroName" "Vengeful Spirit"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_21_Windranger_LocFieldNotes" "Die Bäume außerhalb von Zaru'Kina schienen sich im Einklang mit Lyraleis Handbewegungen zu wiegen. Leider war der Wind, der die Äste und Zweige in Bewegung setzte, auch dafür verantwortlich, dass ich fürchterlich fror und selbst wie Espenlaub zitterte. Wie immer blieb mir nichts erspart.
„Oh, entschuldige“, sagte sie gelassen und guten Mutes.
Sie nahm ihren Umhang und bot ihn mir an. Trotz meiner gut begründeten Abneigung, Geschenke von neuen Freunden anzunehmen, schwang ich mir den warmen Stoff um die Schulter.
„Du willst wissen, wie ich dem Wind weiterhin zugeneigt sein kann, nachdem ein Sturm meine Eltern tötete?“ Selbst an diesem Punkt unserer Unterhaltung verlor sie nicht ihre angeborene Leichtigkeit. „Du scheinst nicht zu verstehen, dass der Wind mir mehr ein Elternteil ist, als sie es je waren. Er ist wie eine Mutter, die mir das Leben schenkte. Er singt mich in den Schlaf und fährt mir wie mit Fingern durch mein Haar.“
Ohne nachzudenken, machte sie eine weitere Handbewegung, durch die Funken aus dem Lagerfeuer genau in meine Richtung flogen. Ich schrak zurück und sie entschuldigte sich kichernd bei mir.
„Mutter scheint heute recht stürmisch zu sein, nicht wahr?“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_21_Windranger_LocHeroName" "Windranger"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_22_Zeus_LocFieldNotes" "Blitze durchdrangen den Himmel über der Nachtschatten Taverne. Ihr grelles Licht schimmerte durch ramponierte Holzläden, die genug damit zu tun hatten, den Regen draußen zu halten. Bei jedem Donnerschlag schien das alte Gemäuer in seinen Grundfesten zu zittern. Ein so heftiger Sturm konnte nur eins bedeuten:
Zeus ist stinksauer.
Und tatsächlich, die Tür der Taverne wurde plötzlich aufgestoßen und der Vater aller Götter trat höchstpersönlich ein; durchnässt und übellaunig.
„Ihr Tisch ist bereit!“, platzte es unterwürfig aus dem beleibten Besitzer heraus. Er rannte sogleich zu einem Tisch in der Mitte des Raumes und scheuchte die dort sitzenden Gäste weg – wegen der elektrisierten Blitze, die aus Zeus’ Augen und Fingerspitzen zuckten, machten diese ohne Murren Platz.
Zeus ging wortlos ans Kopfende und ließ sich auf einen Stuhl fallen, der unter seinem Gewicht ächzte. Bevor er etwas sagen musste, stand ein Krug Bier vor ihm.
„Wie lange muss ich mich noch unter den Sterblichen beweisen, bevor ich zum Olymp zurückkehren kann?“, brüllte er. „Sicherlich nicht mehr lange …“, warf der Tavernenbesitzer ein, bevor er sich besann und lieber den Mund hielt.
Zeus schaute einer gut gebauten Bedienung hinterher, bevor er den Kopf schüttelte und sein Getränk hinunterstürzte. Ich ahnte, was in seinem Innern vorging. Hätte er in der Vergangenheit der holden Weiblichkeit widerstanden, hätte seine Gattin Hera ihn niemals als Bestrafung für seine Untreue aus dem Olymp verbannt.
„Weitere Schlachten erwarten mich“, seufzte er laut, stand auf und stampfte zurück in die regnerische Nacht."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_22_Zeus_LocHeroName" "Zeus"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_23_Kunkka_LocFieldNotes" "Gewaltige Wellen schlugen schäumend gegen die Klippen im Westen der Bebenden Inseln. Während ich gemeinsam mit einem claddischen Ziegenhüter namens Tarn die Steilküste entlangwanderte, hielt ich einen sicheren Abstand zu diesem tosenden Inferno. Durchnässt vom Sturm erreichten wir schließlich unser Ziel.
„Es ist dort drüben passiert“, sagte Tarn und zeigte weit aufs Meer hinaus. „In Scharen drangen die Schiffe der Dämonen vor und unsere Marine hatte alle Hände voll zu tun, sie zurückzuhalten.“
„Andere Flotten wären im Nu überwältigt worden“, versicherte er mir. Aber die claddische Marine wurde angeführt vom berühmten Kunkka. Der unerschütterliche Admiral setzte sich mit seinem Flaggschiff an die Spitze der Verteidiger. Rückzug oder Kapitulation waren keine Option, selbst als ein Schiff nach dem anderen von den Dämonen versenkt wurde.
„Augenzeugen berichteten, der Eingriff der Magier hätte die Seeschlacht entschieden“, bebte Tarn und schlug sich auf die Brust. „Aber sollte ich zu den Waffen gerufen werden, dann zeig mir ein Schiff mit Kunkka am Ruder, und ich werde ihm folgen. Hurra!“
Sein Enthusiasmus war ansteckend, aber wir alle kennen den Ausgang der Schlacht. Wie aus dem Nichts, stieg Maelrawn aus den Tiefen des Ozeans herauf und weder die angreifenden Dämonen noch die Verteidiger von Claddish hatten dem gewaltigen Meeresungeheuer etwas entgegenzusetzen. Als die Dämmerung einsetzte, waren beide Flotten vollständig vernichtet. Auch Kunkkas Flaggschiff blieb verschwunden, aber Tarn will davon nichts wissen.
„Man kann sein Schiff in klaren Nächten noch immer die Küste patrouillieren sehen“, beteuerte er. „Und solange Kunkka auf der Brücke seines Schiffes steht, sind wir sicher.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_23_Kunkka_LocHeroName" "Kunkka"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_25_Lina_LocFieldNotes" "Die Sonne brennt über Misrule und der wolkenlose Himmel verschwimmt am Horizont mit der unendlichen Wüste.
Linas Hitzeblitz trifft zielsicher einen halben Meter langen Skorpion, den ich erst bemerke, als es schon zu spät ist. Das Biest wäre mein Tod gewesen, jetzt riecht es nach Fasan, allerdings nach dem unappetitlichsten Fasan aller Zeiten. „Hier entlang“, sagt Lina, tritt die verkohlte, achtbeinige Leiche die Düne hinunter und stolziert in einen Höhleneingang.
„Ich traf den Wüstenwurm, als ich neun war. Er sieht sich selbst als eine Art reptilienartige Vaterfigur. Also mach keine plötzlichen Bewegungen oder …“ Sie erzeugt einen Feuerball.
„Verstanden.“
Als wir um die Ecke kommen, sehen wir, wie der Wüstenwurm sich langsam entrollt. Eine finstere, geschlitzte Pupille schaut mich direkt an. Dann zwinkert er mit beiden Augen, schüttelt seine Schuppen und ein brüllendes Lachen erfüllt die Höhle.
„Du kannst jetzt wieder atmen“, stupst Lina mich an.
Ich gewöhne mich langsam an meine Gastgeber und mithilfe von Flammen stellen die beiden Linas größte Kämpfe nach; die Geschichten sind ebenso beeindruckend wie die schwindelerregende Pyrotechnik.
Als Zugabe beschließt Lina, unvorteilhafte Piktogramme ihrer Schwester in die Höhlenwand zu brennen. Dabei gerät sie immer mehr in Rage. Anstatt auf den Vorhang zu warten, verabschiede ich mich leise und bin froh, ein Einzelkind zu sein. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_25_Lina_LocHeroName" "Lina"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_26_Lion_LocFieldNotes" "„Ich habe Tausende von Seelen gesammelt“, prahlt Azagar hinter dem funkelnden Bannkreis, der ihn hoffentlich sicher in Schach hält. „Jeder Dämon muss zehntausend Seelen sammeln, um zu einem Erzdämonen aufzusteigen. Mir fehlten dafür nur noch zwei mickrige Opfer.“
Das war unzweifelhaft die Wahrheit. In der Hölle eilte Azagar der Ruf eines gerissenen Bauernfängers voraus, vor dem selbst die reinsten Seelen nicht sicher waren. Altruisten, Pazifisten und sogar ein echter Heiliger wurden von ihm ausgetrickst, aber sein größter Preis ist Lion, ein Großmeister der Dämonenhexer-Tradition.
„Er hat immer für die kleinen Leute gekämpft“, sinniert der Dämon. „Gutes zu tun, schien ihm im Blut zu liegen, aber noch wichtiger war ihm die Verehrung, die damit einherging.“
Azagar versprach Lion endlosen Ruhm und Ehre, wenn er nur seinen Befehlen folgen würde, und korrumpierte gleichzeitig dessen Sinn für Recht und Unrecht. Lion missbrauchte seine Macht, und als seine Seele vollends verdorben war, fiel sie Azagar in den Schoß wie ein reifer Apfel. Der Dämon kehrte mit seinem Preis in die Hölle zurück und überließ den seelenlosen Zauberer seinem Schicksal.
Doch was folgte, überraschte sogar diesen gewieften Bewohner der Hölle: „Ich wählte gerade einen frommen Priester als mein nächstes Ziel aus, als Lion in der Hölle auftauchte und seine Seele zurückforderte.“
„Aber was der Hölle einmal gehört, gibt sie nicht mehr her“, spann Azagar die Geschichte weiter. Demnach ließ das Scheitern seiner Mission in Lion eine geradezu dämonenhafte Wut aufsteigen: „Er überraschte mich und hackte mir die Hand ab.“ Was dann geschah, lässt sich in jeder Bibliothek nachlesen: Lion verließ mit dieser mächtigen Trophäe und noch mehr Hass im Herzen die Hölle und treibt seitdem in den Reichen sein Unwesen. „Ihr Sterblichen tut mir leid“, versichert mir Azagar. „Er ist wirklich eine Handvoll!“
Was Azagar wirklich leidtat, verriet er mir mit einer Frage: „Wusstest du, dass beim Sammeln von Seelen dein Zähler auf Null gesetzt wird, wenn du zu lange Pause machst … Zum Beispiel, weil deine Extremitäten erst wieder nachwachsen müssen?“
„Meine Hand habe ich wieder, aber all meine gesammelten Seelen waren futsch“, stöhnt der Dämon. Der Bannkreis flackert bedrohlich, als er hinzufügt: „Dir scheint die Tinte auszugehen. Ich könnte dir einen unerschöpflichen Vorrat besorgen … für einen minimalen Preis.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_26_Lion_LocHeroName" "Lion"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_27_ShadowShaman_LocFieldNotes" "Rhasta der Shadow Shaman streckte seine Hände vor sich aus. Etwas genervt und mit großer Skepsis – ich bin schließlich kein Narr – ergriff ich diese. Der Ruf des Trolls war nicht der Beste und jeder weiß, dass diese sogenannten Schamanen besser darin waren, naive Kunden hinters Licht zu führen, als tatsächlich Kontakt mit den Toten aufzunehmen. Rhasta schloss seine eindringlichen weißen Augen und fing an, vor sich her zu singen.
Jetzt kommt’s, dachte ich mir. Eine weitere Verschwendung meiner Münzen sowie meiner Zeit. Doch als sein Gesang mich fast in Trance versetzte, tat sich etwas in meinem Kopf. Es war etwas Bekanntes, das an meiner Seele zerrte, wie ein Geruch, der eine Erinnerung hervorrief. Rhasta schnalzte mit der Zunge und fragte mich etwas sehr Persönliches, das ich an dieser Stelle lieber verschweige.
Ich versuchte, meine Verwunderung zu unterdrücken, als der Schamane auf einmal mit einer mir sehr bekannten Stimme anfing zu sprechen. Es war, als hätte diese Person aus meiner Vergangenheit von seiner Kehle Besitz ergriffen. Als er, oder besser gesagt sie, wieder verstummte, öffnete Rhasta seine Augen.
Er nahm einen Hut mit breiter Krempe und hielt diesen mit einem breiten, verzerrten Grinsen in meine Richtung.
„Nun zum Besten: deine Spende.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_27_ShadowShaman_LocHeroName" "Shadow Shaman"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_28_Slardar_LocFieldNotes" "Das kleine Boot aus Verdaholz, das ich mir von einem Bekannten eines Feindes eines Freundes geliehen hatte, sprang chaotisch über die rauen Wellen an der Schattenküste, während ich in den Wind ruderte. Ich rudere immer gegen den Wind … Danke, Goodkind!
Eine grüne Schwanzflosse schnellte hinter einer Schaumkrone nach oben und schlug zur Begrüßung aufs Wasser. Mein Kontakt. Mit einem mühelosen Flossenschlag kam die Naga längsseits und verlangte eine Anzahlung für ihre Geschichte über Slardar, den mächtigen Slithereen. Als ehemalige Wache der versunkenen Schatzkammer hatte sie offenbar Geschmack an Goldmünzen gefunden. Zudem erwähnte sie wiederholt, dass sie „derzeit ohne Partner“ sei.
Nachdem ich sie bezahlt hatte – und dem Leser sei versichert, dass dies ausschließlich in Gold geschah –, erzählte sie, wie sie und Slardar einmal einen Meranth verfolgten, der eine Art Flammenstab gestohlen und sich in der Tiefe versteckt hatte. Dem Slithereen war es egal, dass die Waffe praktisch nutzlos war, da sich das Feuer des Stabes im Wasser nicht entzünden konnte. Es war das Prinzip, auf das es ankam.
Als der gnadenlose Slardar ihn aufspürte, zerrte er den Dieb an Land, spießte ihn mit dem Stab auf und kochte ihn mit der Flamme bei lebendigem Leib.
„Der Gestank war unerträglich“, zischt Naga bewundernd. „Aber Slardar bestand auf einer letzten Lektion, die er mit ins Grab nehmen sollte.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_28_Slardar_LocHeroName" "Slardar"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_29_Tidehunter_LocFieldNotes" "Südlich von Rauchschwaden ziehen sich makellose weiße Sandstrände kilometerlang die Küste entlang. Ihre Schönheit bleibt jedoch oft verborgen, weil sich dichte Nebelbänke aus der Hafenstadt heraus aufs Meer wälzen – diese trägt ihren Namen nicht von ungefähr. Bei besonders dichtem Nebel übersieht man leicht die Schilder „Schwimmen verboten“, obwohl die Stadtverwaltung von Rauchschwaden diese alle paar Meter in den Sand gerammt hat.
Bei meinem Besuch bricht gelegentlich die Sonne durch, weshalb ich die Warnung nicht übersehen kann. Die Gegend war einst ein Ziel für wohlhabende Reisende, erzählt mir Pellen. Mein Begleiter ist der Besitzer einer verwaisten Herberge hinter den Dünen.
„So viele Händler kamen hierher“, sagt er mit mürrischer Stimme. „Sie trafen andere Händler zum Geschäfte machen oder brachten ihre Familien mit, um sich für ein paar Tage zu entspannen.“
Doch dann kam Tidehunter.
Pellens Bericht über diesen Tag war schwer verdaulich: Es begann an einem sonnigen Tag im Juni mit einem plötzlichen Aufwallen im Wasser. Ein erster Schrei schreckte die Strandbesucher auf, gefolgt von weiteren Rufen, bis komplette Panik ausbrach. Jeder im Wasser war leichte Beute. Auf dem Strand gelang in dem Chaos nur ein paar Glücklichen die Flucht, weil es so viele von ihnen gab. Obwohl der Angreifer grausam methodisch vorging, konnte er sie nicht alle erwischen.
„Das blaue Wasser da draußen? Das war rot. Der weiße Strand? Es hat Monate gedauert, bis die Flut das Blut weggespült hat“, sagt Pellen. „Das war vor einem Jahr, aber die Leute haben es nicht vergessen. Wahrscheinlich kommen sie nie mehr zurück.“
Er rückt eines der Schilder zurecht und seufzt: „Ein Strand, an dem man nicht schwimmen kann. Ich kann es ihnen nicht verübeln.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_29_Tidehunter_LocHeroName" "Tidehunter"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_2_Axe_LocFieldNotes" "Von allen Helden, die jemals Fuß auf die irdische Ebene gesetzt haben, können sehr wenige, kann fast niemand, kann absolut niemand Mogul Khan oder Axe dem Großen Axe dem Übermächtigen, wie er allgemein genannt wird, das Wasser reichen. Da ich seine Brutalität Kampfkunst aus nächster Nähe bewundern konnte, kann ich ohne Zögern sagen, dass er zu den tapfersten der tapferste Kämpfer ist, den diese Länder je gesehen haben.
Der General der roten Meute, der größte Oglodi aller Zeiten, lässt sich vom Tod nicht beeindrucken lacht im Angesicht des Todes, was bedeutet, dass er sich von ihm nicht einschüchtern lässt, ist ebenso gutaussehend wie tödlich.
Auch was sein eigenes Erbe angeht, ist er bemerkenswert engagiert. Tatsächlich wäre es nicht unzutreffend zu behaupten, dass ich gezwungen wäre, eine wahre Litanei an Tugenden aufzuzeichnen.
Mogul sagt mir, dass ihm der letzte Satz über seine unzähligen Tugenden gefällt. Er möchte auch, dass ich darauf hinweise, dass er mich nicht zwingt, alles aufzuschreiben, was er über seine Großartigkeit zu sagen hat.
Aber er ist einfach großartig! Weshalb ich es hiermit – natürlich aus freien Stücken – für die Nachwelt festhalte. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_2_Axe_LocHeroName" "Axe"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_30_WitchDoctor_LocFieldNotes" "„Willst geheilt werden? Oder brauchste einen Fluch für’n Ex-Freund?
Witch Doctor Zharvakko schlurfte in seiner Hütte umher, der größten in seinem Dorf im Dschungel der Insel Prefectura. Die heruntergekommenen Regale waren vollgestopft mit einem Sammelsurium aus geflochtenen Schmuckstücken, toten Eidechsen und verschiedenen Schädeln. So vielen Schädeln.
„Habe alles, was Leute brauchen. Da biste zum richtigen Onkel Doktor gekommen“, sagte er mit unerwarteter Fröhlichkeit.
Seine Miene verfinsterte sich jedoch, als ich ihm erklärte, dass ich weder Heilung noch Flüche benötigte. Schnell versicherte ich ihm, dass ich dennoch gewillt sei, ihn zu bezahlen – allerdings für seine Geschichte und nicht für seine Tränke. Das hellte seine Miene sofort wieder auf.
„Willst also meine Geschichte hören? Wie viel Zeit haste denn?“, kicherte er. „Hab nämlich die tollste Geschichte.“
„War als kleiner Stöpsel krank und hässlich. Doch Götter sind gnädig. Gaben mir Kräfte. Konnte mich selbst in Ordnung bringen.“
Er richtete sich so gut es ging auf. Offen gestanden, sah er immer noch bucklig und unförmig aus. Er streckte sich stolz und atmete tief ein, wobei er mit den Armen einen Stapel Knochen umwarf.
„Sieh mich jetzt an … ziemlich gut, was?“
Als ich den rollenden Schädel zu meinen Füßen bemerkte, hatte ich weder das Herz noch den Mut, ihm zu widersprechen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_30_WitchDoctor_LocHeroName" "Witch Doctor"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_31_Lich_LocFieldNotes" "Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es einen bodenlosen Abgrund überhaupt geben kann. Nein, Moment. Ich kann mir exakt fünf Möglichkeiten vorstellen.
Nr. 1: ein Tunnel, der sich durch den gesamten Planeten windet. Nr. 2: ein Portal zu unendlicher Leere. Nr. 3: ein Tor zu ewiger Vergessenheit. Nr. 4: eine Zeitausweitung, die allmählich ins Unendliche wächst. Nr. 5: irgendwas anderes.
Fülle eine Grube mit Wasser und du hast einen Teich. Erschaffe eine bodenlose Grube, und sie wird zum Schwarzen Tümpel. Niemand hat diesen intensiver und unfreiwilliger untersucht als Lich. Vor langer Zeit wurde Ethreain, ein Frostmagier und Tyrann, vom Thron gestürzt und in den Tümpel geschubst. Er stürzte und stürzte immer weiter – ein ganzes Jahr lang. Anschließend hing er unzählige weitere Jahre auf einem zerklüfteten Felsvorsprung fest, was ihm reichlich Zeit zum Nachdenken gab.
Ich fragte ihn, ob der Tümpel wirklich bodenlos sei. Er grinste – nicht, dass einem lippenlosen Schädel viele andere Gesichtsausdrücke zur Verfügung stehen. Aber mir war trotzdem unbehaglich zumute.
„Das hat mich schon einmal jemand gefragt“, sagte er mit vergnügter Stimme und beugte sich vor. „Anhil vielleicht? Ein neugieriger Kerl. Zu neugierig. Aber unvorsichtige Geomanten sind meine Lieblingsspeise.“
Geehrter Leser, vergiss den Schwarzen Tümpel. Lichs Verderbtheit ist ganz eindeutig bodenlos. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_31_Lich_LocHeroName" "Lich"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_32_Riki_LocFieldNotes" "Die Straßen von Slom waren neblig und das fahle Licht der Straßenlaternen ließ die Schatten der dunklen Seitengassen noch bedrohlicher erscheinen. Nicht, dass ich ihn in der grellen Mittagssonne schneller bemerkt hätte. Riki stellte sich mir mit einer Klinge an der Kehle vor.
Aus dem Nichts zischte es in meinem rechten Ohr: „Warum fragst du nach mir?“ Während ich nur schlucken konnte, fügte er eine überflüssige Warnung hinzu: „Worauf wartest du? Ich habe nicht ewig Zeit, um zu entscheiden, ob du lebst oder stirbst.“
Ich hatte gehört, dass die Truppen, die Rikis königliche Familie ermordet hatten, in Slom ihr Quartier aufgeschlagen hatten. Als ich in der Stadt eintraf, hatten die wenigen Soldaten, die nicht überfallen und getötet worden waren, bereits die Flucht ergriffen. Der kalte Stahl an meinem Kehlkopf erinnerte mich an ihr Schicksal und ich wagte es kaum, meine Stimmbänder in Schwingung zu bringen. Fast lautlos fragte ich meinen Entführer, ob der Mord seinen Rachedurst gestillt habe.
„Rache?“, er schien wirklich überrascht. „Warum sollte ich Rache üben? Ich weine meiner Familie keine Träne nach. Und wer auf dem Thron sitzt, ist mir sch***egal.“
„Ich habe ihre Mörder nicht aus Rache getötet. Ich habe sie getötet, weil ich es konnte.“
Und mit diesen Worten verschwand Riki so schnell, wie er aufgetaucht war. In meiner Brust hämmerte mein armes Herz, mein ganzer Körper bebte, aber ansonsten gab es keinerlei Anzeichen dafür, dass er eben noch hinter mir gestanden hatte."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_32_Riki_LocHeroName" "Riki"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_33_Enigma_LocFieldNotes" "Geschichten über Enigma sind sich nicht einig darüber, wer oder was er ist: ein verfluchter Alchemist? Ein schwarzes Loch mit Bewusstsein und Empfindungssinn? Oder ein fleischgewordener Abgrund? Wie die Antwort auch lauten mag, ich war nicht gerade erpicht darauf, diesem Wesen zu begegnen.
Mein bester Ansatzpunkt war das Tagebuch eines gewissen Jovat Kazran, welches mir der Sohn eines Alchemisten überließ, nachdem der Vater den Verstand verloren hatte.
„Ich bin so froh, das Ding los zu sein“, sagte er fast entschuldigend. „An deiner Stelle würde ich es allerdings nicht lesen.“
Natürlich las ich es trotz seiner Warnung. Ganz ehrlich, das Buch überstieg meinen Horizont. Es enthielt hauptsächlich obskure Betrachtungen über schwarze Magie. Dass die letzte Seite fehlte, half auch nicht. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Experten, der mir vielleicht den ein oder anderen Sachverhalt würde erklären können. Und so kam ich auf die Spur eines weiteren Alchemisten namens Cedric.
Ich fand sein Labor auf einem Dachboden mit Blick auf den Nachthimmel. Überall lagen Bücher und Flaschen verstreut. Auf dem Steinboden waren mit roter Kreide geheimnisvolle Kreise gezeichnet, umringt von halb heruntergebrannten Kerzen. Cedric jedoch war nirgends aufzufinden.
Sackgasse, dachte ich mir. Auftrag erledigt. Das hätte mich eigentlich erleichtern sollen. Stattdessen überkam mich ein großes Unbehagen. Ein Buch, das Unsterblichkeit versprach, dem aber die letzte Seite fehlte … Ich war garantiert nicht der Einzige, der es in die Finger bekommen wollte. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_33_Enigma_LocHeroName" "Enigma"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_34_Tinker_LocFieldNotes" "Selbst nach Jahren der Inaktivität und Verwahrlosung – von den Wänden tropfte eine Flüssigkeit, die sich nach näherer Betrachtung nicht als Wasser herausstellte – war das Violette Archiv immer noch in einem besseren Zustand als so manche andere Behausung eines Keens. Ich war auf die üblichen Todesfallen vorbereitet, mit denen das Keen-Volk gern neugierige Besucher davon abhielt, sich Zutritt zu ihren Heiligtümern zu verschaffen, und begann meine Suche. Nachdem ich mehrfachem Kanonenfeuer und einer Speerfalle entkommen war, folgte ich einem langen Gang zu einem Seitenzimmer. Dort überwand ich eine letzte Stachelgrube und erhielt meine Belohnung: Boushs Notizen zum Violettplateau-Zwischenfall.
Obwohl ich kein Mechaniker bin, konnte ich Boushs Kritzeleien grob entziffern. Seine Arbeit ging weit über die anderer Keens hinaus, denen ich bislang zu meinem Leidwesen begegnet war. Dem Tinker war es gelungen, dank eines verwirrenden Zusammenspiels von Metallrohren und Sphären, Herr über das Licht zu werden.
Aber zu welchem Preis? Der Ton seiner Notizen wechselte von ekstatisch zu panisch, als Boush offenbar die Kontrolle über eines seiner neusten Spielzeuge verlor. In dem Versuch, einen interplanetaren Abwehrschild zu erbauen, kreuzte sich das Licht immer und immer wieder, bis es sich wie eine überspannte Feder gewaltsam zusammenzog, explodierte und ein Loch zwischen unsere und eine finstere Welt riss. Hier endete der Eintrag.
Neugierig legte ich die Kladde beiseite und hoffte in den letzten Blättern, die ich aus seinem Archiv gefischt hatte, auf die Fortsetzung. Doch alles, was ich fand, war ein einziger Vermerk: „Interplanetarer Abwehrschild: zweiter Versuch“ …"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_34_Tinker_LocHeroName" "Tinker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_35_Sniper_LocFieldNotes" "Kardel stimmte nur unter einer Bedingung einer Befragung zu: Ich musste eines seiner törichten und womöglich tödlichen Spiele mit ihm spielen. Hundert Schritte von ihm entfernt hielt ich ein Blatt Papier über meinen Kopf, das ich aus meinem Buch herausgerissen hatte und das nun ein dahingekritzeltes Gesicht enthielt. Bevor ich mich versah, hörte ich auch schon einen Schuss, der inmitten des gekritzelten Ziels ein zerfleddertes Loch hinterließ.
„Geh noch hundert Schritte zurück“, rief er mir zu. Ich riss eine weitere Seite heraus, malte mit zitternder Hand ein Schnellporträt und entfernte mich. Auch der nächste Schuss traf ins Schwarze. Sprich, mein Abbild verlor seine traurige Nase.
„Noch weiter.“ Ich trat zurück. „Nein, noch weiter.“ Ich konnte ihn kaum noch hören, geschweige denn sehen. Erneut fand sein Schuss das Ziel.
Ich hatte überlebt und als wir uns später bei einem Krug Ale unterhielten, gestand mir Kardel sein Leiden: Aufgrund einer Prophezeiung sei er der einzige Keen, der selbst von seinesgleichen verschmäht wurde. Die meisten Keen würden sich ihm nur dann nähern, wenn sie einen Beutel voller Münzen hatten und jemanden loswerden wollten. Ausgerechnet in meinem Beisein entkam der Sniper für einen Moment seiner Einsamkeit."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_35_Sniper_LocHeroName" "Sniper"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_36_Necrophos_LocFieldNotes" "Dicke Schwaden aus Verwesung hüllten das kleine Dorf Brylswood ein wie ein Leichentuch. Ich atmete durch einen schweren Schal, während ich durch die totenstillen Straßen wanderte. Ich spielte auf der Suche nach Zeugen, die die Begegnung mit dem verdorbenen Geistlichen Rotund'jere überlebt hatten, mit meinem eigenen Leben.
Rotund'jere, besser bekannt und gefürchtet unter dem Namen Necrophos, war erst vor Kurzem hier gewesen. Daran ließen die aufgedunsenen Leichen, die jeden Winkel übersäten, keinen Zweifel. Auf den Gesichtern und Gliedmaßen seiner Opfer glänzten schwarze Pusteln. Wo die Haut geplatzt war, durchnässten sie den Boden mit stinkendem Eiter.
Das war nicht die einzige Flüssigkeit, die einem den Magen umdrehte. Einige Tote lagen verkrampft mit aufgerissenen Mündern im Dreck. Vor ihrem Ableben hatten sie etwas ausgehustet, das ich für Blut halten musste. Ein schwacher Trost, aber die meisten Dörfler waren offenbar erlöst worden, bevor die Krankheit ihre Lungen erreichen konnte.
Dies war also das grausame Gesicht von Rotund'jeres Macht. Ich brach meine Suche nach Überlebenden ab und suchte schleunigst das Weite. Ich konnte nur hoffen, dass seit dem Besuch seiner Pestilenz genug Zeit verstrichen war und ich mich nicht selbst angesteckt hatte.
Aber noch Tage später suchten die Toten mich in meinen Träumen heim und jedes Kratzen in meinem Hals trieb mir panischen Angstschweiß auf die Stirn. Diese Zeilen zeichnen somit nicht nur die Geschehnisse in Brylswood für die Nachwelt auf, sondern dienen mir selbst als Erinnerung, in Zukunft einen weiten Bogen um Necrophos zu machen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_36_Necrophos_LocHeroName" "Necrophos"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_37_Warlock_LocFieldNotes" "„Er ist hier nicht mehr willkommen“, brummelte Umboldt Tarnath, Dekan der Akademie von Ultimyr.
In seinem prunkvollen Arbeitssaal, der gleichzeitig als Bibliothek und Forschungslabor diente, lief der Dekan auf und ab und schimpfte über den Hexenmeister Demnok Lannik.
Lannik hatte sich als oberster Leiter und Kurator der Akquisition an der Akademie von Ultimyr einen Namen gemacht. Dank seiner beispiellosen Begabung für die magischen Künste wuchs sein Ansehen noch weiter.
Leider zeigte er dabei einen ungesunden Geltungsdrang und eine manische Besessenheit, geheimnisvolle Kräfte zu erlangen. Als er sich mit der Lehre der weißen Zauber nicht mehr zufrieden gab, wandte er sich obskuren und gefährlichen Ritualen zu, die ihn auf immer dunklere Pfade trieben.
„Er schnitzte sich einen Stab aus Schreckenholz und nutzte diesen, um einen beschworenen Dämonen zu bändigen, was auf dem Akademiegelände strikt untersagt ist“, sagte Tarnath, kopfschüttelnd.
„Und zu allem Überfluss arbeitet er nun an einem Schwarzen Grimoire.“ Tarnath glaubte, dass es verbotene Zaubersprüche und finstere Beschwörungsformeln enthalten werde.
„Das geht für die Akademie endgültig einen Schritt zu weit“, zischte der Dekan. „Also nein, er ist hier nicht mehr willkommen. Und irgendwann wird jemand den Mut haben, ihm das ins Gesicht zu sagen.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_37_Warlock_LocHeroName" "Warlock"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_38_Beastmaster_LocFieldNotes" "In der zerfallenden Stadt Slom schwört ein Stallarbeiter, dass Karroch einst einem Wildschwein das Bewusstsein genommen hat. Nicht mit einem Hammer, sondern mit der perfekten Erwiderung.
„Es grunzte ihn an. Er grunzte zurück. Das hat ihm die Sprache, will heißen: das Grunzen, verschlagen.“
Seitdem heißt Karroch Beastmaster und er zuckt jedes Mal zusammen, wenn ihn jemand mit Namen anspricht. Auf meine Frage hin, welchen Namen er bevorzugt, grunzte er: „Bestienfreund.“
Karroch wuchs unter den Tieren der königlichen Menagerie auf: Löwen, Affen und viele andere exotische Kreaturen. Er berichtete mir, er habe früher den Mist aus den Gehegen weggeschaufelt, und wollte wissen, ob ich schon mal Gryphon-Dung gesehen hätte. Laut seiner Aussage sieht der nicht so aus, wie man es erwarten würde.
Eine der dort eingepferchten Kreaturen flehte um Freiheit – nicht mit ihrer Stimme, sondern durch Telepathie. Doch der König lachte nur und schlug es dann kurz und klein. Karroch entwickelte bei seinem verzweifelten Versuch, dem Tier das Leben zu retten, eine enge Bindung zu ihm.
Als sie eines Nachts schließlich starb, sang die Kreatur ein Todeslied, dessen Echo durch die Halle der Menagerie hallte. Dann erklang der Gesang einer einzigen, weinenden Seele. Und dann herrschte Stille … bis plötzlich ein anderes Geräusch zu hören war. Das Geräusch von hunderten Käfigen, die langsam, einer nach dem anderen, geöffnet wurden.
Der König wurde am nächsten Morgen zerfleischt aufgefunden. Es ist nicht bekannt, welche Geräusche er zuletzt vernommen hat. Aber sein Gesichtsausdruck ließ darauf schließen, dass es nichts war, das man hören möchte. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_38_Beastmaster_LocHeroName" "Beastmaster"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_39_QueenofPain_LocFieldNotes" "Uldamine ist eine selbsternannte Historikerin über die gefallene Stadt Elze, aber im Gegensatz zu vielen anderen historischen Abhandlungen waren ihre Bücher ungewöhnlich beliebt. Sie blickte von dem chaotischen Durcheinander an ihrem Schreibpult auf und schenkte mir ein Lächeln. Ich fühlte mich geehrt, dass Uldamine mir ihre Zeit schenkte, während sie offensichtlich über einem neuen Werk brütete.
In ihrer überfüllten Bibliothek befanden sich zahllose Wälzer, von denen sie nicht wenige selbst geschrieben hatte. In unserer Zunft machte jedoch das Gerücht die Runde, dass zahlreiche davon es mit der Wahrheit nicht so genau nahmen.
„Du willst etwas über Akasha wissen“, ermunterte mich meine Gastgeberin. „Nimm Platz.“
Ich suchte mir einen freien Stuhl, während sie bereits die Geschichte von Akasha, der Königin des Schmerzes, begann. Demnach befahl der letzte König von Elze seinen Dämonologen, ein Wesen zu beschwören, das ohne Skrupel Schmerzen zufügen würde.
Die Bürger von Elze waren ein frommer Haufen. Die Erschaffung eines lebenden Folterwesens schockierte sie. Als sie jedoch erfuhren, dass Akasha ihre Aufgaben im königlichen Schlafgemach erfüllte, grämten sie sich vor Scham.
„Sein Aufheulen war in ganz Elze zu hören“, flötete Uldamine mit leicht erröteten Wangen. „Ich habe alle Details in einem meiner Bücher festgehalten … Es muss hier irgendwo sein.“
Während ihrer Suche fuhr sie fort: „Der König von Elze wurde schließlich von seinen Untertanen wegen seiner Gelüste gestürzt.“ Ohne es zu ahnen hatten sie damit den Untergang der Stadt eingeleitet: „Mit dem Tod des Monarchen erlosch der Bann, der Akasha unter den Befehl des Königs stellte. Sie war frei und überzog Elze mit unvorstellbaren Qualen.“
„Ich schreibe gerade ein Buch darüber“, sagte sie. „Es wird weggehen wie warme Semmeln.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_39_QueenofPain_LocHeroName" "Queen of Pain"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_3_Bane_LocFieldNotes" "Für einen Tempel, der vor Äonen tief in den Fels der Bebenden Inseln gehauen und mit arkaner Magie vor unerwünschten Blicken verborgen worden war, strahlt dieses Monument zu Ehren von Nyctasha im Inneren bemerkenswert hell.
Alle paar Meter beleuchten Fackeln meinen Weg durch die Arkaden, deren weiß getünchte Säulen und Wände das Licht zurückwerfen.
Ich bin nicht allein … „Diese Gänge waren einst schwarz und karminrot gestrichen“, flüstert meine Begleitung. „Als wir noch glaubten, Angst sei einfach eine Emotion, ein Geisteszustand.“
Sie ist eine Priesterin von Nyctasha und ihr Eingeständnis kommt für eine Anhängerin der Göttin der Angst doch überraschend. Wie ihren Tempel hielten die Glaubensschwestern die Lehren ihrer Religion lieber im Verborgenen.
„Nyctasha strahlte einfach ihre eigene Angst auf die Welt der Sterblichen aus“, erklärt mir die Priesterin feierlich. „Diese Angst erfüllte einen Zweck. Meine Göttin kontrollierte sie und war dabei nie grausam.“
Bis in einer schicksalshaften Nacht die Göttin in einem Albtraum Bane auf die Welt brachte – eine Verkörperung der Angst, die so überwältigend war, dass Nyctasha sie von ihrem Geist trennte, um nicht verrückt zu werden. Seit diesem traumatischen Albtraum habe ihre Göttin nicht mehr geschlafen, versicherte mir die Priesterin.
„In dieser Nacht veränderte sich die Angst“, schaudert sie. „Die Angst wurde elementar.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_3_Bane_LocHeroName" "Bane"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_40_Venomancer_LocFieldNotes" "In der feuchten, grünen Dunkelheit des Säuredschungels der Jidi-Inseln saß ich im Schneidersitz vor Häuptling Ocot der Yomoco. Ein junger Mann in einem Umhang aus Federn bemühte sich, die Worte des alten Jägers für mich zu übersetzen.
Der junge Mann sagte: „Früher Aktoks Leute hier überfallen. Söhne und Töchter entführt. Als Menschenopfer. Um Schlangengott zu wecken.“
Der Häuptling spuckte ins Moos. „Böser Gott. Verschlingt Welt.“
„Aber jetzt viele Monde, kein Überfall“, fuhr der junge Mann fort. „Wir spähen. Beobachten von Bäumen aus.“ Er sah seinen Häuptling an, der nickte. „Alle weg. Das ganze Dorf. Verstreute Knochen, Hütten zerstört.“
Ich fragte, ob das nicht eine Erleichterung sei. Als der junge Mann meine Worte übersetzte, lachte der alte Mann freudlos.
„Du verstehst nicht“, übersetzte der junge Mann mit gesenkter Stimme. „Sie nicht versagt. Sie weckten Aktok. Wir sehen ihn aus der Erde kriechen. Grüne Haut. Blumen auf Rücken. Große, scharfe Zähne. Tropfendes Gift.“
Der Häuptling beugte sich vor, seine Zähne schwarz vom Saft der Betelnüsse, und krächzte etwas. Der junge Mann schluckte, bevor er seine Worte weitergab.
„Schlangengott ist davongekrochen. Wir hoffen, er kommt nicht zurück. Aber Aktok lebt jetzt.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_40_Venomancer_LocHeroName" "Venomancer"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_41_FacelessVoid_LocFieldNotes" "Angesichts der Tatsache, dass wir herzlich wenig über Wesen aus dem geheimnisvollen Reich von Claszureme wissen, beschloss ich, Faceless Void aus sicherer Entfernung zu studieren. Wenn ein Held sich als Darkterror einen Namen gemacht hat, ist allerdings schwer zu bestimmen, was als sichere Entfernung gilt.
Glücklicherweise oder unglücklicherweise hatte ich in dieser Angelegenheit keine große Wahl. Ich war Faceless Void im dichten Dschungel von Fellstrath auf die Spur gekommen … Vor einem Tag? Vor fünf Tagen? Ich konnte es nicht genau sagen. Aber jedes Mal, wenn ich im unübersichtlichen Unterholz einen Blick auf seine schreckliche Gestalt erhaschte, wurden mir die Füße schwer. Während sich mein Schritt verlangsamte, ging er ungehindert weiter.
Kam ich trotzdem einmal nahe genug heran, um ihn anzusehen, war er plötzlich doppelt so weit entfernt wie noch einen Wimpernschlag zuvor.
Als ich kurz davor war, meine Hatz aufzugeben, wurde aus dem Jäger der Gejagte. Während einer Pause auf einer sonnigen Lichtung erstarrte ich abrupt, als wäre ich aus Stein. Im selben Moment schlich sich Faceless Void an mich heran und beäugte mich aufmerksam, obwohl er keine Augen besaß. Er schien mich nicht als Bedrohung wahrzunehmen, den Göttern sei Dank. Er legte seinen Kopf schief und schritt davon. Gebannt starrte ich ihm hinterher, ohne auch nur ein einziges Wort sprechen zu können.
Danach verließ ich so schnell ich konnte Fellstrath. Darkterror ist wohl eines jener Mysterien, die man am besten ungelöst lässt."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_41_FacelessVoid_LocHeroName" "Faceless Void"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_42_WraithKing_LocFieldNotes" "Beim Durchblättern eines gewaltigen Wälzers in den Gewölben der Bibliothek von Qaldin findet Aldric Bramblethorn endlich, wonach er für mich gesucht hat.
„Da ist es“, ruft er und zeigt kichernd auf die vergilbte Pergamentseite. „Grausam, nicht wahr?“
Der Autor des Buches war der berühmte Historiker Prentiss und auf dieser Seite beginnt seine Geschichte des ebenso legendären wie grausamen Königs Ostarion. Sie ist verziert mit der Zeichnung einer Burg aus menschlichen Schädeln und Knochen. Die Größe der bleichen Burg lässt darauf schließen, dass Zehntausende das Material für den Bau geliefert hatten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das freiwillig taten.
„Seine Burg war Festung und Warnung zugleich“, erklärt Bramblethorn. „Und Ostarion war ein ehrgeiziger Kerl … Er wollte nicht nur über alle Reiche herrschen, sondern bis in alle Ewigkeit.“
In seiner Knochenburg unterzog sich der König deshalb einem verbotenen Ritual. Er missbrauchte die Seelen seiner Feinde und Untertanen, gab seine menschliche Gestalt auf und band sich als Geist für immer an das Reich.
„Zu behaupten, Ostarion ist immer noch am Leben, wäre übertrieben, aber er ist lebendig genug … nur nicht für seine Zwecke“, doziert Bramblethorn. „Sein Königreich ist längst untergegangen, aber er wandert dort draußen weiter umher und verlangt Treue oder Tod … Oder oft beides.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_42_WraithKing_LocHeroName" "Wraith King"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_43_DeathProphet_LocFieldNotes" "„Vater war einer der letzten, der für eine Séance mit Krobelus bezahlte“, krächzte die alte Herzogin, während eine Dienstmagd ihr einen Tee eingoss. Die Tasse war aus schneeweißem Porzellan und ebenso filigran verziert wie der prunkvolle Wintergarten, in dem wir uns versammelt hatten.
Krobelus war eine Wahrsagerin, die sich nur die Reichen und Mächtigen leisten konnten. Sie besaß die teure Fähigkeit, hinter den Schleier blicken zu können, der die Lebenden von den Toten trennt. Dahinter flüsterte ihr eine unbekannte Stimme zu, welche Zukunft ihre Kunden zu erwarten hatten.
„Sie erzählte meinem Vater von einer Dunkelheit, die ihn in zwei Jahren verschlingen würde“, erzählte die Herzogin, während sie ihren Tee genoss. „Aber er war kerngesund und, wie soll ich sagen, ein wenig arrogant.“ Der Herzog glaubte Krobelus demnach kein Wort und forderte sie heraus: Wenn sie so geschickt darin sei, das Schicksal anderer vorherzusagen, warum hatte sie nie in ihre eigene Zukunft geblickt?
Krobelus war herausgefordert, aber was auch immer sie versuchte, ihr Schicksal blieb ihr verborgen. Jahrelang hatte sie den Tod verspottet und Geheimnisse des Schleiers an die Meistbietenden verkauft. Doch als sie nach ihrer Prophezeiung fragte, blieb die Stimme still.
In der verzweifelten Suche nach ihren eigenen Geheimnissen opferte Krobelus sich schließlich selbst. Als sie jedoch den Schleier vollends durchquerte, verleugnete sie der Tod. So wurde aus der Wahrsagerin Krobelus die Wiedergängerin Death Prophet, auf ewig dazu verdammt, aus ihrem Grab aufzusteigen und den Tod in die Welt der Lebenen zu tragen. Die letzte Ruhe bleibt ihr ebenso verweigert wie die letzte Antwort zu ihrem Schicksal.
„Am Ende hat sich die Prophezeiung für meinen Vater bewahrheitet“, keuchte die Herzogin. „Weil Krobelus den Tod nicht mehr vorhersagt, sie bringt ihn!“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_43_DeathProphet_LocHeroName" "Death Prophet"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_44_PhantomAssassin_LocFieldNotes" "Ich taste mich an der kalten Steinwand außerhalb der Kapelle entlang. Keine Fugen. Interessant. Ich bin in Begleitung einer sittsamen Priorin, die in einer schweren Kriegsrobe gekleidet ist. Sie sagt mir, dass es verboten sei, mit Mortred – oder mit einer der anderen Schwestern des Schleiers – zu sprechen. Sie deutet an, dass es eine wohlwollende Geste sei, mich wegzuschicken, denn würde ich bleiben, würde Mortred, wer weiß, was mit mir anstellen.
Hier bin ich nun, nach monatelanger Suche. Ich war allen Spuren gefolgt, hatte alle Gerüchte geprüft sowie mit etlichen skrupellosen Anführern der Assassin-Gilde geredet (die nicht gerade zuvorkommend waren), und jetzt sollte ich entweder aufgeben oder sterben? Nein, ich versuche lieber mein Glück, als aufzugeben, und sage ihr das auch.
Die Gestalt der Priorin verblasst und aus den verschwommenen Konturen tritt genau die Verschleierte Schwester hervor, die ich so lange suchte.
Etwas überrascht über mein unverhofftes Glück, zucke ich zusammen.
„Ein früher Tod ist dir nicht vorbestimmt“, versichert sie mir.
„Gut zu wissen“, sage ich mit einem hervorgequälten Lächeln.
„So dann … eine Frage darfst du stellen.“
Ich frage sie nach ihrem früheren Leben.
Ihre Erinnerungen sind verschwommen. Nachdem der Orden sie dem Zuhause eines Tares-Händlers entriss, bestand ihr Leben ausschließlich aus der Klingenkunst, der Meditation sowie der Regeneration. Von Initiationsritualen kein Wort, aber mit einem angedeuteten Lächeln gibt sie an, dass sie mit 12 Jahren, die Jüngste gewesen sei, die den Schleier legte.
Ihr erster Mord? Ein Geheimnis zwischen ihr und dem Toten. Ihr zweiter? Der Emporkömmling von König Schaumkrone. Noch nie von ihm gehört? Ganz genau!
Bevor ich versuchen kann, ihr eine weitere Frage zu stellen, steht die Gestalt mit der Kriegsrobe wieder vor mir. ∗seufz∗
Hätte ich mir ja auch denken können. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_44_PhantomAssassin_LocHeroName" "Phantom Assassin"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_44_PhantomAssassin_LocPersonaFieldNotes" "Die Gasse roch nach verbranntem Lampenöl und Safran, ein säuerlicher Geruch, der mir in der Nase blieb. Blutspritzer klebten noch immer auf dem Kopfsteinpflaster, doch die Leiche des Händlers war von Revtels Handlangern weggebracht worden, sauber entfernt wie ein Eintrag aus dem Kassenbuch.
Eine kalte Klinge presste gegen meine Kehle. „Wer hat das getan?“, fragte eine Stimme leise, drängend und nicht zum Schwerzen aufgelegt.
Ich blinzelte. „Ich kann nur sagen, was ich herausgefunden habe.“ Ich deutete auf das Blut, auf die Zwischenräume, auf die sauberen Bögen. „Doppelschneidige Klinge. Ein Zeuge sah eine verschleierte Gestalt. Und alles geschah innerhalb einer Stunde.“
Die Klinge entfernte sich von meinem Hals. Eine hagere Gestalt trat aus dem Schatten. Sein Blick huschte über mein Gesicht. Ein subtiles Nicken. „Dann kann sie nicht weit gekommen sein.“
Ich atmete aus. Noch bevor ich den Atemzug beendete, war er verschwunden. Keine Schritte, kein Rascheln, nur die Last seiner Abwesenheit und das Gefühl, dass das Kalkül, das ihn hierher geführt hatte, noch weitere Kreise ziehen und noch mehr Blut folgen würde. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_45_Pugna_LocFieldNotes" "Das Kloster war eine Ruine. Keine Mauer stand mehr, geschwärzte Balken reckten sich gen Himmel. Ich wanderte zwischen den Trümmerstücken umher und kritzelte Beobachtungen in mein Notizbuch.
Mitten im Satz unterbrach mich ein spöttisches Lachen. Ich sah auf und erblickte vor mir eine skelettartige, von grünem Feuer umzüngelte, Erscheinung. Sie war mit spärlichen, jedoch königlichen Gewändern bekleidet und in ihren Augen loderte eine schelmische Grausamkeit.
Panik stieg in mir hoch wie eine Stichflamme. „Ich … Du musst …“
Die Erscheinung schnappte sich mein Notizbuch und blätterte es durch wie ein Kind, das einer Fliege die Flügel ausrupft. Nach einer Weile fand sie die Seiten, auf denen ich die umliegenden Dörfer und die Überlieferungen der Region beschrieben hatte, die mich auf der Suche nach Pugna hierher geführt hatten. Jetzt, wo er vor mir stand, bereute ich, dass ich nicht grundsätzlich zu Hause geblieben und mich im Wandschrank versteckt hatte.
Pugna sah mich an und grinste dabei von Horn zu Horn. Mit einer raschen Bewegung verbrannte er die Seiten, auf denen ich seinen Aufenthaltsort beschrieben hatte, mit grünem Höllenfeuer. Dann schmiss er das Buch über seine Schulter und riss mir die Feder aus der Hand. „Meine!“, kicherte er. Und dann war er verschwunden.
Ich sammelte die Überreste meines Notizbuchs ein und lehnte mich an eine verkohlte Wand. Nach einer guten halben Stunde hatte ich mich so weit beruhigt, dass ich mit einem gefundenen Stück Kohle weiterschreiben konnte. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_45_Pugna_LocHeroName" "Pugna"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_46_TemplarAssassin_LocFieldNotes" "Ein aufgedrehter Heiler winkte mich eilig in einen verzierten Raum des Hospizes.
„Es geht um Leben und Tod“, schnaufte er. „Wir haben keine Zeit zum Trödeln.“
Mein Ruf als Trödler war mir mal wieder vorausgeeilt.
Auf dem Bett lag der ehemalige Herzog von Uhatu. Von mehreren mit Distelwolle ausgestopften Kissen umrungen, flehte er mich mit aufgerissenen Augen an, seiner Geschichte Gehör zu schenken.
Seine unersättliche Gier nach Wissen hatte ihn zu einem Meisterkodex geführt, von dem gesagt wurde, dass er eine Tür zu endlosem Wissen öffnen könne. Leider blieb sein Streben nach Wissen nicht unbemerkt. Kurz bevor er die Zauberformel zu Ende sprechen konnte, rammte Lanaya ihre psionische Klinge in seine Schläfe. Ihre Meister hatten sie damit beauftragt, ihn zu töten, aber als Gegenleistung für sein erlangtes Wissen, war sie bereit, einen Kompromiss einzugehen.
Sie beraubte ihn seines Geistes, ließ jedoch die Erinnerungen an diesen einen fatalen Moment zurück, sodass er, in einem vegetativen Zustand weiterleben konnte und einmal am Tag aufwachen sollte, um sein Erlebtes mit der Welt zu teilen. Den Rest seines Wissens nahm sie in sich auf.
Die Augen des Herzogs schlossen sich wieder. Er fiel zurück. Er atmete, verharrte jedoch regungslos auf dem Bett.
Wenigstens hatte er ein bequemes Bett. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_46_TemplarAssassin_LocHeroName" "Templar Assassin"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_47_Viper_LocFieldNotes" "Ein müder Nieselregen versucht sein Bestes, die rauchende Schneise zu heilen, die sich vor mir am Waldrand auftut. Plopp-zisch, plopp-zisch macht es jedes Mal, wenn die Tropfen auf grünglühende Baumstümpfe tropfen – die kläglichen Überreste von tausend Jahre alten, knorrigen Ulmen.
Mein Führer Arrol wirft eine Kupfermünze in den giftigen Matsch. Sie verschwindet augenblicklich in einer stinkenden Gaswolke.
„Wie ich es gesagt habe“, kichert er. „Scheußliches Zeug.“ Ich kann ihm nur zustimmen. Dies sind also die Folgen des jüngsten Säureangriffs des niederträchtigen Nifldrachen Viper.
Die Bewohner dieses uralten Waldes – von den lichten Rändern, wo Arrol zu Hause ist, bis zu den dunkelsten Tiefen, die auf keiner Karte verzeichnet sind – haben sich zusammengetan und die erfahrenen Waldhüter angeheuert, um den Nifldrachen zu töten. Viper hatte zuvor vehement und mit Gewalt darauf bestanden, dass das Waldvolk ihn als Gott anbetet. Allem Anschein nach haben sich die Waldhüter ihren Lohn noch nicht verdient. Pfeile und Schwerthiebe sind eben nicht besonders effektiv gegen einen Nifldrachen.
Ich erkundige mich bei Arrol, ob das Anbeten nicht das kleinere Übel wäre. Seiner Regungslosigkeit nach zu urteilen, hat er mich nicht gehört. Also frage ich ihn erneut. Diesmal verrät mir sein verständnisloser Blick, dass er mich bereits beim ersten Mal gehört hatte. Der Nieselregen geht plötzlich in einen Platzregen über, der mir eine Entschuldigung erspart. Wir rennen wortlos in den schwelenden Wald und suchen dankbar Schutz unter den verbleibenden Ulmen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_47_Viper_LocHeroName" "Viper"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_48_Luna_LocFieldNotes" "„Ich sehe, du hast Nova bereits kennengelernt“, sagt die schwer bewaffnete Kriegerin und lächelt mich freundlich an. Gleichzeitig lässt das rötlich schimmernde Mondlicht über dem Nachtsilberwald die Klingen ihrer beeindruckenden Gleven gefährlich aufleuchten.
In der Tat hatte ich bereits Bekanntschaft mit Nova gemacht, da die riesige Katze mich mit ihren Pranken gegen einen Baum drückt. Jede Wette, sie könnte mich mit zwei Bissen komplett verschlingen. Drei, wenn sie sich Zeit lässt für einen leckeren Happen wie mich.
„Warum treibst du dich im Nachtsilberwald herum? Und sei ehrlich!“ Ich habe also gefunden, wonach ich gesucht hatte: die Kriegerin Luna und ihr berühmtes Reittier Nova. Eine ungeduldige Stimme reißt mich aus meinen Gedanken: „Die Göttin wird es uns verraten, falls du uns zu täuschen versuchst.“
Unter dem Druck der monströsen Katzenpfoten auf meiner Brust versuche ich, Luft zu holen. Keuchend erkläre ich Luna, dass ich auf der Suche nach ihrer Geschichte hergekommen bin. Das Leuchten des Mondes wechselt von rötlich zu silbern und nach einem kurzen Wink ihrer Herrin verliert die Katze das Interesse an mir. Ich atme tief durch.
Hier ist Lunas Geschichte: Sie war einst eine gefürchtete Kriegerin, die an der Spitze einer ganzen Armee gegen eine Übermacht in die Schlacht ritt. Diese ging verloren, die meisten ihrer Untergebenen ließen ihr Leben und Luna irrte allein ziellos umher. Vom Hunger fast in den Wahnsinn getrieben und am Rande des Todes, schickte die Mondgöttin Selemene Nova aus, um Luna auf die Probe zu stellen. Offensichtlich meisterte die Kriegerin mit letzter Kraft diese Prüfung.
„Wenn ich jetzt in den Krieg ziehe, ist das in Ihren Diensten“, beendet sie voller Ehrfurcht ihre Erzählung. „Wenn ich Blut vergieße, ist es für Selemene.“
Damit springt sie auf Novas Rücken und das Paar verschwindet spurlos zwischen den Bäumen. Selemene hat sie vor dem Verhungern gerettet. Ob vor dem Wahnsinn, da bin ich mir nicht so sicher."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_48_Luna_LocHeroName" "Luna"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_49_DragonKnight_LocFieldNotes" "Sir Davion der Tapfere. Sir Davion der Weise … Es musste ermüdend sein, auf Schritt und Tritt von ehrfurchtsvollen Bewunderern umgeben zu sein. Ritter Davion nahm die Aufmerksamkeit jedoch gelassen und sonnte sich nie in seinem Ruhm. Nur einmal sah ich ein subtiles Lächeln über sein Gesicht huschen, als sich junge Damen gegenseitig wegschubsten, um einen flüchtigen Blick auf ihren Helden zu werfen.
Es gab jedoch einen Namen, der Davion Unbehagen bereitete: Sir Davion der Drachentöter. Ich hielt dies für absurd: War er nicht dafür berühmt geworden, den mächtigen Drachen Slyrak zur Strecke gebracht zu haben? War er es nicht, der die Schuppen seines Feindes als Panzer trug?
Ich war oft genug Zeuge von falscher Bescheidenheit gewesen, daher fragte ich ihn direkt, bevor unser Treck die Tore von Hauptstadt erreichte. Während ich ihn aufmerksam anblickte, wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass seine Augen nicht ihm allein gehörten. „Als ich Slyrak das Leben nahm, gingen nicht nur dessen drakonische Kräfte auf mich über“, schilderte Davion diesen schicksalhaften Tag. „Ich entwickelte auch eine recht ungelegene Empathie für Slyraks Spezies.“ Ich blieb abrupt stehen: Der Drachentöter hat ein Herz für Drachen.
Als ich meinen Schock überwunden hatte, hakte ich aufgeregt nach. Hieß dies, er würde die Jagd auf Drachen an den Nagel hängen? Da war wieder dieses Lächeln und er beruhigte mich: „Nein, es ist ja nicht so, als wäre mein Symbiont mit allen Würmlingen friedlich ausgekommen.“ Ich hatte in der Tat viele Berichte gelesen, dass Slyrak zu seinen Lebzeiten viele von ihnen als unausstehlich empfand. Aufgrund der offenen Rechnungen konnte ich mir daher gut vorstellen, dass Sir Davion und Slyrak sich irgendwie geeinigt hatten."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_49_DragonKnight_LocHeroName" "Dragon Knight"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_4_Bloodseeker_LocFieldNotes" "Wie das Sprichwort besagt: „Da wo Iczoxtotec kreist, Strygwyr jemandem das Leben entreißt.“
Natürlich nennen nur die anderen Bonehunter ihn Strygwyr. Unter seinen Feinden ist er als Bloodseeker bekannt. Und unter seinen Freunden? Na ja, sagen wir es mal so: Von denen hat er nicht viele.
Wie dem auch sei, während ich dem imposanten Vogel Iczoxtotec folge, fliegt dieser auf ein Lager von Oglodi-Söldnern zu, das soeben von Bloodseeker überfallen wird. Dies ist meine Chance, den Bloodseeker von Angesicht zu Angesicht zu treffen – zumindest den Teil, der davon zu erkennen ist.
Als ich mich dem Schlachtfeld nähere, ist er gerade damit beschäftigt, den letzten Oglodi in zwei gleich große Teile zu schneiden, während seine Rüstung das Blut des Opfers bis auf den letzten Tropfen aufsaugt. Lautlos frage ich mich, ob es eine gute Idee war, Iczoxtotec zu folgen, und mit zittriger Stimme wende ich mich an Strygwyr: „W-Warst du schon immer, ähm, so?“
Seine Aufmerksamkeit ist nun gänzlich auf mich gerichtet. Leider!
„Die Ausgestoßenen fordern eine Opfergabe“, erwidert er keuchend. „Ich muss sie erbringen, oder sie werden das Blut meines Volkes einfordern.“
Ich schrecke zurück. Man braucht nicht selbst blutdürstig zu sein, um erkennen zu können, wenn jemand anderes es ist. Glücklicherweise kehren genau in diesem Moment weitere Söldner in ihr Lager zurück, die Bloodseekers Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Ein großes Glück für mich, aber ein GROSSES Pech für die Oglodi.
Als er sich durch die Truppen metzelt, ergreife ich die Flucht. So eine Chance bekomme ich nicht zweimal. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_4_Bloodseeker_LocHeroName" "Bloodseeker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_50_Dazzle_LocFieldNotes" "„Ich bin kein Monster“, versicherte mir Dazzle.
Als ich ihn eingeholt hatte, beugte er sich gerade über den Körper eines sterbenden Hirsches, der in einem schattigen Waldstück, etwa eine Meile vor den Bergen des Nebelwaldes lag.
„Man sagt, dass mich das Nothl-Reich verdorben hat. Dabei hat es nur mein wahres Potential freigelegt“, grummelte er missmutig.
Dazzle war ein unerfahrener Akolyth, als er sich dem finsteren Ritual der Seelenreise durch das Nothl-Reich unterziehen wollte. Die Ältesten des Ordens der Dezun, die das Ritual seit jeher überwachen, erteilten ihm zunächst eine Absage; er wäre zu jung. Dennoch bestand er darauf, der Prüfung gewachsen zu sein – bis die Ältesten schließlich nachgaben.
Doch die Bedenken der Ältesten schienen sich zu bewahrheiten: Stunde um Stunde verging, ohne dass Dazzles Seele aus dem Nothl-Reich zurückkehrte. Als sie die schwere Entscheidung trafen, Dazzles Mutter vom bedauerlichen Tod ihres Sohnes zu berichten, erwachte er zu neuem Leben.
„Würde ein Monster so etwas tun?“
Plötzlich schoss ein rosafarbener Blitz aus seiner Hand und traf den Hirsch. Dieser sprang sofort auf die Beine und schüttelte den Kopf, als wolle er einen bösen Traum abschütteln.
Vielleicht handelte es sich bei den Geschichten über ihn um Ammenmärchen, dachte ich mir. Doch dann gackerte er und schoss mit seiner anderen Hand einen weißen Blitz ab, der den Hirsch erneut zu Boden streckte. In den Geschichten steckte wohl doch ein Körnchen Wahrheit."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_50_Dazzle_LocHeroName" "Dazzle"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_51_Clockwerk_LocFieldNotes" "Jedes Mal, wenn ich einer von Rattletraps Apparaturen zu nahe kam, rief er mir zu: „Fass das nicht an.“ Ich befand mich in seiner Werkstatt des Schreckens, die voller tödlicher Erfindungen war. Ich sagte ihm, dass ich nicht vorhatte, irgendetwas anzufassen, ich war schließlich nicht lebensmüde. Und obwohl seine unablässigen Warnungen vor allem eine Form der Prahlerei waren, enthielten sie doch ein Jota Fürsorge.
In Anbetracht der unzähligen Tode durch Zerstümmelung, die Rattletrap angelastet wurden, waren seine Vorsicht und sein Selbstbewusstsein berechtigt. Als ich ihn fragte, ob es sich bei den Flecken, die auf seinen Erfindungen zu erkennen waren, um Blut- oder Rostflecken handelte, nickte er nur mit einem breiten Grinsen. Mir wurde bewusst, dass er mit einigen Testobjekten nicht so fürsorglich umgegangen war, wie mit mir.
Im Grunde störte es Rattletrap herzlich wenig, wenn Unschuldige in seiner Werkstatt ihr Leben ließen, er war sich jedoch bewusst, dass dies nicht unbedingt den ohnehin angeschlagenen Ruf der Keens verbesserte.
„Das Letzte, das ich brauche, ist ’ne Schar aufgebrachter Dorfbewohner, die hier mit Fackeln und Mistgabeln antanzen“, murrte er. „Diesen ganzen Kram wegzuschaffen, wäre echt ’ne Qual.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_51_Clockwerk_LocHeroName" "Clockwerk"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_52_Leshrac_LocFieldNotes" "Das Sprichwort lautet: Wahre Weisheit besteht darin, zu wissen, dass man nichts weiß. Wie nennt man es aber, wenn man zu viel weiß?
Der Legende nach ist der ehemalige Philosoph Leshrac von diesem Fluch betroffen. Um die Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln, blickte er einst in die Chronoptischen Kristalle – verwunschene Steine, von denen es heißt, dass sie das Herz der Schöpfung offenbaren.
Und dieses Herz war so fürchterlich, dass Leshracs Geist bei seinem Anblick in zwei Teile gespalten wurde. Seitdem befindet sich sein Bewusstsein in zwei gleichermaßen gnadenlosen und verdorbenen Reichen.
Leshrac selbst wird oft als Tormented Soul bezeichnet. Das mag übermäßig dramatisch klingen, aber alle, die ihm begegnet sind und diese Begegnung überlebt haben, sind sich einig, dass der Name passt – auch als eine Diagnose.
Seine Erkenntnisse trieben ihn nicht direkt in den Wahnsinn, sondern machten ihn GRAUSAM. Sein Argument lautet: Wenn ich die bittere Wahrheit schlucken und die Vergiftung meines Geists hinnehmen muss, dann ist es nur fair, dass alle anderen Seelen ebenso gequält werden. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_52_Leshrac_LocHeroName" "Leshrac"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_53_NaturesProphet_LocFieldNotes" "Die gepinselten Schilder waren nicht zu übersehen, wenn man den Krummholzwald erreichte.
„Lasst nichts zurück“, stand auf einem. „Hackt kein Holz“, stand auf einem anderen. „Nehmt nichts mit“, stand auf dem dritten.
Diese Schilder waren nicht dazu gedacht, Besucher fernzuhalten, sie wiesen schlicht darauf hin, dass Reisende sich im Wald achtsam verhalten und nicht unnötigen Schaden verursachen sollten. An anderen Orten hätte man die Schilder als Botschaft eines ebenso kauzigen wie naturverliebten Dorfältesten abtun können. Aber hier handelte es sich um den Krummholzwald, der fernab von jeglicher Zivilisation lag und übersät war mit knorrigem und recht erschreckendem Laubwerk. Nur ein Narr würde diese Warnungen ignorieren, und ich bin kein Narr.
Also betrat ich den Wald mit großer Vorsicht und begegnete nach kurzer Zeit, wie konnte es auch anders sein, einer Karawane von Narren. Ranken, breiter als meine Beine, fesselten ihre Körper an den Boden. An ihren Hälsen, fest von fingerartigen Ästen umschlungen, blitzten ihre eigenen Äxte. Ihre Körper mit Moos bedeckt, ihre Münder von sprießenden Pilzen geöffnet.
Ich griff mir ein Brett, schusterte hastig ein neues Schild zusammen und stellte es an Ort und Stelle auf: „Bitte beachtet die Schilder!“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_53_NaturesProphet_LocHeroName" "Nature’s Prophet"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_54_Lifestealer_LocFieldNotes" "Drom, der Schlächter von Barrowhaven, war ein hünenhafter Kerl mit dem zerfurchten Gesicht und der flachen Nase eines alten Schlägers. Trotzdem zappelte er auf der Pritsche seiner schäbigen Zelle wie ein Kleinkind und seine hervorquellenden Augen huschten ängstlich in ihren dunklen Höhlen von links nach rechts.
„Die Verliese von Devarque sind für viele Schurken wie mich die letzte Station“, begann er illusionslos seinen Bericht. „Ich schlief in meiner Zelle und plötzlich war die Hölle los. Ich spähte durch die Gitterstäbe und rieb mir die Augen … Die Wärter schlugen sich die Schädel ein! Unter den Gefangenen brach sofort großes Gejohle aus … haha … Die Dreckskerle bekamen, was sie verdienten.“
Droms kurzer Anflug von Freude verwandelte sich schnell in Entsetzen. „Am Ende des Gemetzels lebte nur noch ein Wärter, der wie ein Schlafwandler auf eine Zelle zuging. Als er die Tür öffnete, wurde er sofort in Stücke gerissen … Und dann sah ich es!“
„Das Biest war auf allen Vieren … Zähne über Zähne, Knochen, wo Haut hätte sein sollen. Und dann seine mordlustigen Augen … Sein einziges Ziel war Mord und Totschlag“, schluckte Drom bei der Beschreibung des Lifestealers. Ausgerechnet die sonst so verhassten Gitterstäbe des Kerkers hätten ihm sein Leben gerettet.
Der Ausbruch wurde am nächsten Morgen von einem Gefängnispfarrer entdeckt, der sich angesichts der zerstückelten Wächter übergab und die Geschehnisse als göttliche Vergeltung deutete.
„Aber alle Götter, die etwas wie Lifestealer zulassen, sind es nicht wert, dass man sie anbetet“, warf Drom ein, während er am ganzen Körper schlotterte.
Der Pfarrer hielt es für ein Zeichen. Er bot den Gefangenen ihre Freiheit an, aber Drom hier saß immer noch in seiner Zelle.
„Solange das Biest da draußen ist“, sagte er, „bleibe ich hier … in Sicherheit!“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_54_Lifestealer_LocHeroName" "Lifestealer"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_55_DarkSeer_LocFieldNotes" "„Noch eine Partie“, beharrte Dark Seer Ish'Kafel.
Dies war nun die vierte Partie, zu der er mich herausforderte. Wir hatten bereits zuvor drei Runden eines Strategiespiels gespielt, bei dem wir Replika-Armeen auf einem Schlachtfeld kontrollierten. Ich hatte die ersten drei Runden so schnell verloren, dass ich mich wunderte, wie er – ein großer Kriegsstrategist – überhaupt Freude daran finden konnte.
„Beim Krieg geht es nicht um Freude“, korrigierte er mich, nachdem ich ihn danach gefragt hatte. „Ein aufgeweckter Geist kann selbst dann eine neue Strategie finden, wenn er einem kläglichen Feind gegenübersteht.“
Selbst wenn es ihm nicht um Freude ging, schien es ihn zu beruhigen. Während wir spielten und ich wiederholt verlor, öffnete er sich mir und erzählte mir mehr über seine Vergangenheit.
Er erzählte mir, dass die Kinder von seiner Heimatebene erst lernten, ihre Körper zu beherrschen, bevor sie die Fähigkeit erlangten, Energie zu bündeln. Ish'Kafel hatte mehrere Kampfkünste gemeistert und ein Kampfturnier gewonnen, das sich Lekel D'vit nannte – was so viel wie „offenes Handgemenge“ bedeutet. Dies war auch der Grund, wieso er nie einen Feind physisch angriff. „Das wäre nicht fair“, sagte er, während er grinste.
Zudem empfand er es als belohnenswerter, einen Feind zu überlisten, als ihn niederzuschlagen.
„Deine Flanke ist ungedeckt, was deine Truppen angreifbar macht“, sagte er, als er meinen General mit seiner Süd-Kavallerie in die Zange nahm, den ich zugegeben vollkommen vergessen hatte.
„Noch eine Partie.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_55_DarkSeer_LocHeroName" "Dark Seer"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_56_Clinkz_LocFieldNotes" "Nur ein teerträchtiger Ort wie Hoven es war, konnte solch eine Kreatur wie Clinkz hervorbringen. Und nur die Menschen aus Hoven brachten es zustande, ihn zu lieben. Der üppige, von schwarzen Pfützen durchzogene Wald war Sinnbild eines schlummernden Gottes, der in einer Art kosmischem Teufelskreis gefangen zu sein schien – ständig im Wandel und doch stets der Gleiche.
Auf den ersten Blick hatte es den Anschein, als befände sich das Land im Krieg gegen sich selbst. Aber außer ein Paar ruinierter Stiefel hatten unvorsichtige Besucher nichts wirklich zu befürchten. Hoven hatte sein ganz eigenes schwarzgrünes Gleichgewicht gefunden.
Es war ironisch, dass Clinkz bei der Verteidigung dieses Gleichgewichts selbst in einen Zustand zwischen Leben und Tod verfiel. Reißerische Geschichten nennen ihn einen Feuerdämon, der Hoven heimsucht und sich daran ergötzt, feurige Löcher in die Leiber seiner unschuldigen Opfer zu brennen.
Ich selbst hatte diesen Quellen zunächst Glauben geschenkt, aber mein Besuch dieses Landstriches belehrte mich eines Besseren. Clinkz selbst ist kein Dämon. Er hatte einen Dämon erlegt und wurde dafür am lebendigen Leib verbrannt. Für seinen Sieg wurde ihm jedoch auch das ewige Leben geschenkt, was für ihn in Anbetracht seines lodernden Zustands Segen und Fluch zugleich ist. Er ist ein schlafloser Hüter, dessen Flammen ein mahnendes Zeichen für alle Schurken und Halunken sind, die mit ihrem dunklen Handwerk in Hoven Schaden anrichten wollen. Wer ihm mit reinem Herzen begegnet – ob Bewohner oder Reisender –, für den sind sie ein Zeichen der Hoffnung."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_56_Clinkz_LocHeroName" "Clinkz"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_57_Omniknight_LocFieldNotes" "Ich schloss mich der Schlange der Pilger an, die auf dem Weg zu den Klippen von Emauracus waren – dem Heim der Priester des Allwissenden. Der Marsch kostete mich mehrere Wochen, ein gutes Paar Sandalen und mehr Geduld, als ich eingepackt hatte. Aber mehr Hintergrundwissen über Purist Thunderwrath, den Omniknight, war jede Blase und jeden gerissenen Geduldsfaden wert.
Endlich tauchten die Klippen vor uns auf; steile, zerklüftete Felswände voller Höhlen, wie tief liegende, wachsame Augen. Hierophanten hießen die Pilger in den Höhlen willkommen, wo sie auf Visionen hofften. Ich näherte mich einem jungen Priester und fragte ihn nach Omniknight.
„Er kam mit vielen Fragen“, sagte er. „Und wir waren bereit, ihn in die Opfergrube zu werfen.“
Meine Miene verriet ihm wohl, was ich von solchen Ansätzen halte, und er beeilte sich, zu erklären, dass sich dies für Zweifler so gebühre. „Doch dann ließ ihn die Gunst des Allwissenden erstrahlen“, fügte er hinzu. „Er war für eine Audienz auserwählt.“ Der junge Priester runzelte die Stirn, während er mich musterte. „Wenn du weitere Fragen hast, könnte ich eine Führung durch die Opfergrube organisieren.“
Manchmal weiß man einfach, wenn man andernfalls interessante Gruben meiden sollte. Ich dankte dem Priester, versicherte ihm, dass ich genügend Hintergrundinformationen zu Omniknight hatte, und machte mich lächelnd aus dem Staub. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_57_Omniknight_LocHeroName" "Omniknight"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_58_Enchantress_LocFieldNotes" "Aiushtha begrüßte mich zum ersten Mal auf einer großen, grünen Lichtung in den verwucherten Tiefen des Nachtsilberwaldes – einer verborgenen Heidelandschaft, die ich ohne die Richtungshinweise der vielen Wesen, denen ich begegnet war, nie gefunden hätte.
„Mir ist zu Ohren gekommen, dass du mich suchst“, sagte sie. Ihre Stimme war angenehm weich und beruhigend. „Ich habe meine kleinen Freunde geschickt, um dich hierher zu bringen. Was ist dein Begehr?“
Ihre Vertrauten zwitscherten, zirpten und gurrten in euphorischer Ehrfurcht. Ich hatte schon gehört, dass Enchantress Wesen mit schwachem Willen kontrollieren könne. Mit eigenen Augen zu sehen, wie sehr sie diese armen Kreaturen in ihren Bann zog, war bemerkenswert.
„Ich möchte über deine Heldentaten schreiben“, sagte ich und verbeugte mich, „um sie für die Nachwelt zu erhalten.“
Sie lächelte warm und ihre singende Stimme drang erneut an meine Ohren.
„Meine Geschichte ist lang und nicht von Bedeutung“, trillerte sie. „Aber die Geschichten der Kreaturen um uns herum sind es wert, gehört zu werden.“
Natürlich, wie hätte es anders sein sollen? Was weiß schon ein einfacher Schreiberling wie ich? Die Herrin weiß es immer am besten."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_58_Enchantress_LocHeroName" "Enchantress"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_59_Huskar_LocFieldNotes" "Man hatte mich vor den Gefahren des Heulenden Waldes gewarnt – vor den Ogern, den Schreckenswölfen und den Höllenbären. Deshalb war ich nicht besonders begeistert davon, Huskar dort aufzuspüren. Leider blieb mir keine andere Wahl.
Zum Glück war Huskar freundlicher als erwartet. Wir saßen an einem lodernden Lagerfeuer und er schien es kaum erwarten zu können, bei einer gemeinsamen Mahlzeit über sein Leben zu berichten. Doch als er begann, von seinen Reisen zu erzählen, wurden wir von einem Rudel hungriger Wölfe angegriffen.
Ich war fest davon überzeugt, die Feder abgeben zu müssen, als sie näherpirschten. Ein einzelner Kämpfer, ungeachtet seines Geschicks, kann nichts gegen ein Dutzend riesiger Raubtiere ausrichten. Der erste Wolf sprang Huskar an und warf ihn zu Boden. Jeden Moment würden sie sich auf mich stürzen.
Doch während sich die Reißzähne des Rudelführers in Huskars Schulter bohrten, spannten sich die Muskeln des Berserkers. Mit einem Schlag flog der Wolf quer über die Lichtung. Ein anderer stürzte sich auf mich, doch seine Kehle machte jäh Bekanntschaft mit Huskars Obsidiandolch.
Immer mehr Wölfe kamen. Und immer mehr Wölfe starben. Jeder Biss und jede Fleischwunde schien der Wut des Berserkers mehr Feuer zu geben.
Als der letzte Wolf davonschlich, stand Huskar blutüberströmt da, und wirkte noch stärker als zuvor. Seine Augen funkelten vor Wut. Da beschloss ich, mich ebenfalls davonzuschleichen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_59_Huskar_LocHeroName" "Huskar"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_5_CrystalMaiden_LocFieldNotes" "Der Blauherzgletscher ist selbst unter den besten Wetterbedingungen eiskalt, doch es war Rylai, die mir an diesem unwirtlichen Ort das Blut in den Adern gefrieren ließ.
„Hat meine Schwester dich geschickt?“, fragte sie kühl. Ihre Augen funkelten gefährlich. Aber ich konnte nicht erkennen, ob sie mich sympathisch fand oder gleich umbringen würde. Vielleicht schloss das eine das andere nicht aus.
„Natürlich nicht“, antwortete sie kichernd auf ihre eigene Frage. „Wenn meine Schwester dich geschickt hätte, wärst du mir schon an die Gurgel gesprungen.“
„Und in diesem Fall hätte ich dich töten müssen.“
Ihre Stimme nahm eine melodische Färbung an, doch ihre blauen Augen verrieten, dass sie noch ganz andere Gedanken hatte. Ich weiß nicht, welche – nur, dass es mir kalt den Rücken runterlief. Und das lag nicht am eisigen Klima.
Mit einem Wimpernschlag waren diese Anflüge in ihrem Blick wieder verschwunden und sie schien regelrecht aufzutauen. „Wie dem auch sei, ich bin die Hüterin des Nordens und du solltest mir besser verraten, was dein Anliegen ist“, sagte sie.
Ich versuchte, ihr meinen Auftrag – Geschichten über die eindrucksvollsten Helden der Welt zusammenzutragen – zu erklären, doch Rylai verlor schon nach dem ersten Satz das Interesse.
„Viel Glück dabei! Ich nehme an, du findest selbst hinaus?“, fragte sie und gestikulierte dabei vielsagend. Sie schien nicht zu bemerken – oder wahrhaben zu wollen –, dass wir uns unter freiem Himmel befanden. „Falls du meiner Schwester über den Weg laufen solltest, richte ihr doch aus, sie soll mich irgendwann besuchen kommen!“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_5_CrystalMaiden_LocHeroName" "Crystal Maiden"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_5_CrystalMaiden_LocPersonaFieldNotes" "In der Hoffnung, dass er seinen tausendjährigen Winterschlaf zumindest für ein paar Stunden unterbrechen würde, kam ich ins Reich des Eiszauberers. Wenn nicht, würde ich ihm beim Schlafen zusehen müssen.
Stattdessen fand mich das Medium des Blauherzgletschers in Gestalt eines Wolfes: Sein Fell hatte die Farbe eines mondbeschienenen, frostdurchzogenen Feldes, seine saphirblauen Augen waren so durchdringend wie ein Eisbohrer, der sich zum Eisfischen einen Weg durch die Eisdecke bahnt.
„Bist du hier, um Macht zu suchen?“, fragte er. Ich wäre beinahe rückwärts in den frischen Schnee gefallen.
„Könnte man so sagen“, stammelte ich und versuchte, die Fassung wiederzuerlangen. „Falls Wissen als Macht zählt.“
Die Augen des Wolfes verengten sich, dann wanderte sein Blick zum Gletscher. „Wissen ist wie ein Kristall, klar und rein. Aber Wissen ist auch eine Last, erdrückend und schwer. Es kann das Sein bewahren … aber es kann auch zu einem Gefängnis werden.“
Dann schüttelte er den Frost aus seinem Fell und tappte davon. Ich zitterte – nicht vor Kälte – und mir wurde klar, dass ich vielleicht die ganze Zeit nach dem falschen Eiszauberer gesucht hatte. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_60_NightStalker_LocFieldNotes" "Die Mitglieder des Ordens von Balanar sind Nomaden, die stets dorthin ziehen, wo der Tag am kürzesten ist. Als ich ihnen in der Abenddämmerung begegnete, hatten sie ihr Lager am eisigen Nordrand des Eispestplateaus aufgeschlagen.
Angesichts der Kälte war ein Feuer eine Wohltat. Doch innerhalb des Night-Stalker-Kults ist jede Lichtquelle verboten.
Ich traf Paz, eine Älteste des Ordens, die ihre Hingabe an die Dunkelheit bewiesen hatte, indem sie sich die Augen ausgestochen hatte.
„Hast du dich der Nacht hingegeben?“, fragte sie fröhlich. Ich log und bejahte.
„Ausgezeichnet.“ Sie lächelte dünn. „Wenn Er kommt, wirst du dafür belohnt.“
Die Belohnung, behauptete sie, sei ein süßer Tod und ein ewiger Platz an Balanars Seite. Ich kam ins Grübeln. Die Legende besagt eindeutig, dass er stets alleine unterwegs ist. Da ich aber kein Ordensmitglied bin, fragte ich mich, warum seine Anhänger davon überzeugt waren, dass er Gesellschaft suche.
Als der letzte Sonnenstrahl hinter einem Felsvorsprung verschwand, wurde es kälter und das schummrige Licht wich fast vollkommener Dunkelheit. Paz’ furchtbares, augenloses Lächeln ließ mich mehr erschaudern als die Kälte.
„Er kommt“, flüsterte sie hoffnungsvoll."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_60_NightStalker_LocHeroName" "Night Stalker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_61_Broodmother_LocFieldNotes" "Die Dämmerung legt sich über Rostschlund und das abgenutzte Schild von Kuz Borsts Wanderzirkus der Bizarrheiten klappert im Wind. Kuz sitzt auf dem Kutschbock, blickt sich nervös um und raunt: „Was willst du über die Schwarze Witwe wissen?“
Einer der wenigen Abenteurer, der jemals mit Schätzen aus der magnetischen Zikkurat des Magiers Ptholopthales entkommen konnte, machte seine Beute zur bedeutendsten Raritätensammlung diesseits von Eismarsch. Dann setzte er dieser Attraktion noch einen drauf und kehrte nach Pyrotheos zurück, um Broodmothers Sprösslinge für seine Show zu „rekrutieren“. Seitdem ist er auf der Flucht.
Ich frage ihn, wie viele Spinnlinge er entführt hatte.
„Fast keine“, sagt er. „Kaum … zweihundert?“
Er sei dafür in eine Lavaröhre geschlichen, während Broodmother mit ihrem Essen, einem unglücklichen Hippogreif, abgelenkt gewesen sei, erklärt er mir überraschend sein Erfolgsgeheimnis. „Sie sucht immer nach der nächsten Mahlzeit, aber wenn sie einmal ein Opfer eingefangen hat und es in einen Kokon einspinnt, kann sie nicht damit aufhören, bis der Kokon fertig ist. Das war meine Gelegenheit.“
Die Schatten wurden länger. Kuz gibt seinen Pferden nun ungeduldig die Zügel und macht sich von dannen. Ich wünsche ihm Glück, schultere meine sieben Sachen und mache mich in die andere Richtung auf den Weg. Plötzlich scheint das Geräusch riesiger, huschender Beine durch den Pass zu huschen … Ich höre wütendes Gekreische.
Ich hätte ihm wohl lieber viel Glück wünschen sollen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_61_Broodmother_LocHeroName" "Broodmother"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_62_BountyHunter_LocFieldNotes" "Trotz Goodkinds großem Interesse und großer Beharrlichkeit weigere ich mich, weiterhin nach Gondar den Bounty Hunter zu suchen. Ich hatte ihr wiederholt gesagt, dass er nicht existiert. Ich muss es ja wissen, schließlich hatte ich alle nur erdenklichen Anstrengungen unternommen, um ihn zu finden.
Fragt man ein Dutzend Banditen, bekommt man ein Dutzend verschiedener Beschreibungen: groß, klein, schlank, stämmig, grün, rot … Jeder Halsabschneider behauptet inständig, ihn mit eigenen Augen gesehen zu haben. Einer schwor sogar auf das Grab seines Großvaters, dass Gondar ein Schatten sei. In der Tat begegnete ich einst einem lebendigen Schatten und es war viel einfacher gewesen, dessen Aufenthaltsort ausfindig zu machen, als diesen sogenannten Bounty Hunter aufzuspüren.
Selbst Gondars Moralvorstellungen scheinen eine unterschiedliche Flexibilität zu haben, je nachdem, wen man fragt. Demnach bringt er entweder jeden beliebigen Taschendieb zur Strecke, solange der Preis stimmt, oder er wetzt seine Klingen nur für die schlimmsten Mörder. Alles grober Unfug! Ich würde meinen guten Ruf darauf verwetten, dass dieser Gondar ein Hirngespinst der Gesetzlosen ist, die Angst um ihr Territorium haben und mit ihren Schauermärchen die nächste Generation von Taugenichtsen in Schach halten wollen."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_62_BountyHunter_LocHeroName" "Bounty Hunter"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_63_Weaver_LocFieldNotes" "Thaddeus Greymantle ist Dekan der Ontischen Studien an der Akademie von Ultimyr. Laut Gerüchten haben in den 42 Jahren, in denen er seinen Kurs in Fortgeschrittener Thaumaturgischer Kosmologie abgehalten hat, nur fünf seiner Studenten jemals bestanden. Das liegt jedoch nicht daran, dass Greymantle ein besonders strenger Prüfer ist, sondern daran, dass er erst preisgibt, wie das Gewebe der Realität geflochten wird, wenn einer seiner Schützlinge die vielen tausend Worte der erforderlichen Zaubersprüche im Schlaf beherrscht.
Wie sich herausstellt, hat Greymantle seine Doktorarbeit über die Weaver geschrieben, und seine Augen leuchten auf, als ich ihn dazu befrage. „Die Weaver sind die Hüter der Existenz an sich. Sie sind keine Architekten oder Götter – für einen Weaver ist das Universum wie ein großes Stück Stoff“, doziert er freundlich. Sie würden Zeitrisse flicken, lose Fäden festzurren und verblasste Stellen ausbessern, um zu verhindern, dass etwas Unaussprechliches aus einer anderen Existenzebene in die unsere gelange.
Ich erkundige mich nach dem berüchtigten Weaver mit dem Namen Skitskurr. Obwohl der Dekan ihn als einen verruchten Bösewicht bezeichnet, zeigt er auch Verständnis: „Das Hüten der Existenz ist eintönige Arbeit, die einem niemand dankt. Es lässt sich also unschwer leugnen, dass wir alle derselben Versuchung erliegen könnten.“ Demnach sei Skitskurr früher einer der besten Weaver gewesen – aber er hatte es leid, ewig dieselben Löcher flicken zu müssen. „Die bloße Aufrechterhaltung der Realität langweilte ihn. Er sehnte sich danach, seine eigene zu erschaffen“, erklärt Greymantle.
Skitskurr begann mit kleinen Experimenten. Aber es dauerte nicht lange, bis die Wächter ihm auf die Schliche kamen. Er hatte zu viele der Muster der Existenz übernäht, und die Fäden führten zurück zu ihm. Daraufhin trennten die Wächter seine Welt ab und verbannten ihn aus der Oberwelt in unsere, von der man annimmt, dass er sie ohnehin versehentlich erschaffen hat.
In Greymantles Kurs findet Skitskurr allerdings keine Erwähnung. „Je weniger Leute von ihm wissen, desto sicherer bleibt das Gewebe“, mahnt er mit der ganzen Gravitas eines Dekans der Universität von Ultimyr. „Unsere Realität ist vielleicht nicht perfekt, aber ich bevorzuge sie so, wie sie ist.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_63_Weaver_LocHeroName" "Weaver"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_64_Jakiro_LocFieldNotes" "Nach dreißig Abzweigungen in Revtels berüchtigtem Händlerlabyrinth findet man ein ramponiertes Schild mit der Aufschrift „Brambletine & Sons“. Dabei sind sowohl „Brambletine“ als auch das „s“ am Ende von „Sons“ durchgestrichen.
Das Schild hängt über einer kleinen, tristen Hütte. Wenn man Drachenfleisch verkauft, ist es besser, Zurückhaltung zu üben und nicht aufzufallen.
„Du bist der Chronist, ja?“, fragt ein Mann, von dem ich annehme, dass es der letzte Sohn ist, während er verdrossen auf einem kleinen, schuppigen Drachenschenkel herumhackt.
„Feuerdrachenfleisch ist sehr lecker und scharf“, prahlt er. „Eisdrache schmeckt ganz anders. Wenn es davon eine Mischung gäbe, könnte man VIEL Geld machen, das kann ich dir sagen.“
Vor einiger Zeit machte sich der Brambletine-Clan auf die Suche nach Jakiro. Sie entdeckten ihn in der Ferne taumelnd, offenbar bereits dem Tode nahe. Sie verfolgten ihn durch einen Pass, nur um festzustellen, dass der Drache sie ausgetrickst hatte. Er hatte eine Verletzung nur vorgetäuscht, um sie anzulocken. Dann bespuckte ein Kopf seinen Vater und einige seiner Brüder mit Feuer, während der andere Eis spie. Die Hälfte seiner Familie starb in Flammen und der Rest fror in einem Eismantel zu Tode.
Der einzig noch übrige Sohn seufzt: „Das Familienunternehmen ist nicht mehr das, was es mal war.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_64_Jakiro_LocHeroName" "Jakiro"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_65_Batrider_LocFieldNotes" "Obwohl ich aus zuverlässiger Quelle weiß, dass Batrider ein Volltrottel und ein Feigling ist, muss er dennoch ziemlich gerissen sein. Denn es ist egal, was ich versuche, ich kann ihn nicht finden.
Im Moment kauere ich hinter einem rankenbewachsenen Felsen am Rand des Yama-Raskav-Dschungels. Mein Reiseführer, ein übereifriger Sumpfgerstenbauer, beharrt darauf, dass dies der beste Platz sei, um ihn zu erwischen.
In seiner Jugend verbrachte Batrider hier seine Tage damit, Haine von Balliboo-Bäumen niederzubrennen, um Platz für die Zobelrohrfelder seiner Familie zu schaffen. Sein Vater, der – so wurde es mir zugetragen – ein wandelnder Bierkrug war, hatte hohe Ansprüche an seinen Sohn, den er nie bei seinem Namen, sondern nur „Kind“ nannte.
Eines Tages zerstörten die Zündeleien von Batrider – sein echter Name scheint für immer verloren gegangen zu sein – ein Nest von Riesenfledermäusen. Eines der wutentbrannten Flugtiere packte ihn und flog mit ihm davon, um ihn auf einen Felsen zu schleudern. Mit eingeschlagenem Kopf sollte er für seinen Frevel büßen und an die überlebenden Jungtiere verfüttert werden.
„Die meisten Leute geraten in Panik, wenn sie von einer Riesenfledermaus erwischt werden“, flüstert mein Reiseführer, während er den Horizont absucht. Von Batrider keine Spur.
Stattdessen sei es Batrider gelungen, sich aus dem Griff der Fledermaus zu befreien und auf ihren Rücken zu klettern, erklärte der Bauer, als wäre er selbst dabei gewesen. Und es kam noch besser: „Mithilfe ihrer Ohren lenkte er sie zur Hütte seines Vaters und warf einen Feuerbeutel auf das Haus. Die Riesenfledermaus erhielt dadurch ihre erste und einzige warme Mahlzeit, bevor Batrider ihr den Kopf abhackte.“ Ich seufze …
„Dann machte sich Batrider auf den Weg, um--“
Das Rauschen riesiger Flügel und ein manisches Gackern hoch über uns bringen meinen Reiseführer zum Schweigen. Es dauert einige Momente, bis er seine Stimme wiederfindet: „Ich glaube, er kommt immer wieder in seine Heimat zurück, um sich zu vergewissern, dass sein Vater wirklich tot ist.“ Ich nicke müde, während die manische Gestalt auf der Fledermaus am Horizont verschwindet.
Nachtrag: Mein zuverlässiger Informant hat mich der Vollständigkeit halber daran erinnert, dass Batrider nicht nur ein Volltrottel und Feigling ist, sondern auch Angst vor Axe hat. In Anwesenheit jenes Informanten wurde ich nachdrücklich darauf hingewiesen, dass dies festgehalten werden muss."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_65_Batrider_LocHeroName" "Batrider"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_66_Chen_LocFieldNotes" "Als ich zum ersten Mal von Chen hörte, einem ehemaligen Gesetzlosen, der nun für die heilige Gerechtigkeit kämpfte, war ich misstrauisch. Ich hatte bereits vor langer Zeit gelernt, dass es auf der glänzenden Rüstung eines Ritters immer einen Schandfleck gibt.
Keiner der Dorfbewohner, die bereit waren, meine Münzen anzunehmen, war Chen persönlich begegnet, doch viele hatten einen Freund oder Bekannten, der sich auf die Suche nach ihm begeben hatte, um sich seiner rechtschaffenden Mission anzuschließen. Wie erwartet, waren sie seitdem wie vom Erdboden verschluckt … Es blieb mir also nichts anderes übrig, als selbst Licht ins Dunkel zu bringen.
Mir wurde klar, dass ich auf dem richtigen Weg war, als ich auf eine blutige Stelle stieß, wo die Pilgerfahrt einiger Akolythen ein abruptes Ende gefunden hatte. Chen aufzusuchen und zu befragen, erschien mir nun … unklug. Ich entschloss mich daher, auf den nächstgelegenen Baum zu klettern, um das Terrain auszuspionieren.
Von meinem Aussichtspunkt sah ich in einiger Entfernung einen wimmernden Mann. Er war auf die Knie gesunken und flehte – ob um Barmherzigkeit oder Absolution, das werde ich wohl nie erfahren.
Chen überragte den Mann, umgeben von einer kleinen Heerschar von Kreaturen. Plötzlich blitzte ein Lichtstrahl auf und Chens Bekehrung pulverisierte den Mann … Dies war also das Schicksal, das all den anderen Gläubigen widerfahren war. Die schwelenden Überreste warf der edle Ritter seinen ergebenen Tieren zum Fraß vor."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_66_Chen_LocHeroName" "Chen"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_67_Spectre_LocFieldNotes" "Viele Jahre lang führten der Stamm der Azmeddir und der Stamm der Muddaral Krieg gegeneinander. Jeder Winkel der Reuländer war vom Blut ihrer Schlachten getränkt. Eine Waffenruhe schien undenkbar – bis eines Tages die Waffen schwiegen.
Die beiden Häuptlinge empfingen mich in einem großen Zelt (dem Ratzelt) in der Siedlung, wo beide Stämme nun in unbehaglicher und erzwungener Harmonie zusammenlebten.
„Kämpfe haben nie aufgehört“, sagte der Häuptling der Azmeddir. „Kämpfe hören nie auf, bis eine Seite tot ist.“ Sein Gesicht verfinsterte sich. „Dann ist sie aufgetaucht.“
Wenn ich die beiden richtig verstanden hatte, wurde Mercurial – von den Stämmen auch Spectre genannt – von ihrem endlosen Konflikt angezogen. Das schemenhafte Wesen erschien eines Tages mitten in einer besonders blutigen Schlacht.
„Dann waren viele tot“, erzählte der Muddaral-Häuptling mit weit aufgerissenen Augen. „Keine Klinge, keine Pfeile, einfach tot. Sie machte Kämpfer einfach tot.“
Schatten ergriffen die Krieger, ihre eigenen Klingen richteten sich gegen sie, viele wurden wahnsinnig. In ihrer Not einigten sich die verfeindeten Stämme hastig auf eine Waffenruhe.
„Großer Gott Rah’kazal hat sie geschickt, um Kämpfe zu beenden“, beteuerte der Häuptling der Azmeddir.
„Nein!“, entgegnete der Häuptling der Muddaral wütend. „Großer Gott Ek’tobar war das!“
Als ihre Stimmen immer lauter wurden und die Situation zu eskalieren drohte, verließ ich das Zelt, damit die Häuptlinge ihre jüngste Meinungsverschiedenheit unter sich austragen konnten."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_67_Spectre_LocHeroName" "Spectre"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_68_AncientApparition_LocFieldNotes" "Historiker vermuten, dass Kaldr der kalten Leere entsprang, um sowohl ein Gesandter als auch eine Warnung für unsere Welt zu sein. Alchemisten erwidern, er sei die reinste Form der Kälte, dazu auserkoren, die Welt in Eis zu hüllen.
Für die Dorfbewohner von Trell, einem kleinen Weiler in der Schneewehenebene von Hinterland, war er der Tod selbst.
Ich war gerade in der Gegend, als ich hörte, dass Kaldr zwei Tage zuvor Trell heimgesucht hatte. Als ich eine halbe Tagesreise später dort eintraf, war der Ort noch immer nicht vollständig aufgetaut. Ein paar Dorfbewohner und ihr Vieh standen noch da wie rennende Statuen – während der Flucht zu Eis erstarrt. Andere waren umgefallen und dabei in tausend Scherben zersplittert. Wo die Überreste sich langsam von Eis in Flüssigkeit verwandelten, färbte sich der Boden rot.
Angesichts der vorliegenden Beweise, können weder Gelehrte noch Dörfler abstreiten, dass Kaldr ebenso gründlich wie unergründlich ist: Es gab keine nennenswerten Überlebenden, und keinen Hinweis darauf, warum er dieses Dorf heimgesucht hatte. Seine Bewohner waren allen Anschein nach ein friedliches, hart arbeitendes Völkchen gewesen.
Aber sollte Kaldrs Zerstörung tatsächlich kein Motiv haben – wenn seine Taten weniger mutwillig als vielmehr ein Nebenprodukt seiner Persönlichkeit sind – dann muss uns das Blut in den Adern gefrieren."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_68_AncientApparition_LocHeroName" "Ancient Apparition"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_69_Doom_LocFieldNotes" "Man sagt, Doom sei das einzige Lebewesen, das sich frei zwischen den sieben Höllen bewegen kann. Ich hatte also teuflisch geringe Chancen, ihn aufzuspüren. Aber ein guter Chronist gibt nicht auf, bevor er angefangen hat. Und somit machte ich mich auf den Weg zum Krater.
Der Begriff „Krater“ trifft zwar zu, aber nur, wenn man „Dessert“ für einen zutreffenden Begriff für eine halbe Rosine und eine Mandel hält. Der Krater seines Aufpralls ist vielmehr eine offene Wunde in der Einöde, die immer noch schwelt. Wo der Sand zu Glas geworden ist, schneidet man sich Finger und Kleidung in Streifen und die Luft ist heiß und stinkt nach Rauch. Man könnte meinen, es sei alles erst gestern passiert. Kein Wunder, dass die meisten Einheimischen den Ort meiden.
Die meisten heißt natürlich nicht alle. Ein alter Hirte behauptete, Zeuge des Sturzes gewesen zu sein. „Er erhob sich völlig unversehrt aus den Flammen. Nun, seine Flügel waren zu rauchenden Stümpfen verbrannt. Also nicht völlig unversehrt. Und seine Augen brannten vor Hass. TIEFSTEM Hass.“
Doch wenn die Geschichten stimmen, ist Doom nicht aus dem Feuer auferstanden. Er ist selbst das Feuer, das gnadenlos alles verschlingt. Er irrt nicht nur zwischen den Höllen umher. Er schleppt die Hölle mit sich, wohin er auch geht. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_69_Doom_LocHeroName" "Doom"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_6_DrowRanger_LocFieldNotes" "Traxex’ Familie lebt in einer moosbedeckten Hütte im Kiefernwald. Die Luft war so angefüllt vom Duft feuchter Erde, dass man sie hätte löffeln können. Sie waren sehr freundliche Gastgeber – wenn auch etwas direkt.
„Traxex war von Anfang an ein Mitglied der Familie“, sagte ihre Adoptivmutter und reichte mir eine Tasse Pilztee. „Leise wie ein Schatten, schnell wie ein Gedanke. Wir dachten zunächst, sie wäre ein zurückgekehrter Wechselbalg.“
Ihr Onkel nickte. „Traxex war ein Naturtalent. Schon im Alter von sechs Jahren konnte sie eine Maus über trockene Blätter verfolgen, ohne das geringste Geräusch zu machen. Nur schade um das Gesicht.“
Ihre Tante seufzte und stimmte ihm zu. „Beide Seiten ebenmäßig und weder Warzen noch Schnurrhaare. Ein wahrer Jammer. Kein Wunder, dass ihr das Verschwinden so leicht fiel.“
Sie erzählten mir, wie Traxex mit jedem Jahr größer wurde und alsbald ihre Verwandten überragte. Letztlich stieß sie sich ständig den Kopf am Dachgebälk. Und eines Tages ging sie in den Wald und kam nicht wieder. „Ich kann ihr keinen Vorwurf machen“, sagte ihr Onkel. „Das arme, schlaksige Ding muss ständig Beulen und Kopfschmerzen gehabt haben.“
„Aber sie ist immer noch unsere Traxex und wir vermissen sie“, sagte ihre Adoptivmutter. „Die ganzen kaputten Dachsparren müssen wir allerdings reparieren.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_6_DrowRanger_LocHeroName" "Drow Ranger"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_70_Ursa_LocFieldNotes" "Ich traf den Überlebenden in einer verrauchten Taverne nördlich des Waldes. Er umklammerte mit hochgekrempeltem Ärmel einen Becher und war bereit, mir alles zu erzählen, solange ich seine Worte wahrheitsgetreu aufschreiben würde.
„Wir fanden überall Spuren“, sagte er bedeutungsvoll. „Große, tiefe Spuren. Meine Kumpels lachten sich kaputt. Sie dachten, es sei ein Kinderspiel, die Beute aufzuspüren. Und das war es. Na ja, je nachdem, wie man es sieht.“
„Er kam wie eine Lawine aus der Dunkelheit. Hat Bjorn vom Kragen bis zum Schritt aufgeschlitzt. Sein Inneres fiel heraus wie die Fleischwaren eines umgestürzten Metzgerstands. Dann biss er Torsten den halben Kopf ab. Die abgebissene Hälfte platschte wie eine überreife Melone auf das Kopfsteinpflaster und die andere … Na ja, du kannst es dir vorstellen. Jannik nahm Reißaus. Er kam ungefähr zehn Schritte weit, bis auf seine Beine. Die schafften nur fünf.“
„Mir hat er den Arm abgerissen. Also sauber an der Schulter abgetrennt. Natürlich habe ich geschrien wie am Spieß. Das hat ihn nicht gestört – im Gegenteil. Er hat sich ganz nah zu mir heruntergebeugt und mich mit seinem heißen Atem angegrollt. Seine Worte? ‚Verschwinde. Berichte, was hier passiert ist. Dieses Land ist kein Jagdrevier.‘“
Dann sah er mich zum ersten Mal an und hob seinen Becher, fast schon fröhlich. „Also bin ich hier. Und berichte.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_70_Ursa_LocHeroName" "Ursa"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_71_SpiritBreaker_LocFieldNotes" "Ich kam an einer zerstörten Handelskarawane östlich der Kalabor-Oase vorbei, als ich tiefen Hufabdrücken folgte, die mich zum Spirit Breaker führen sollten. Zu Barathrums Spuren gesellten sich menschliche Fußabdrücke, die sich panisch in alle Himmelsrichtungen verloren.
Die Karawane schien wertvolle Schätze transportiert zu haben – Edelsteine, Juwelen, wertvolle Teppiche –, die nun allesamt in den Trümmern verteilt waren. Zurückgelassen von Kaufleuten, die ihr Leben mehr wertschätzten als ihre Reichtümer.
Mitten in seinem Werk saß Barathrum und kratzte sich den Staub von den Hufen. Ich näherte mich so unbekümmert wie nur möglich.
„Es war des Meisters Wille“, erwiderte er, als ich ihn fragte, wieso er die Karawane überfallen hatte. „Was der Meister verlangt, geschieht.“
Auf die Frage, wer denn sein Meister sei, blickte er in den Himmel. Sein verharrender Blick ließ nicht erkennen, ob ihm die Antwort auf diese Frage bekannt war, jedoch wurde mir schnell bewusst, dass er sie in keinem Fall mit mir teilen würde.
„Ich bin lediglich ein Gesandter“, fuhr er schließlich fort. „Die Zerstörung bringt mir keine Freude, es sei denn, sie geschieht in seinem Namen.“
Sein Blick verdunkelte sich. „Der Meister sagt, du sollst leben.“
Es freute mich, dies zu hören. Ich lächelte.
„Wenn du umgehend verschwindest.“
Ich verzichtete auf die üblichen Abschiedsfloskeln und nahm meine Beine in die Hand. Obwohl ich rannte, würde ich ihm im Falle eines Angriffs keinesfalls entkommen. Ich rannte aus Angst … und Respekt. Der aufwirbelnde Sand unter meinen Füßen gab Barathrum eindeutig zu verstehen, dass ich ihn und seinen Meister laut und deutlich verstanden hatte."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_71_SpiritBreaker_LocHeroName" "Spirit Breaker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_72_Gyrocopter_LocFieldNotes" "Das Volk der Keen liebt nichts mehr, als Dinge in die Luft zu jagen. Es ist sozusagen eine Familientradition, und Granaten werden liebevoll von Generation zu Generation weitergegeben. Die Keen sind stolz darauf, neue Detonationsgesetze durchzudrücken.
Aurel allerdings steckte sich noch höhere Ziele: Er wollte fliegen lernen. Den Wind zwischen seinen Zähnen spüren, das Dröhnen der Propeller in seinen Ohren hören und fühlen, wie die Bomben von seinen Händen auf seine ahnungslosen Opfer fielen.
„Alle haben ihm gesagt, das sei unmöglich“, meinte Dervil Swiftcrack. „Und wir Keen sind ziemlich leichtgläubig. Prinzipiell halten wir alles für möglich. Das will also etwas heißen.“
Eines Tages verschwand Aurel. Seine Werkstatt stand verloren da, einige Propellerblätter lehnten noch neben einem Haufen nicht detonierter Bomben an der Wand. Am Feuer in der Taverne brodelten die Gerüchte: Der Narr musste sich aus Scham selbst ins Exil geschickt haben.
Am nächsten Morgen, als der drohende Schatten von Gyrocopter zum ersten Mal über den Marktplatz fiel, gelang niemandem die Flucht. Etwas fiel vom Himmel. Dann noch etwas und noch viele mehr. Werte Leser, ihr wisst sicher, wovon ich spreche."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_72_Gyrocopter_LocHeroName" "Gyrocopter"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_73_Alchemist_LocFieldNotes" "Razzil Darkbrews Labor sah aus wie eine Werkstatt, die ein Sturm während eines Erdbebens auf einem Schrottplatz errichtet hatte. Kisten mit Mineralsteinen stapelten sich in bedenklicher Höhe neben zischenden Destillierapparaten. Flaschen schimmerten in allen Farben und vibrierten ohne ersichtlichen Grund. Die Luft roch nach verkochtem Fenchel, angebrannter Eidechse und törichten Ideen.
Der Oger, der sein Gehilfe, Komplize und Lasttier war, trug eine fleckige Schürze, und sein Gesichtsausdruck verriet mir, dass er Hunger hatte, aber auch neugierig war. Ich wollte ihm gerade etwas aus meinem Vorratsbeutel anbieten, als ein kleiner Keen mit einer sprudelnden blauen Flasche aus einer Ecke sprang und dabei rief: „Perfektes Timing! Wir stecken mitten in einem Experiment.“
Bevor ich Einwände erheben konnte, wurden Phiolen eingeschenkt und Trinksprüche geäußert. Das Gebräu schmeckte scharf und metallisch, wie ein in Mangosaft getauchter Elektroschock.
Augenblicklich verwandelte sich meine Stimme in ein hohes Quietschen. Der Oger hatte auf einmal eine absurde Fistelstimme. Razzil selbst konnte zwar noch Worte formen, aber man konnte ihn nicht hören. Dafür heulte in der Nähe ein Hund. Unsere Blicke trafen sich – und wir brachen in schallendes Gelächter aus.
„Dieser Trank sollte uns zum Fliegen verhelfen“, piepste Razzil.
Meine Augen wanderten von selbst zu einem der Regale, in dem Razzil seine Elixiere aufbewahrt. Einige davon waren regenbogenfarben, andere leuchteten betörend. Hinter dieser ersten Reihe konnte man gerade so noch weitere Flaschen erkennen. Flaschen mit skelettförmigen Glyphen auf den Etiketten. Flaschen, die leise blubberten. Eine, die aussah, als enthielte sie eine tintenschwarze Leere mit einem einzelnen, schwebenden, blassen Stern. Eine, die – ich könnte schwören – meinen Blick erwiderte. Und nicht gerade freundlich.
Mir krampfte sich der Magen zusammen. Oberflächlich betrachtet waren Razzils Experimente harmlos, sogar lustig. Aber ich wunderte mich ernsthaft, was ich in den Zaubertrankregalen in dem Zimmer mit dem Türschild „Betreten verboten“ finden würde. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_73_Alchemist_LocHeroName" "Alchemist"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_74_Invoker_LocFieldNotes" "Während Invoker sprach, schwirrten magische Sphären um ihn herum, die abwechselnd aufleuchteten und ihre Farbe änderten, als würden sie die Emotionen des Erzählers farblich untermalen. Nach der zehnten Stunde wurde mir mit Schrecken bewusst, dass diese Befragung wohl nie ein Ende nehmen würde.
Er war stolz auf seine Heldentaten und sie waren beeindruckend, das konnte ich nicht leugnen. Wie es schien, ließ sich die Lebensgeschichte eines unsterblichen Magiers nicht einfach mal so in ein paar Stunden zusammenfassen. Invoker verfügte über ein unglaubliches Gedächtnis, das jedes kleinste Detail seiner Erlebnisse enthielt. Erlebnisse eines sehr abenteuerlichen, sehr interessanten und wirklich sehr, sehr langen Lebens.
Natürlich war er es, der sie als abenteuerlich und interessant beschrieb. Mir hingegen kam eher der Begriff „mühsam“ in den Sinn, als ich mir stundenlang und ohne Unterbrechung seine Erzählungen mit anhören musste. Meine Hand fing an zu schmerzen. Als Invoker dies bemerkte, bot er mir an, einen Zauber zu wirken, damit meine Schreibfeder eigenständig weiterschreiben konnte.
Schon allein aus professionellem Stolz lehnte ich dieses Angebot widerwillig ab. Nachdem die Sonne am zweiten Tag der Befragung aufgegangen war, bereute ich meine Entscheidung zutiefst. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_74_Invoker_LocHeroName" "Invoker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_74_Invoker_LocPersonaFieldNotes" "„Ich wollte nicht, dass es so weit kommt“, sagte Carl weinend, als er über den schwelenden Überresten eines verkohlten Straßenräubers stand. Mir war klar, dass er trotz seiner Prahlerei noch nie zuvor jemanden getötet hatte. Er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und sagte mir, dass es nicht fair gewesen wäre, uns einfach so zu überfallen.
Gleich nach seiner Ankunft vor ein paar Wochen war Carl zu Studienzwecken in der Akademie von Ultimyr festgehalten worden. Und obwohl es ihm während dieser Quarantäne gestattet war, selbst an seinen mystischen Künsten zu feilen, ging es bei diesen Studien vor allem darum, mehr über diesen begabten jungen Magier herauszufinden. Aus welcher Welt oder, besser gesagt, aus welcher Zeit war er zu uns gekommen?
Sich mit Magie in ferne Länder zu teleportieren, war selbst für einen erfahrenen Magier eine Herausforderung, geschweige denn Äonen in die Zukunft zu reisen. Aber hier war er nun. Ein Kind, ein Junge, laut und ungestüm, dem das gelungen war, woran andere scheiterten.
Denn den hochrangigen Magiern der Akademie glückte es nicht, Carls Zauber zu replizieren. Als der Invoker aus unserer Zeit sein jüngeres Alter Ego als einen Hochstapler abtat, bestand Carl frustriert darauf, in unsere Realität hinauszuziehen. Da ich mich gerade in Ultimyr befand, schloss ich mich ihm an.
„Dieses Mal beweise ich es euch“, schwor er, als wir die Akademie hinter uns ließen. Was genau die anderen Male vorgefallen war, darüber hüllte Carl den Mantel des Schweigens."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_75_Silencer_LocFieldNotes" "Wie bei den meisten Behausungen der Zeltstadt Hazhadal ist der Versuch, den Sand fernzuhalten, ein schier auswegloser Kampf. Ich wische so viel wie möglich von meinem quadratischen Sitzkissen, gebe schließlich auf und setze mich nieder.
Mein Gastgeber ist Abagard, der letzte noch lebende Lehrer der einst renommiertesten Schule für Kriegszauberer: der Orden der Aeol Drias. Ich bin hier, um mit ihm über Nortrom zu sprechen, den wohl größten Kriegszauberer, den der Orden je hervorgebracht hat.
„Wohl wahr, der größte Kriegszauberer aller Zeiten war ein Absolvent von Aeol Drias“, sagt der Greis mit einem leichten Lächeln. „Jedoch nicht durch die Lehrkunst allein“, hüstelt er befangen. „Wir … züchteten ihn zu einem Champion. Über zweihundert Jahre pflegte der Orden seinen Stammbaum, von Generation zu Generation, von Paarung zu Paarung … bis zu seiner Geburt!“
Doch obwohl Nortrom sich als folgsamer Schüler erwies, hatte das Schicksal andere Pläne für ihn. Selbst nach sieben Jahren in Aeol Drias gelang es Nortrom nicht, die einfachsten Prüfungen zu bestehen. Der Champion, der dazu geschaffen wurde, der Vorzeigeschüler des Ordens zu werden, konnte keinen einzigen Zauber wirken, selbst wenn sein Leben davon abhinge.
„Wir zweifelten nie daran, dass die Nachfahrenlinie die richtige war“, seufzt Abagard. „Aber es schien unausweichlich … Wir hatten etwas übersehen und versagt. Und so kam schließlich der Tag der Wahrheit … der Tag der Feuerprobe.“
Es stellte sich heraus, dass Nortrom einfach nur ein Spätzünder war. Am Tag der Feuerprobe reihten sich alle Schüler zu ihrer Abschlussprüfung auf und niemand erwartete irgendwas von Nortrom. Aber als er an der Reihe war, schwang sich Nortrom nicht nur zum mächtigsten, sondern zum einzigen Zauberer auf dem Prüfungsgelände auf. Er nahm allen anderen Schülern erst ihre Magie und dann ihr Leben.
„Das Gute ist …,“ Abagard seufzt abermals, „er bestand die Prüfung.“
Ich nicke ihm zu und nehme einen Schluck von meiner sandigen Milch. Überaus sandig, aber besser als gar keine Milch."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_75_Silencer_LocHeroName" "Silencer"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_76_OutworldDestroyer_LocFieldNotes" "Ich hatte wochenlang herumgefragt, in der Hoffnung, jemanden zu finden, der eine Begegnung mit dem Outworld Destroyer überlebt hatte. Schließlich erzählte mir ein wandernder Händler, dass seinem Bruder genau das irgendwie gelungen war.
„Mein Bruder Traymont war ein neugieriger Typ“, sagte er. „Immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. Auf seinen Reisen stieß er zufällig auf eine Stadt, die der Destroyer gerade … zerstörte.“
Er sagte mir, wo ich seinen Bruder für ein Interview finden könnte.
„Viel Glück“, fügte er traurig hinzu, bevor er seinen Weg fortsetzte.
Ich traf Traymont in der tristen, sterilen Anstalt, in der er jetzt lebte. Als ich ihn begrüßte, drehte er seinen rasierten Kopf, um mich anzusehen. Oder an mir vorbei.
„Er wird dich kriegen“, sagte er, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. „Er wird uns alle kriegen.“
Einige Akademiker vermuten, dass Outworld Destroyer von jenseits der Sonne kam, vom Rand des Abgrunds selbst. Dass er dieses ferne Gebiet patrouillierte und wartete. Worauf? Einige glauben, er sei der Herold eines Übels, das so allgegenwärtig ist, dass es die Welt verschlingen wird. Andere weigern sich, allzu tief über diese Möglichkeiten nachzudenken, wenn überhaupt. Aber der dürre Mann mit den großen Augen, der vor mir saß, hatte anscheinend seine eigene Theorie.
„Kann nicht entkommen“, krächzte er. „Zu spät. Er kommt schon.“
Hier würde ich nicht viele Informationen bekommen. Als ich hinausging, fing Traymont an zu kichern und dann lachte er laut und manisch. „Er ist schon unterwegs!“, schrie er zwischen Lachanfällen. „Er ist schon unterwegs!“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_76_OutworldDestroyer_LocHeroName" "Outworld Destroyer"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_77_Lycan_LocFieldNotes" "Tief in den westlichen Wäldern hatte ich auf einer Lichtung mein Lager für die Nacht aufgeschlagen. Im Widerschein meines schwindenden Lagerfeuers blitzt plötzlich ein Augenpaar zwischen den Bäumen auf. Dann gesellt sich ein zweites Paar dazu … und ein drittes, bis schließlich ein ganzes Sternbild zu sehen ist.
Meine Hand greift instinktiv nach dem kurzen Messer, das noch in meiner Brotzeit steckt. Als jedoch der erste riesige Wolf aus dem Schatten des Waldes tritt, verlässt mich der Mut und ich lasse die Klinge fallen. Ohne Knurren oder Zähnefletschen nähert er sich meinem Lager. Er wirkt … neugierig? Ich unterdrücke einen Schrei und kneife die Augen zusammen. Das Tier ist nah genug, um mich zu beschnuppern. Als ich sie nach einer gefühlten Ewigkeit wieder öffne, blicke ich jedoch auf einen riesigen Mann mit Reißzähnen. Die anderen Wölfe zerstreuen sich.
„Dieser Wald ist ein gefährlicher Ort für jemanden wie dich“, beendet er die Stille.
Ich bin am Leben und er stellt sich als Banehallow aus dem Hause Ambry vor. Ich kenne diesen Namen. Seine Familie hatte sich einst gegen den tyrannischen König von Slom erhoben und ihren Mut mit ihrer Ausrottung bezahlt. Banehallow ist der einzige Überlebende, aber zu welchem Preis … Die Magier des Königs statuierten mit ihm ein Exempel und verfluchten ihn mit Lykanthropie.
Halb Mensch, halb Wolf … Meine Neugier ist schließlich größer als die Angst und ich stelle ihm eine Frage: „Wenn du dich verwandelst …“, wage ich mich vor, „... tut es nicht weh?“
„Mehr, als du dir jemals vorstellen kannst“, raunzt Banehallow düster. „Jedes Mal sterbe ich einen kleinen Tod!“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_77_Lycan_LocHeroName" "Lycan"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_78_Brewmaster_LocFieldNotes" "Ich fand Brewmaster Mangix in der efeuumrankten Ruinenstadt. Er hatte nur eine Bedingung für unser Gespräch: dass wir etwas trinken gehen.
„Alkohol hilft den Oyo, mit den Geistern zu kommunizieren“, sagte er auf halbem Weg durch den ersten Krug. Ich kostete das goldbraune Bier und musste dabei an meinen Gegenüber denken: überschäumend und beängstigend stark. Mangix selbst bezeichnete sich als ein halbhimmlisches Wesen, das dank seiner irdischen Mutter und seines himmlischen Vaters, tiefer in andere Welten blicken könne.
Nach ein paar Schlucken erweiterte sich auch mein Horizont, während meine Notizen immer mehr verschwammen. Und es saßen plötzlich zwei Brewmaster vor mir. Ich schwöre.
Während der dritten Runde Bier erzählte mir der erste von ihnen, wie Mangix seinen alten Meister in einem Faustkampf/Trinkwettbewerb besiegt hatte. „Dasswar nicheinfach“, sagte der zweite. „Viele torkelige Stürze.“ Ich nickte und bereute es sofort.
Irgendwann, ich glaube, es war die vierte Runde, sah ich nicht mehr doppelt, denn drei Brewmaster stießen jetzt mit mir an. Es wurde philosophisch und das Original meinte, er suche nach einem einzigen perfekten Gedanken, der die physische und spirituelle Welt vereint. Ich verstand „spirituose Welt“ und sah in meinem leeren Krug nach … Man kann ja nie wissen, aber leider fand ich dort keine Spur von diesem Gedanken.
Nach der fünften oder sechsten Runde – ich muss mich für die Qualität meiner Notizen entschuldigen – klopften mir mittlerweile vier Brewmaster abwechselnd auf die Schulter und gratulierten mir zu meiner Trinkfestigkeit. Dann brechen die Einträge in meiner Kladde ab … und statt Tinte breiten sich goldbraune Schlieren auf den Seiten aus."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_78_Brewmaster_LocHeroName" "Brewmaster"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_79_ShadowDemon_LocFieldNotes" "Ich würde mich hüten, dem Kult von Shadow Demon Informationen über Shadow Demon zu entlocken. Aber ich hatte von einer abtrünnigen Kultistin gehört, die den Kult verlassen hatte. Es dauerte Wochen, bis ich sie aufgespürt hatte, und ich war skeptisch.
Es war bisher nämlich noch nie vorgekommen, dass jemand dem Orden der Schattennebel entkommen war. Die abtrünnige Kultistin war mir gegenüber ebenfalls skeptisch, angefangen von meinen wiederholten Versuchen, sie zu finden, bis zu meinen Absichten. Sie war seit ihrer Flucht untergetaucht, aber ich ließ nicht locker. Nach wochenlanger verschlüsselter Korrespondenz, vielen toten Briefkästen, mehrfachem Zuspruch und dem Versprechen, unseren Treffpunkt nicht preiszugeben, stimmte sie endlich einem Treffen in einer abgelegenen Hütte zu.
Bei meiner Ankunft fand ich sie mit dem Dolch im Gewande vor. Sie hatte den wilden, gehetzten Blick eines Beutetiers.
„Ich bin abgehauen, als meine Eltern mich als Opfergabe angeboten haben“, sagte sie zaghaft. Während unseres gesamten Gesprächs zuckte sie bei jedem Geräusch angstvoll zusammen. „Ich habe gesehen, wie das Gift, das bei Opfern angewendet wird, sie verdorben … gequält … und getötet hat.“
Die Opfer des Kults sollten das Ende der Tage herbeiführen, sagte sie, nicht nur für diese Welt, sondern für alle. Es war die größte Hoffnung ihres Gottes.
Dann raschelte es plötzlich draußen und sie sprang auf und hielt sich den Dolch an ihre Kehle. Dickes Blut floss bis zu ihrem Ellbogen, bevor ich sie aufhalten konnte."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_79_ShadowDemon_LocHeroName" "Shadow Demon"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_7_Earthshaker_LocFieldNotes" "Ich fand ihn in einem von Erdbeben zerklüfteten Tal vor. Überall lagen Gesteinsbrocken herum und gelegentlich ließen Nachbeben den Fels erzittern. Die Gipfel des Nishai ragten hoch über mir auf und sandten mir die ein oder andere Gerölllawine zu. Wen ich suchte? Er selbst nennt sich Raigor Stonehoof, doch er ist vornehmlich unter dem Namen Earthshaker bekannt.
Als ich ihn ansprach, reagierte er nicht. Aber da er buchstäblich aus Stein ist, hatte ich schon damit gerechnet und wandte mich an seine Freunde.
„Wir befolgen Befehle“, sagte ein Golem. „Er hat sich selbst erschaffen und ist nicht wie wir.“
Ein Wasserspeier nickte. „Wir halten Wache, während Raigor frei herumläuft.“
Vor einigen Jahren liefen, oder eher gesagt rüttelten, die Gipfel Amok: Lawinen donnerten gen Tal, die Erde öffnete sich, Karten der Region wurden zusammengeknüllt und in den Müll geschmissen. Als sich der Staub legte, tauchte Earthshaker auf und schüttelte einen Berg von seinem Rücken wie einen zu klein gewordenen Mantel. Man sagt, er habe sich nach und nach in einer Höhle aus Felsgestein zusammengesetzt.
Nach einer Weile versteinerter Stille, entschied er, dass ich es wert sei, beachtet zu werden. „Ich bin Stein und Knochen zugleich“, sagte er. „Ich lebe, ich blute und eines Tages werde ich sterben. Wenn ich wieder zu Staub werde, kehre ich schlicht nach Hause zurück.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_7_Earthshaker_LocHeroName" "Earthshaker"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_80_LoneDruid_LocFieldNotes" "Es ging alles so schnell. Gerade saß ich noch auf einem moosbedeckten Fels und kritzelte in meinem Notizbuch, im nächsten Moment lag ich mit klopfendem Herzen hinter einer knorrigen Kiefer. Ich hatte mal gehört, dass man sich hinlegen soll, wenn man in der Wildnis einem Braunbären begegnet, und kämpfen soll, wenn man einem Schwarzbären begegnet. Aber was man bei einem Geisterbären tun soll, verrät einem niemand. Mein Rat wäre: ihn fürchten.
Der alte Sylla bewegte sich ohne Eile auf mich zu. Er schien nicht viel Übung im Umgang mit Lebewesen zu haben, die keine Bären sind, hieß mich aber trotzdem willkommen. Sein Bär schlenderte zu einem nahegelegenen Bach und kam kurz darauf mit einem Fisch zurück. Sylla aß ihn roh, während wir uns unterhielten. Ich machte mir Notizen und versuchte, die Aufmerksamkeit des Bären zu ignorieren.
Sylla erzählte mir von seinem seit langer Zeit verschwundenen Bärenclan und von seiner Aufgabe, einen heiligen Samen zu hüten und diesen nur zu pflanzen, nachdem die Welt verwüstet wurde. Dank meiner allbekannten Redegewandtheit konnte ich ihn überreden, mir den Samen zu zeigen. Enttäuschenderweise sah er aus, wie halt ein Samen aussieht.
Sylla war froh, dass der Zeitpunkt, an dem er ihn würde pflanzen müssen, noch nicht gekommen war. Er hoffte, er würde ewig warten müssen. Dann war der Fisch verspeist und er verabschiedete sich von mir. Als er zwischen den Bäumen verschwand, fragte ich mich, was er sonst noch so im Wald treibt. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_80_LoneDruid_LocHeroName" "Lone Druid"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_81_ChaosKnight_LocFieldNotes" "
Ich renne. Ich renne vor einer Schar Kavalleristen davon, die mich auf riesigen schwarzen Rössern quer durch die Schlachtfelder der Endlosen Blutbäder jagt. Mir ist bewusst, dass ich nicht schneller als sie sein kann, aber trotzdem renne ich. Alles Rennen der Welt bringt jedoch nichts, da, wie sich herausstellt, die Reiter einfach verschwinden, um kurz darauf wieder vor mir aufzutauchen. Ich rutsche unter dem ersten Pferd hindurch und pralle kopfüber in das massige Ross, das hinter ihm steht.
Atemlos und etwas benommen raffe ich mich auf. Bei dem Versuch, ihnen zu entfliehen, habe ich meine Fackel verloren. Nun stehe ich da im düsteren Licht der glühenden Augen des Reiters und Rosses.
„Du bist kein Wesen des Lichts“, fährt mich der Reiter an. Mir ist nicht ganz klar, ob das 'ne Beleidigung sein soll, aber selbst wenn, lasse ich es mir nicht anmerken.
„Ihr Sterblichen seid unter meiner Würde. Ihr seid meiner nicht wert.“
Ok, das finde ich dann doch etwas beleidigend.
„Möge das Licht unter meiner Klinge erlöschen, seine Anhänger zu Staub zerfallen.“
Mit diesen Worten verschwinden die Reiter und Chaos Knights Ross stürmt davon. Alles, was bleibt, ist Dunkelheit, aber wenn das bedeutet, dass er nicht wiederkommen wird, solle mir das recht sein. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_81_ChaosKnight_LocHeroName" "Chaos Knight"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_82_Meepo_LocFieldNotes" "Als wir seine Hütte betraten, die aus allerlei geplünderten Materialien zusammengeschustert war, sagte Meepo kichernd: „Willkommen, willkommen, setz dich!“ Er zeigte währenddessen auf etwas, das wie ein zerfallender Thron von einer längst verstorbenen Zivilisation aussah.
Ich zögerte und erwiderte: „Nein, danke. Ich stehe lieber“, was Meepo mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nahm.
Er nahm selbst darauf Platz – zu meiner Überraschung brach das Gebilde nicht zusammen – und sah über meine Schulter. Als ich seinem Blick folgte, erblickte ich einen weiteren Meepo auf einem wackeligen Hocker.
„Wie du willst“, antworteten sie im Einklang. Der neue Meepo gähnte, reckte sich ausgiebig und verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf. Nicht auf den Kopf gefallen, erkannte ich sofort, dass es sich dabei um ein Ablenkungsmanöver handelte. Ich drehte mich um und sah, wie ein dritter Meepo meinen Tornister nach Wertsachen durchsuchte. Als ich versuchte, ihn aufzuhalten, verschwand dieser mit einem Knall … zusammen mit einer gut verpackten Essensration, die ich mir für meine Heimreise aufgespart hatte.
Als ich mich abermals umdrehte, standen zwei weitere Meepos vor mir – oder heißt es Meepi? Die ganze Rotte begutachtete mich von allen Seiten und einer fragte: „Ist doch in Ordnung, wenn wir uns deine Sachen ausleihen, oder?“
Ich bejahte dies. Es erschien mir der einfachste Weg, um sie davon abzuhalten, noch mehr Meepos erscheinen zu lassen. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_82_Meepo_LocHeroName" "Meepo"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_83_Treant_LocFieldNotes" "Nachdem ich eine Woche lang durch die Berge jenseits des Tals von Augury gewandert war, hatte ich die Hoffnung aufgegeben, jemanden zu finden, der mir etwas über Treant Protector erzählen konnte. Oder überhaupt irgendjemanden. Es gab nichts als Bäume. Mehr Bäume, als man in den Bergen erwarten würde, und alle raschelten ununterbrochen.
Erschöpft ließ ich mich auf einer großen, freiliegenden Wurzel nieder, als über mir eine dröhnende Stimme ertönte.
„Du sitzt auf meinem Fuß.“
Ich sprang auf. Nach einer nervösen Entschuldigung stellte ich mich vor und erwähnte, dass ich auf der Suche nach Treant Protector wäre.
„Wir kennen ihn als Rooftrellen“, sagte der Treant. „Er ist fort. Er ist aufgebrochen, um deine Welt kennenzulernen, kleines Wesen. So wie du hier bist, um unsere Welt kennenzulernen. Aber unsere Geheimnisse sind nicht für dich bestimmt.“
Er schien sich zu entspannen, als ich sagte, dass ich nur etwas über Rooftrellen erfahren wolle. Zumindest klang das Knarzen seiner borkigen Äste weniger einschüchternd.
„Er war der Schnellste unter uns und auch der Abenteuerlustigste“, brummte er. „Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Gefahren und Bedrohungen für das Reich der Bäume im Keim zu ersticken.“
„Vielleicht wird er eines Tages zurückkehren. Vielleicht auch nicht. Du hingegen …“
Ich beugte mich näher zum Stamm, Feder und Notizbuch in der Hand.
„Du musst aufbrechen und darfst nie wieder zurückkehren.“ Oh.
Die folgenden Nächte waren kalt. Ich hielt es für die klügste Vorgehensweise, auf meinem Heimweg auf Lagerfeuer zu verzichten."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_83_Treant_LocHeroName" "Treant Protector"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_84_OgreMagi_LocFieldNotes" "Im der Spielhalle von Candoness herrscht erwartungsvolles Schweigen. Aggron Stonebreak ist am Würfeltisch an der Reihe. Er würfelt und dann verkündet der mürrische Würfelgeber: „Fünfmal Fünf. Schon wieder“. Die Menge tobt.
Man sagt, die Glücksgöttin habe Oger mit ihrer Gunst gesegnet. Ohne sie wären sie zu dumm zum Überleben. Aber die Spielhalle ist dafür bekannt, dass sie Glück zu ihren Gunsten manipuliert. Die Eigentümer sind davon ausgegangen, dass der Ruf eines Ogers, immer Glück zu haben, bei ihren gewichteten Würfeln keinen Unterschied machen würde. Seitdem hat Aggron zehnmal gewürfelt. Und jedes Mal eine Fünf geworfen.
Mit zwei Köpfen statt nur einem hat Aggron nämlich doppelt so viel Glück wie andere Oger. Schließlich bedeuten zwei Köpfe auch zwei Gehirne. Er ist der intelligenteste Oger, was ihn ungefähr so intelligent macht wie einen Menschen, dem man kein Besteck anvertrauen würde.
Nach seinem phänomenalen Glück in der Spielhalle, folge ich Aggron nach draußen, wo er sich um sein Reittier Goldschnabel kümmert.
Einer seiner Köpfe erzählt mir, dass seine Mutter ein Oger namens „Oger“ war. Der andere sagt, sein Vater sei ein Oger namens „Oger der Oger“ gewesen. Sie waren Aasbauern, die kurz vor dem Hungertod standen. Doch dann wurde Aggron geboren und ihr Schicksal wendete sich radikal zum Besseren.
Jetzt reist Aggron durch die Welt in der Hoffnung, sein Glück mit allen teilen zu können, die er Freund nennt. Und die anderen?
„Also, denen, die kein Glück bekommen, gebe ich …“, beginnt ein Kopf, bevor der andere mit dem, was bei einem Oger als Nachdenklichkeit durchgeht, den Satz beendet: „… kein Glück.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_84_OgreMagi_LocHeroName" "Ogre Magi"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_85_Undying_LocFieldNotes" "Dicke schwarze Rauchschwaden führten mich zu der kargen Anhöhe in den Blutenden Hügeln. Als ich näher kam, sah ich, wie ein in Lumpen gekleideter Junge eine halb aufgefressene Leiche auf einen riesigen, lodernden Scheiterhaufen warf, auf dem bereits ein ganzer Haufen Leichen schmorte. Der Anblick war schon schlimm genug, der Gestank jedoch war um vieles schlimmer.
Der Junge beäugte mich misstrauisch. Ich konnte seinen Argwohn gut nachvollziehen – wenn der eigene Nomadenstamm ohne Vorwarnung brutal niedergemetzelt wurde, ist jeder Fremde ein potenzieller Feind. Aber nach einer Weile kam er auf mich zu, vielleicht auch, weil er eine Pause vom Leichenschleppen brauchte.
„Dieses ... Ding kam ohne Vorwarnung, mitten in der Nacht“, flüsterte er. „Wir hörten nur ein leises Summen. Es war echt unheimlich. Ich bin einfach weggerannt.“
Die brennenden Leichen, waren all jene, die geblieben waren, um zu kämpfen.
„Er hob die Hand und plötzlich brach ein Fels aus dem Boden. Und dann wimmelte es von Untoten. Hungrigen Untoten. Wir kamen ihnen wie gerufen.“
Ich hatte schon früher Gerüchte über Undying gehört. Wenn man ihnen glauben kann, hat er unzählige Dörfer und Lager wie das dieses Stamms verwüstet. Bisher hatte ich allerdings noch nie einen Überlebenden gefunden, der mir mehr über ihn erzählen konnte.
Der Junge stand nach nur wenigen Worten den Tränen nahe. „Ich muss die Leichen meiner Familie verbrennen“, sagte er. „Ich möchte vermeiden, dass sie als Untote wiederkommen.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_85_Undying_LocHeroName" "Undying"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_86_Rubick_LocFieldNotes" "„Meistermagier einer Stadt ist eines der angesehensten Ämter, die ein Zauberer innehaben kann“, strahlte Ilwyn Caladrian stolz, während er vor einer riesigen Kammer stand, deren Regale mit ledergebundenen Büchern, goldeingelegten Kugeln, filigranen Kristallkelchen und anderen magischen Schätzen übersät waren.
Offizielle Berichte lassen keinen Zweifel daran, dass Caladrian durch jahrzehntelanges Studium und Praxis zum Meistermagier von Steinhalle aufgestiegen ist. In eingeweihten magischen Kreisen erfährt man jedoch hinter vorgehaltener Hand schnell den wahren Grund: Als einer der wenigen Überlebenden des Kataklysmus fiel ihm das Amt quasi in den Schoß.
Er hatte seinen Aufstieg Rubick zu verdanken. Niemand hatte jemals gewagt, die gesamte Magiergilde herauszufordern, aber Rubicks Ehrgeiz war so grenzenlos wie seine magischen Fähigkeiten. Das Resultat war der Kataklysmus, durch den die Welt beinahe all ihre fähigsten Zauberer verloren hätte.
Caladrian war stolz auf seine Errungenschaften, aber als wir auf diesen schicksalshaften Tag zu sprechen kamen, wurde er demütig: „Rubick warf der Gilde den Fehdehandschuh hin. Er forderte uns alle heraus, wohl wissend, dass nichts mächtiger ist als eine Armee von Magiern mit einem gemeinsamen Ziel.“ Doch als diese Armee Rubick konfrontierte, erlebte sie eine böse Überraschung. Für jeden Zauberspruch hatte Rubick eine Antwort und oft war sein Konter ein Zauber, den gerade einer seiner Angreifer ausgesprochen hatte.
„Das Beschwören eines Zaubers kann Jahre dauern, Rubick jedoch wiederholte sie alle ohne zu zögern … es war ein Kinderspiel für ihn“, stotterte Caladrian sichtlich mitgenommen. „Einige wenige von uns überlebten nur, weil es ihm langweilig wurde, uns zu töten.“
„Ich kann nur hoffen, dass diese Langeweile anhält.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_86_Rubick_LocHeroName" "Rubick"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_87_Disruptor_LocFieldNotes" "Das Knirschen des roten Sandes unter meinen Füßen harmoniert mit dem Knistern der Blitzschläge am stürmischen Himmel über den öden Ebenen des Druud-Hochlands.
Neben mir reitet Disruptor auf einer großen Eidechse – er ist auf Patrouille. Für einen Oglodi ist er zwar ziemlich klein, aber man sollte ihn nicht unterschätzen. Sein großer Stab steckt voller mächtiger Elektrizität, die Disruptor nutzt, um Elektrizität aus der Umgebung zu kanalisieren. Mit meinen kurzen Beinen ist es nicht leicht, mit ihm Schritt zu halten.
„Mein Volk studiert seit Generationen die Sturmmagie“, sagt er. Die nomadischen Oglodi wurden nach jahrhundertelangen Kämpfen aus ihrer Heimat vertrieben und ziehen seitdem durch die Wüste. Da sie unter freiem Himmel leben, ist es vielleicht nicht überraschend, dass sie sich so intensiv mit den Elementen des Wetters befassen.
„Wir wissen, welche Gefahren das Wetter bergen kann. Daher behandeln wir es mit der Ehrfurcht, die es verdient. Im Gegenzug können wir es für unsere Zwecke nutzen.“
In diesem Moment, bläst mir ein Windstoß einen Haufen Sand ins Gesicht, verschont jedoch Disruptor.
„Das war nicht ich“, sagt er kichernd. „Manchmal kann das Wetter tückisch sein. Aber keine Sorge. Wenn es böse auf dich wäre, wüsstest du es.“
Eine weitere Böe entreißt mir einige Seiten aus meinem Rucksack. Disruptor zieht weiter, während ich sie aufsammle. Zum Abschied gibt er mir noch einen Rat: „Such dir einen Unterschlupf. Es zieht ein Sturm auf.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_87_Disruptor_LocHeroName" "Disruptor"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_88_NyxAssassin_LocFieldNotes" "Die Warnung eines Kuriers, nicht in Tunneln zu verweilen, hatte mich an diesen Ort geführt. Da ich jedoch vor Zuversicht strotzte, verweilte ich ein wenig. Im Licht meiner Lampe entdeckte ich Quarzadern, Tropfsteine und ein schimmerndes, harziges Sekret. Nach einer Weile wurde mir bewusst, wie laut meine Atemzüge waren.
Zuerst hörte ich ein Kratzen. Dann sprach eine fremde Stimme in meinem Kopf: HALT. Ich war so erschrocken, dass ich mein Notizbuch fallen ließ.
Und dann entfalteten sich acht Gliedmaßen am Rande meines Lichtkegels. Die Vorderbeine sahen aus wie Krummdolche. Die Mandibeln reckten sich vor, wie eine Zunge, die ein besonders deliziöses Häppchen erwartet. Der stromlinienförmige Panzer dieser Kreatur schien wie geschaffen für das Anschleichen, Zuschlagen und Entwischen zu sein.
Zwei Augen brannten und strahlten eine so scharfe Absicht aus, dass es sich anfühlte, als würde mir ein Messer zwischen die Rippen gepresst. Das Wesen sah mich eindeutig als Beute – vermutlich als eine Art rosa Marshmallow mit Schinkengeschmack. Wieder erklang die Stimme in meinem Kopf: „Erinnere dich an meine Geschichte, Schreiberling. Die Gottkönigin hat diese Made ausgewählt. Nur diese Made hat das Ritual überlebt und wurde in neuer Gestalt wiedergeboren. Sie ist ihre schärfste Klinge. Ihr Wille in Fleisch und Blut. Ihr Name ist Nyx.“
Ich wollte nix mehr sehen, aber blinzelte nicht ein einziges Mal, bis Nyx verschwunden war. Es blieb nur ein übler Geruch zurück und das Gefühl klebriger Gedanken in meinem Kopf. Ich schrieb, so schnell es nur irgend ging, unsicher, ob es sich um meine Worte oder seine handelte. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_88_NyxAssassin_LocHeroName" "Nyx Assassin"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_89_NagaSiren_LocFieldNotes" "Die ausgedörrte Schimmernde Wüste war ein seltsamer Ort, um einen Piraten zu finden – aber genau dort, so sagten mir meine Quellen, würde ich den hart gesottenen Seebären Grymstock antreffen. Ich fand ihn in einer schäbigen Taverne namens „Der Kamelkopf“ am Rande von Qaldin. Der Alte saß mit ein paar zwielichtigen Gestalten an einem Tisch, der unter dem Gewicht leerer Bierkrüge ächzte, und lachte schallend.
Die zwei vollen Krüge in meinen Händen brachten unser Gespräch schnell ins Rollen, doch als ich mich nach ihr erkundigte, verfinsterte sich seine Miene.
„Unser Schiff, die Rote Hirschkuh, lag nach einer erfolgreichen Kaperfahrt tief im Wasser. Ich hatte gerade Wache im prall gefüllten Laderaum, als ich dieses durch Mark und Bein gehende Heulen hörte“, erzählte er. „Ich erstarrte. Aye, auch aus Angst, aber es war mehr als das. Und dann tauchte diese Naga auf.“
„Sie glitt an mir vorbei und warf mir einen hasserfüllten Blick zu, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Dann inspizierte sie unsere Beute, überprüfte jeden Becher, jeden Kelch und jeden Pokal.“
„Vermutlich fand sie nicht, wonach sie suchte, kehrte an Deck zurück und verschwand lautlos zurück im Meer“, sagte er mit zitternder Stimme.
Er berichtete, dass die gesamte Crew erstarrt sei, bevor die Naga an Bord kam. Die Erinnerung ließ ihn verstummen. Schließlich ölte er mit einem tiefen Schluck Bier seine zugeschnürte Kehle und schwor: „Keine Ahnung, was aus den Halunken geworden ist, aber beim Klabautermann, ich werde nie wieder auf irgendein Meer hinaussegeln.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_89_NagaSiren_LocHeroName" "Naga Siren"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_8_Juggernaut_LocFieldNotes" "Das Schlachtfeld im Vorgebirge von Kantusa ist übersät mit Leichen. Jede einzelne von ihnen ist kopflos und in der Mitte des anwachsenden Leichenhaufens kämpft Yurnero.
Der Juggernaut rotiert durch die Luft und sein Schwert streckt einen weiteren Gegner nieder. Seine Füße bewegen sich sowohl im Einklang mit als auch im Gegensatz zu seinen Armen, während er bereits den nächsten Angreifer enthauptet. Es ist, als würde man Wasser in Bewegung beobachten. Wasser, das Menschen mühelos in zwei Hälften teilt.
Gerade als ich den Blick entsetzt abwende, sinkt Yurneros letztes kopfloses Opfer zu Boden. Ein paar Gestalten haben gerade noch rechtzeitig die Flucht ergriffen und die glühenden Augen hinter seiner Maske lassen Yurneros Abscheu über diese Feigheit erahnen. Er wischt das warme Blut von seinem Schwert und betrachtet zufrieden sein Werk.
„Heute ist ein guter Tag“, intoniert er mit ruhiger, fester Stimme, „nicht nur für mich, sondern auch für diese ehrenhaft gefallenen Kämpfer.“
Ich hole tief Luft und bezweifle, dass ich jemals wirklich hinter seine Maske blicken werde. Mit flauem Magen frage ich Yurnero, ob er seine Verbannung von der Insel der Masken bereue … Zumal dessen anschließende Zerstörung ihn zum letzten seiner Art gemacht hat. Ich blicke auf sein Schwert und bin sicher, dass ich zu weit gegangen bin.
Glücklicherweise scheint der Juggernaut trotz seines Schicksals nicht selbst den Kopf verloren zu haben: „Es gibt keine Zeit für Reue, wenn es Schlachten zu gewinnen gibt“, verkündet er postwendend und steckt sein Schwert zu meiner Erleichterung in den Gürtel."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_8_Juggernaut_LocHeroName" "Juggernaut"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_90_KeeperoftheLight_LocFieldNotes" "Keeper of the Light kauerte im Morgengrauen vor einem prasselnden Feuer und versuchte, den Inhalt eines Kessels zum Kochen zu bringen. Er wirkte wie ein gewöhnlicher alter Wanderer – warm angezogen, ein bisschen gebrechlich und in ein Selbstgespräch vertieft. Sein Pferd wieherte nervös.
Ein Fallensteller hatte mich jedoch gewarnt, ich solle mich nicht vom Keeper of the Light täuschen lassen. „Wenn man ihm begegnet, sieht er aus wie ein tatteriger alter Narr“, sagte er. „Aber ich hatte mich in einer sternenlosen Nacht verlaufen und dann plötzlich – puff – flammte der Polarstern auf wie eine Laterne.“
Der Greis wirkte tatsächlich harmlos. Aber sein Stab, den er an einen Felsen gelehnt hatte, glühte schwach, was Stäbe in der Regel nicht tun. Er murmelte etwas über das „erste Licht“ und dass das erste Licht der Morgendämmerung früher „schneller“ war. Dann kicherte er, als hätte er dem Universum einen guten Witz erzählt.
Als ich näher kam, blickte er auf und grüßte mich. Dann deutete er auf den Sonnenaufgang. „Ziemlich gut, nicht wahr? Da kann selbst ich nicht meckern.“ Das Pferd schnaubte.
Im Kessel blubberte es. Der Alte stellte sich als Ezalor vor und schenkte mir schwankend einen Becher Tee ein. Flammen schnellten plötzlich aus dem Feuer gen Himmel. Ich nahm einen kleinen Schluck und redete mir ein, das sei nur ein Trick der Morgensonne. Ohne Erfolg … Tief in meinem Herzen wusste ich, dass ich nicht mit einem alten Mann zusammensaß, sondern mit einer Urgewalt aus einer Zeit des ersten Morgens."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_90_KeeperoftheLight_LocHeroName" "Keeper of the Light"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_91_Io_LocFieldNotes" "Die weißen Ebenen erstreckten sich in alle Richtungen. Der Himmel war so weit, dass mir bei seinem Anblick die Augen schmerzten. Die Luft war voller statischer Elektrizität. Es heißt, Io sei überall gleichzeitig, aber Gerüchten zufolge konnte man ihn an diesem Ort antreffen. Ich hatte schon fast aufgegeben, als ich ein sanftes, stetiges Summen verspürte. Dann schwebte Io plötzlich vor mir.
Was auch immer Io sein mag, er ist älter als die Zeit, von der Sprache ganz zu schweigen. Jene, die ihm begegnet sind, sagen, er kommuniziere nur durch Kooperation und harmonische Klänge. Ein Nomade erzählte mir, er habe ihn singen gehört. Dabei würde eine Tonart in Dur bedeuten, dass er einen mag, eine Dissonanz hingegen, dass man besser die Beine in die Hand nimmt.
Ich kam mir dumm vor, aber zückte trotzdem Notizbuch und Feder und fragte, woher er kam. Eine schimmernde große Terz kräuselte sich in alle Richtungen. Eine ausschweifende Geste der Allgegenwart? Ich fragte ihn, warum er sich mit einigen verbindet und mit anderen nicht. Eine kleine Septime bewegte sich wellenartig zurück. Ich interpretierte sie als ein Achselzucken.
Schließlich schwebte Io spiralförmig himmelwärts und verstreute dabei Lichtpartikel. Ich starrte auf mein Notizbuch und war mir nicht sicher, ob ich beinahe eine kosmische Urkraft verstanden oder nur ein Selbstgespräch geführt hatte."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_91_Io_LocHeroName" "Io"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_92_Visage_LocFieldNotes" "In einem Hospiz in Hauptstadt traf ich einen Schurken namens Raff, der aussah, als wäre er mehrfach durch die Hölle geschleift worden. Das war tatsächlich der Fall – ganze sieben Mal.
Wenn man es genau nimmt, war er nur einmal gestorben. Er fiel sturzbetrunken und mit halb angezogener Hose vom Balkon eines Bordells. Was den Schreiber und den Leser amüsieren mag, war für Raff eine Tragödie. Der Verstorbene fand sich im Verschlungenen Labyrinth wieder, wo die Seelen sortiert werden.
Dass er sich nun zu mir herüberbeugte, war also ein kleines Wunder, das er flüsternd wie folgt erklärte: „Ich fand einen Ausgang. Wo, verrate ich nicht. Sonst mauern sie ihn zu.“
Wann immer eine Seele dem Verschlungenen Labyrinth entkommt, wird der Seelenjäger – ein Gargoyle namens Visage – ausgesandt, um den Ausbrecher zurückzuholen.
„Steinerne Flügel schlagen auf und ab. Gemeißelte Klauen umschlingen deinen Hals“, berichtete Raff mit einer Haltung, die einem verrät, dass er die Flügelschläge wirklich gehört und die Folgen am eigenen Körper erfahren hatte. Er testete jedes erdenkliche Versteck: Ozeane, weil Stein sinkt, Dschungel, weil sich Flügel in den Bäumen verfangen, und sogar Kirchen, da Gargoyles bei ihren Dächern schwach werden und das Innere nicht betreten. Doch keins dieser Verstecke war von Dauer.
„Jetzt bin ich hier“, sagte er und deutete auf seine schwachen, hinfälligen und, soweit ich es erkennen konnte, bald verstorbenen Zimmergenossen. „Zwischen all den anderen Halbtoten kann er mich hoffentlich nicht finden.“
Ich fragte ihn, warum er die Flucht nicht aufgeben wollte. Raff zuckte die Achseln. „Wenn du gesehen hättest, was auf der anderen Seite wartet, würdest du auch flüchten. Mit oder ohne Visage auf deinen Fersen.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_92_Visage_LocHeroName" "Visage"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_93_Slark_LocFieldNotes" "„Die meisten Leute wissen nicht einmal, welche Verbrechen Slark begangen hat“, erklärte der Wächter der Slithereen, der sich unter Wahrung seiner Anonymität bereit erklärt hatte, mit mir zu sprechen. „Und diejenigen, die Bescheid wissen, sagen, es sei zu grausam, um darüber zu reden.“
Wir saßen in den Trümmern eines alten Gasthauses in den Ruinen der Schattenküste. Obwohl Wächter der Slithereen den Ruf besitzen, besonders furchterregend und mutig zu sein, zuckte mein Informant bei jedem Geräusch zusammen.
„Er ist nicht wie wir“, merkte er schaudernd an. „Wir sind zwar stark, aber er ist bösartig. Bösartig und gerissen.“
Viele Jahre lang konnte Slarks Bosheit ein Riegel vorgeschoben werden. Er war in Dunkelriff gefangen gehalten worden, einem uneinnehmbaren Gefängnis auf dem Grund des Meeres, aus dem nur die Hoffnung der Häftlinge entflieht – und sonst niemand. Jedenfalls niemand außer Slark. Er hatte schon einmal versucht, aus dem Gefängnis auszubrechen, und war nur knapp daran gehindert worden. Ein halbes Leben hinter Gittern verging, bevor er seine nächste Chance auf einen Gefängnisausbruch bekam und sich einem Dutzend anderer Häftlinge anschloss.
„Ich glaube nicht, dass er sich ihnen angeschlossen hat, weil sie einen guten Plan hatten“, sagte der Wächter. „Er hatte seinen eigenen Plan geschmiedet und ihren nur als Ablenkung benutzt. Er wusste, dass sie scheitern würden.“ Er dachte eine Weile nach. „Vielleicht war auch er der Grund dafür.“
„Ich weiß nicht, was dieser bösartige kleine Kiemenlecker angestellt hat, um dort zu versauern“, räumte er ein. „Aber falls du jemals einsitzen solltest und es zu einem Gefängnisausbruch kommt“, fügte er hinzu, „dann würde ich ihm folgen.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_93_Slark_LocHeroName" "Slark"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_94_Medusa_LocFieldNotes" "Der mit Statuen übersäte Hauptplatz von Sholcaste lässt den Betrachter zunächst auf eine glorreiche Vergangenheit des Ortes schließen. Bis man genauer hinsieht und feststellt, dass diese Denkmäler keine Helden aus vergangenen Tagen feiern. Sie sind Zeugen für eine Stadt in Panik.
Ich suchte das Rathaus auf, um mehr über die erstarrten Bewohner von Sholcaste zu erfahren. Der Name des frisch gebackenen Bürgermeisters war Luther Garrick und seine Geschichte begann harmlos: Vor ein paar Wochen war demnach eine Theatergruppe in die Stadt gekommen, um eine spöttische Aufführung über die mythischen Gorgonen auf die Bühne zu bringen. „Die Gorgone Medusa versteht jedoch keinen Spaß“, fügte er ominös hinzu.
„Das Stück sollte nur eine Woche lang aufgeführt werden“, sagte der Bürgermeister, „aber ich glaube, es sprach sich schnell herum, wie derbe der Humor war. Die Leute waren es nicht gewohnt, in aller Öffentlichkeit Witze über Gorgonen zu hören.“ Durch den Riesenerfolg ermutigt, blieben die Schausteller in der Stadt … und das Schicksal nahm seinen Lauf.
„In der nächsten Woche kam Medusa nach Sholcaste.“
Jeder kannte ihre Geschichte: Vor langer Zeit waren Medusas Schwestern wegen ihrer Schönheit und Unsterblichkeit entführt worden. Um ihre Geschwister zu befreien, tauschte sie ihre eigene atemberaubende Schönheit gegen unvorstellbare Macht ein. Seitdem ist sie ein Instrument der Rache.
„Während der Aufführung tauchte sie plötzlich im Publikum auf“, beschrieb Garrick mit zitternden Knien ihre Attacke. „Humorlos richtete sie ihren steinernen Blick auf die Schauspieler … und die eben noch johlenden Zuschauer ergriffen kopflos die Flucht.“
Den Rest der Geschichte hatten mir bereits die Statuen verraten. Garrick seufzte, dass sie zu schwer seien, um sie einfach zu entfernen. Und so dienten sie jetzt als Warnung für wandernde Schauspieler und ihr gedankenloses Publikum: Macht euch nicht über Gorgonen lustig, wenn ihr mit der Kritik nicht umgehen könnt."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_94_Medusa_LocHeroName" "Medusa"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_95_TrollWarlord_LocFieldNotes" "Die Trolle sind gelinde gesagt nicht erpicht darauf, über Jah'rakal den Troll Warlod zu reden. Es sind bereits ein paar brenzlige Stunden vergangen, seitdem ich ihr schäbiges Lager erreicht habe, und es kommt mir so vor, als würden sie mich lieber umbringen, als meine Fragen zu beantworten. Zum Glück werden sie langsam etwas redseliger.
„Wir können diesen Kerl einfach nicht ausstehen und wir Trolle können so einiges ab,“ grunzt einer der Trolle, während er dem Koch zunickt, der soeben in die übel riechende Suppe gespuckt hat, die er für seinen Stamm vorbereitet.
Die Stammesmitglieder führen diverse Kraftausdrücke auf, um Jah'rakal zu beschreiben, bevor sie schließlich zum springenden Punkt kommen.
„Er hat die Ausbeute meines Cousins geklaut, nachdem sie gemeinsam auf der Jagd waren und er kaum einen Finger gerührt hatte“, brüllt ein stämmiger Troll. „Also haben sie ihn aus dem Lager geworfen.“
Jah'rakal, nicht erfreut darüber, war am nächsten Tag, Äxte schwingend, ins Lager zurückgekehrt.
„Der Mistkerl hat meinen Cousin getötet“, fuhr der Troll fort. „Ihn sowie 20 weitere. Er ist einfach wie wild auf sie losgegangen.“
„Wenn der sich hier noch einmal blicken lässt, schlagen wir ihn mit unser’n Klingen in Stücke“, fügt der Chieftain hinzu, bevor er kleinlaut wird.
„Ehm, falls du ihm begegnen solltest, sag ihm nicht, dass ich das gesagt habe.“ "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_95_TrollWarlord_LocHeroName" "Troll Warlord"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_96_Centaur_LocFieldNotes" "Am Abend eines Titelkampfs in der uralten Arena von Omexe sind die umliegenden Tavernen immer gut gefüllt. Während meines Besuches ist es nicht anders und alle reden von dem großen Kampf. Jedoch geht es bei den hitzigen Debatten nicht um den bevorstehenden. Vielmehr liegt dieser ein Jahr zurück, scheint aber seitdem das einzige Gemetzel zu sein, über das es sich zu reden lohnt.
Es war der Tag, an dem Bradwarden nach Omexe zurückkehrte: der siegreiche Held der Centaur Warrunner!
Ein ungeschriebenes Gesetz der Arena ist, dass sich erfahrene Krieger nicht in vergangenem Ruhm sonnen können. Junge, hungrige Herausforderer geben ihr Letztes, um das Blut ihrer Vorbilder zu vergießen.
Monatelang hatten die Buchmacher einen unerschrockenen Emporkömmling namens Thalanax als Favoriten gehandelt und bis zu dieser schicksalshaften Nacht vor einem Jahr hatte er das Publikum nicht enttäuscht. Auge in Auge mit Thalanax stampfte Bradwarden verächtlich mit den Hufen im Sand der Arena – der junge Herausforderer, mehr mit Muskeln als Verstand gesegnet, nahm dies nicht als ernste Warnung wahr. Wenige Minuten später bezahlte er seine Ignoranz mit dem Leben.
Die Beerdigung von Thalanax war spärlich besucht. Ich wette, er hat in seinem letzten Kampf vielen seiner Anhänger reichlich Geld gekostet.
Ungleich besser war die Stimmung beim Sieger. Warrunner versprach triumphierend, jederzeit in der Arena von Omexe ein neues Exempel zu statuieren, sollte es jemand wagen, nach dem Siegergürtel von Omexe zu greifen. Und ohne mit der Hufe zu zucken, fügte er hinzu: „Beim nächsten Mal lasse ich mir wahrscheinlich mehr Zeit, damit sich die Reise lohnt.“ Falls irgendein Krieger glaubt, eine Chance gegen Bradwarden zu haben, hat er dies bislang für sich behalten. "
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_96_Centaur_LocHeroName" "Centaur Warrunner"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_97_Magnus_LocFieldNotes" "Vaer Umberschatten, der letzte Nachkomme einer alten Familie von Jägern und Wilderern, entfernt ein totes Kaninchen aus einer Schlinge. Die Hänge von Mount Joerlak sind sein Jagdgebiet und während wir uns unterhalten, kontrolliert Vaer seine zahlreichen Fallen.
„Kaninchen sind ja schön und gut“, seufzt er gedehnt. „Aber ein Magnoceroi wäre eine echte Trophäe.“
Sein Vater, Kaelor Umberschatten, war unter seinesgleichen hoch angesehen – geradezu eine Berühmtheit, was außerhalb von Wildererkreisen lediglich bedeutete, dass er für einen Halunken gehalten wurde. Als Vaer zwölf Jahre alt war, versammelte Kaelor seine Familie und verkündete, dass sein nächster Fang ein Magnoceroi sein werde. Abgesehen vom Ruhm, hätte das magnetische Horn der Kreatur ihm genug Geld eingebracht, um seine Familie für mehrere Jahre zu versorgen. Doch Mount Joerlak machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
Vaers Erinnerungen waren herzzerreißend: Der für Jahrhunderte ruhende Vulkan brach ohne Vorwarnung aus und seine Flanken versanken in Lava und Asche. Die Magnocerois wurden in ihren Höhlen überrascht; wer nicht sofort umkam, floh in dem Inferno nach Norden. Kaelor sah seine Chancen auf Erfolg schwinden, setzte in dem Chaos den Magnocerois nach und traf auf ihren mächtigsten Kämpfer: Magnus. Er hatte nicht einmal Zeit, seinen Speer zu heben, als ihn eine unsichtbare Kraft von den Beinen riss, er auf Magnus zuflog und von dessen Horn tödlich durchbohrt wurde – vor den Augen von Vaer, der seinem Vater heimlich gefolgt war.
„Eine echte Trophäe“, murmelt Vaer, während er einen Fuchs aus einer rostigen Falle zieht. „Aber zu welchem Preis?“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_97_Magnus_LocHeroName" "Magnus"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_98_Timbersaw_LocFieldNotes" "Ich folgte der Spur von abgehaktem Gehölz durch die westlichen Wälder. Für gewöhnlich nehmen Leute das Holz mit, das sie fällen. Hier hingegen bot sich mir der Anblick eines Schlachtfeldes … voller Baumstämme, die in einem hoffnungslosen Kampf gefallen waren. Ein Heldentod, der damit belohnt wurde, an Ort und Stelle zu verrotten. Dies konnte nur eines bedeuten: Ich hatte Rizzrack endlich gefunden und was man über seinen geistigen Zustand sagte, war offensichtlich wahr.
Als ich näher kam, hörte ich das Kreischen von Metall, das auf Holz stieß. Die frische Waldluft war gefüllt mit einem öligen Geruch. Auf einer Waldlichtung begegnete ich ihm schließlich: Rizzrack in seinem mechanischen Anzug, wie er aus tiefstem Herzen lachte.
Er sah grotesk aus. Verzehrt von Hass und Wahnsinn. Gerade zersägte er eine Kiefer … Nein, vielmehr nahm er sie mit dem rotierenden Sägeblatt seines Anzugs auseinander. Während das Geäst des Baumes unter seinen Hieben herunterfiel, gab er eine Reihe von Obszönitäten über die Abstammung des Baumes von sich.
Nachdem er sein Werk vollendet hatte, räusperte ich mich und er wirbelte herum. Rizzrack starrte mich einen Moment lang an. Dann zischte er mich mit einem verdrehten Lächeln im Gesicht an: „Bist du ein Baum?“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_98_Timbersaw_LocHeroName" "Timbersaw"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_999_CodexIntro_LocFieldNotes" "Vorwort"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_999_CodexIntro_LocNonHeroName" "Heldenatlas"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_99_Bristleback_LocFieldNotes" "„Ich sag’s euch – und ich sage allen dasselbe – das war kein fairer Kampf“, knurrte Rigwarl auf eine Weise, die keinen Widerspruch duldete. „Diese Mistmorchel hat mir einen ganz hinterhältigen Schlag verpasst.“
Wir saßen in einem Pub in Njord’s Hearth, der selbst für örtliche Verhältnisse abstoßend schmutzig war. Ganz in der Nähe hatte der Schläger Rigwarl – unter den Einheimischen als „Bristleback“, „der alte Säufer“ und „der Säufer, der ständig Schlägereien anzettelt“ bekannt – seine erste Niederlage erlitten. Die Erwähnung des Kampfes veranlasste den Barkeeper, nervös ein paar Schritte weiter hinter die Theke zu machen. Die zwielichtigen Gäste in Hörweite zogen ihre Mäntel an und suchten das Weite.
„Hinterhältige Schläge sind total unfair“, beschwerte sich Rigwarl und spuckte ein grünes Geschlabber auf den Boden (selbst für die Verhältnisse grüner Spucke abstoßend). Der Pub war ganz offensichtlich seit Monaten nicht geputzt worden und die Spucke machte es nicht besser.
Natürlich hütete sich der Barkeeper, Bristleback zum Gehen aufzufordern, solange er wie ein Gorilla mit Migräne herumtobte. Ich sah mich um. Der Putz an den Wänden konnte die klaffenden Löcher nicht verbergen, die von den letzten Versuchen stammten, Rigwarl mit Gewalt aus dem Pub zu befördern. Zum Glück ging er dieses Mal von allein. Er kippte den Rest von, wer weiß, wie vielen Bieren in seine Kehle und stand auf.
„Ich werde jetzt diesen Bastard aufspüren und ihn mir vorknöpfen“, schwor er, bevor er durch die Tür marschierte und diese dabei aus den Angeln riss.
Ich folgte ihm in die kühle Dämmerung. Das würde ein höllischer Kampf werden."
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_99_Bristleback_LocHeroName" "Bristleback"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_9_Mirana_LocFieldNotes" "Auf einem spiegelglatten Teich tief im Nachtsilberwald schillerten Lotosblüten im fahlen Licht zweier teilweise zersplitterter Monde, die tief über den dunklen Baumwipfeln hingen.
„Wunderschön, nicht wahr?“, riss mich eine Stimme aus meinen Träumereien. Ich hatte das hypnotisierende Funkeln der Blüten offenbar unterschätzt.
Erschrocken wirbelte ich herum und vor mir stand Mirana, die Prinzessin des Mondes. Ihre majestätische Haltung konnte das Unbehagen nicht vertreiben, das ich empfand – vor allem wegen der riesigen gesattelten Katze, die zwischen den Bäumen hinter ihr herumschlich.
„Diese Blüten gehören meiner Göttin Selemene. Du darfst sie dir ansehen, aber nicht berühren“, warnte die Prinzessin. Ich kannte die Regeln bereits, wagte jedoch nicht, sie zu unterbrechen.
„Nicht, dass ich dir unterstelle, eine Diebin zu sein …“, fügte sie mit glockenheller Stimme hinzu.
Plötzlich erschien zwischen den Bäumen zu meiner Linken eine junge Frau, stieß einen kurzen Pfiff aus und gesellte sich zu der Katze.
„Ich bin hier, um mit Ihrer Majestät zu sprechen“, versicherte ich und verbeugte mich tief.
Prinzessin Mirana schien über meine Zurschaustellung geradezu entsetzt.
„Solche Gesten sind Selemene vorbehalten“, belehrte sie mich ehrfürchtig. „Diese Wälder gehören ihr. Ich bin nur deren Hüterin.“
Ich sah meine Chancen schwinden, aber auf meiner Zunge brannte nur eine Frage: „Warum hat die nächste Erbin des Sonnenthrons auf ihren Anspruch verzichtet und sich in den Dienst einer Gottheit begeben?
„Paläste, Throne und Kronen sind bloßer Schmuck“, antwortete sie jetzt ein wenig amüsiert. Dann deutete sie auf ihr Reittier und ihre treue Gefährtin. „Wir folgen einer höheren Berufung.“"
"DOTA_VData_monster_hunter_world_CodexEntriesLocalized_9_Mirana_LocHeroName" "Mirana"
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